Geburtsort:

Klinik

Geburtsbericht 15.09.2020:

Liebe Kristin, auch ich möchte mich hier von Herzen für Deine Arbeit bedanken.
Ich habe leider erst relativ spät von Dir erfahren (30. SSW), was ich im Nachhinein sehr schade finde, weil ich glaube, dass ich meine Schwangerschaft sonst sehr viel früher schon viel bewusster hätte erleben können. Aber besser spät als gar nicht, so konnte ich immerhin die letzten 10 Wochen sehr bewusst genießen und meinem Baby näher sein 🙂
Ich habe vor drei Jahren schon eine Tochter auf natürlichem Weg in der Klinik zur Welt gebracht, habe dies auch als komplikationslos, vor allem die Eröffnungsphase aber als sehr schmerzhaft erlebt. Im Nachhinein war ich damals auch immer im sogenannten äußeren Raum und zu keiner Zeit bei mir und meiner Tochter.
Nun aber zu der Geburt unseres Sohnes:
Ich erwachte gegen 01.00 Uhr nachts mit leichten Kontraktionen. Da ich mir gar nicht sicher war, ob es nun diesmal wirklich losgehen würde (ich hatte die Tage zuvor schon immer wieder Vorwehen), habe ich versucht, wieder zu schlafen, was mehr ein Dösen war, und wenn Kontraktionen kamen, sie mit Deiner Bauchatmung zu veratmen und vor allem zu visualisieren. Zwischendurch habe ich auch immer wieder in die Hypnose Während der Geburt reingehört. Habe das alles nicht als schmerzhaft empfunden und war bis morgens gemütlich in meinem Bett. Habe dann auch meine dreijährige Tochter in der Früh fertig gemacht und mit ihr gefrühstückt, war dann aber doch erleichtert, als mein Mann sie in den Kindergarten brachte und ich wieder alleine war. Hab dann noch zwei Stunden zwischen Bett und Badezimmer verbracht, immer mit Affirmationen oder der Geburtsmeditation auf den Ohren und war einfach total bei mir und dem Baby. Gegen 11.00 Uhr hab ich dann nochmal was gegessen und zu meinem Mann gemeint, dass ich jetzt doch lieber mal in die Klinik fahren würde (die Abstände der Wellen waren da teilweise alle 3 Minuten, weiterhin aber gut auszuhalten und ohne Leid).
In der Klinik angekommen, war der Muttermund dann schon 8 cm geöffnet, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Es ging vom Wehenzimmer direkt in den Kreißsaal und eine halbe Stunde später war unser Sohn auch schon geboren. Die Austreibungsphase war leider nicht schmerzfrei, ich bin mir aber recht sicher, dass es daran lag, dass ich ab dem Zeitpunkt, wo ich erfahren hatte, dass der Muttermund schon fast vollständig geöffnet war und ich davon völlig überrumpelt war, nicht mehr bei mir und dem Kind war. Während der Austreibungsphase hab ich es zumindest einmal kurz geschafft, an meinen Kraftort zu gehen und sofort ging es mir besser und ich konnte mich kurz entspannen.

Eine Woche nach der Geburt hab ich wieder mit Deinen Meditationen begonnen, inzwischen mache ich fast täglich am frühen Nachmittag, wenn ich müde werde, die Entspannungsmeditation. Danach fühle ich mich fast immer total fit und ausgeruht, sodass ich den restlichen Tag gut und ohne Müdigkeit verbringen kann. Das ist so unglaublich viel wert und dafür bin ich Dir total dankbar!