Geburtsort:

Klinik

Geburtsbericht K.

Ich hatte eine sehr schöne, beschwerdefreie Schwangerschaft, bin um die 28. Woche auf den Podcast gestoßen und habe mich nach ein paar Wochen für den Online-Kurs angemeldet und ganz fleißig 2-3 mal täglich geübt. Ganz unerwartet hatte ich dann in der 35. Woche einen Blasensprung und musste ein paar Tage im Krankenhaus bleiben, da versucht wurde, die kleine Maus bis zur 37. Woche im Bauch zu behalten, damit sie nicht als Frühchen zur Welt kommt. Ich war von mir selbst so überrascht, wie ruhig und angstfrei ich mit der ganzen Situation umgegangen bin. Ich hatte so großes Vertrauen in meinen Körper und in mein Baby und ich wusste, dass die schon genau wissen was sie tun und warum sie das tun, auch wenn keiner weiß, warum der Blasensprung kam. Die kleine Maus hat es dann noch 4 Tage im Bauch geschafft, dann musste ich eingeleitet werden, da das Fruchtwasser grün wurde. Mit dem Thema Einleitung hatte ich mich noch nie beschäftigt, daher hatte ich auch hier keine Angst. Ich wusste, das Baby gibt uns ein Signal, dass es gestresst ist, dann darf es jetzt auch schnell zu mir auf die Welt kommen. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht im Krankenhaus meiner Wahl war (hier musste ich hin aufgrund der Frühgeburt) und daher auch keiner über meine Vorbereitung wusste, was aber letzten Endes nicht schlimm war. Insgesamt wurde mir 3mal ein Gel aufgetragen und nach dem letzten Versuch gingen dann zum Glück nachts um 3:40 Uhr die ersten Wellen los. Diese waren allerdings gut auszuhalten und wegzuatmen. Sie kamen ca. alle 10 Minuten und recht schnell wurden die Abstände kürzer. Ich habe die ganze Zeit den Muttermund visualisiert, und die Hypnose gehört. Gegen halb 8 Uhr hatte ich gefühlt keine Pausen mehr und mir wurde schlecht bei der Atmung, sodass ich jemanden brauchte, der mir Anweisungen geben kann. Ich habe also eine Schwester gerufen, die nur meinte „So ist das bei einer Geburt, da müssen sie jetzt noch ein paar Stunden durch“. Ich habe dann etwas sauer darauf bestanden, dass sie mich sofort in den Kreißsaal fährt mit Rollstuhl, was sie dann auch gemacht hat. Die Kopfhörer hatte ich dann abgezogen, dolle Schmerzen hatte ich nicht, nur dieses Schlechtwerden hat mich gestört. Die Hebamme hat mir dann eine andere Atmung gezeigt, die mir in dem Moment besser tat. Sie fragte direkt, ob ich ein Schmerzmittel haben wolle, da meinte ich ganz locker: „Nee, ein bisschen will ich noch ohne aushalten, hat ja eben erst angefangen“. Dann untersuchte sie meinen Muttermund und sagte ganz erstaunt: „Eh, Sie sind schon bei 7 cm.“ Da war ich natürlich super stolz und happy und habe meinen Mann angerufen, der um 09:00 Uhr bei mir war. Er war auch sehr entspannt, hat mich viel gestreichelt und immer Wasser gereicht, es tat gut, dass er da war. Die Wellen wurden zwar stärker, aber wirklich tönen musste ich nicht. Es war ein sehr starkes Körpergefühl, aber noch immer auszuhalten. Lediglich beim Pressen habe ich dann lautere Töne von mir gegeben, aber das war nicht vor Schmerzen, das Pressen war eher angenehm, als ich dann dem Drang auch nachgehen durfte. Die Kleine war ein Sternengucker. Um 11:01 Uhr war sie dann da, hat kurz geschrien und war bei mir auf der Brust dann schnell ganz ruhig. Ich war bei 35+0. Leider musste sie dann von den Kinderärzten mitgenommen werden, das wussten wir ja vorher schon. Insgesamt 10 Tage wurde sie dann noch überwacht, sie war ja zum Glück schon sehr groß und schwer für die Schwangerschaftswoche. Diese 10 Tage waren natürlich sehr stressig, ich musste mich alle 3 Stunden mit einer Pumpe begnügen, bin 3mal am Tag zur Kleinen, um sie zu versorgen und das Anlegen zu üben, das hat uns schon viel Energie gekostet. Aber direkt nach 2 Tagen zu Hause ist die Kleine zum kompletten Stillkind geworden. Sie ist ein so entspanntes, friedliches Kind und ich bin davon überzeugt, dass die paar Wochen Hypnoseübungen sich auch positiv auf K. ausgewirkt haben.

Ich bin sehr dankbar, dass ich, auch wenn alles anders kam als erwartet, immer positiv bleiben konnte, mir schöne Gedanken gemacht habe und nicht verzweifelt bin. Ich konnte durch den Kurs ein so starkes Vertrauen in meinen Körper und mein Baby aufbauen, dass ich keine Angst haben musste, obwohl ich ja irgendwann wusste, dass ich ein Frühchen bekomme. Zu diesem Zeitpunkt war ich natürlich auch mal traurig, das habe ich auch zugelassen, aber recht schnell habe ich die Situation akzeptiert und wusste, dass alles seinen guten Grund hat, auch wenn er gerade in dem Moment für uns nicht ersichtlich war. Und vor allem bin ich dankbar für eine tolle Geburt, die ich ohne Schmerzmittel so gut überstanden habe. Ein kleiner Schnitt wurde zwar gemacht, das habe ich allerdings nicht mitbekommen und hatte auch nachher keinerlei Beschwerden. Hätte man es mir nicht gesagt, hätte ich es nicht gemerkt 😉

Das alles wäre ohne die Vorbereitung nicht möglich gewesen. Die Umstände hätten mich mit Sicherheit zur Verzweiflung gebracht und ich hätte noch länger damit zu kämpfen gehabt…

Vielen Dank dafür! 🙂