Geburtsort:

Klinik

Ich möchte euch von meiner tollen VBAC-Reise berichten, die ich mit der Unterstützung vom Onlinekurs und den vielen Informationen aus dem Podcast beschreiten durfte. Mein erster Sohn kam im Oktober 2017 mittels Kaiserschnitt zur Welt. Heute weiß ich, dass die Entscheidung vom Ärzte- und Hebammenteam zu früh und zu diesem Zeitpunkt auch unbegründet getroffen wurde. In meiner zweiten Schwangerschaft stand aus diesem Grund das Thema Selbstbestimmung im Mittelpunkt und dieser Weg führte mich zu meiner Traumgeburt im Privatkrankenhaus.

Geburtsbericht: J., 08.07.2021 um 11:08 Uhr

Am 07.07. um 23.30 Uhr wurde ich aus dem Schlaf gerissen, weil ich einen Blasensprung hatte. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt niemanden wecken, weil ich die ersten Wehen abwarten wollte. Die kamen dann nach 20 min und traten regelmäßig in 15-20min-Abständen auf. Ich weckte meinen Mann und entschied mich auch, meine Mutter zu kontaktieren, die unseren ersten Sohn betreuen sollte. Sie kam nach langer Anfahrt um halb 3 Uhr zu uns. In der Zwischenzeit hörte ich geburtsfördernde Mediationen und war ganz bei mir. Die Wehen konnte ich gut veratmen. Um halb 5 Uhr war ich dann bei Abständen zwischen 5 und 10 min und ich entschied mich, die Hebamme anzurufen. Sie meinte, wir könnten uns um 7 Uhr im Privatkrankenhaus treffen. Die Abstände stellten sich auf 5 min ein und um 5.45 Uhr wurde dann auch unser Sohn wach. Wir entschieden uns, unsere Alltagsroutine aufrecht zu halten und noch gemeinsam das Frühstück einzunehmen. Da ich die Wehen gut nehmen konnte, brachten mein Mann und ich unseren Sohn noch in die Kinderkrippe, die auf dem Weg zum Krankenhaus lag. Da viel Morgenverkehr in der Stadt herrschte, kamen wir erst kurz vor 8 Uhr an. Im Krankenhaus wurden wir herzlich empfangen und der erste Befund war: Muttermund 3 cm geöffnet, Wehen alle 3 bis 5 Minuten, das Köpfchen ist etwas weit oben. Letzteres hat mich ein bisschen getriggert, da ich so einen Satz auch bei meiner ersten Geburt hörte. Ich entschied mich aber dafür, meine Konzentration auf die Geburtshypnose zu legen und driftete wieder weg. Da mir kein Streptokokken-Abstrich genommen wurde, musste mir präventiv Antibiotikum verabreicht werden. Ich musste mich daraufhin übergeben und das war auch der einzige Moment, an dem es zu einer kritischen Situation kam, denn J. Herztöne wurden bedenklich… Die Lage stabilisierte sich aber ziemlich schnell. Der Muttermund ging immer weiter auf und die Hebamme meinte um 9.45 Uhr zu meinem Mann: „Geh dir dein Essen bestellen, ihr werdet heute schon im Zimmer Mittag essen.“ Ich konnte es kaum glauben, aber so war es dann auch, denn um 10 Uhr begannen die Presswehen und mit ganz toller Unterstützung von meiner Hebamme und auch der Gynäkologin wurde unser J. um 11:08 Uhr geboren. Ich durfte ihn sofort hochnehmen und war einfach nur überglücklich. Ich hatte dann nur noch Angst vor der Ausstoßung der Plazenta. Meine Hebamme meinte nur: „Das fühlt sich so an, wie wenn du einen Luftballon gebärst.“ – und so war es dann auch – einmal drücken und schon war sie da. Kurz nach 12 Uhr nahmen wir dann wirklich schon das Mittagessen im Zimmer zu uns.

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Schon ganz früh begann ich die Podcast-Folgen von Kristin förmlich aufzusaugen und entschied mich dann auch für den Onlinekurs, den ich ab der 32. SSW absolvierte. Die Hypnosen und Meditationen wirkten sich positiv auf mein Gemüt aus. Zudem beschäftigte ich mich mit der Wunschvorstellung, wie die Geburt ablaufen sollte. Ich wünschte mir einen sanften Beginn und eine kurze Zeit im Kreißsaal. So durfte ich es dann auch erleben. Die Stimme von Kristin Graf begleitete mich während der ganzen Geburt. Auch wenn ich das gesamte Konzept nicht eins zu eins umsetzte, bestärkten mich die Sätze, die ich immer wieder durch die Kopfhörer vernahm. Zudem konnte ich die Bauchatmung gut umsetzen. Auch die Meditationen für das Wochenbett und einzelne Podcast-Folgen haben mich in der ersten Zeit des Wochenbetts immer wieder aufgefangen.

Ich bin dir so dankbar für deine wunderbare Arbeit, liebe Kristin!

Alles Liebe, Andrea

PS: Auch ich darf jetzt die Wochenbettzeit mit einem entspannten Baby verbringen