Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin,

Am 10.6 wurde unsere kleine Tochter geboren und es ist mir ein besonderes Anliegen mich mit diesem Geburtstbericht ganz herzlich bei dir zu bedanken.

In der 3. Schwangerschaft habe ich bereits sehr früh gemerkt dass ich meine erste Geburt vor 7 Jahren nicht verarbeitet hatte. Damals verlief die Geburt sehr schnell und traumatisch da es meiner Tochter nicht gut ging. (…)

Ich habe dann in der 3. SS sehr schnell gewusst dass es diesmal anders werden sollte und bin im Internet auf deine Methode gestoßen. Wir hatten per Mail Kontakt und du hast mir empfohlen das vorhandene Trauma zu bearbeiten. Ich hatte dann das Glück sehr schnell eine nette Traumatherapeutin zu finden mit der ich die alte Geburtserfahrung verarbeiten konnte und habe parallel dazu deinen Kurs begonnen.
Mir hat es sehr geholfen, mich schon recht früh in der Schwangerschaft jeden Tag mit meinem Baby zu verbinden. Die tollen Hypnosen für fast jede Situation empfand ich als wunderschöne Auszeit nur für uns beide.
Bereits anderthalb Wochen vor ET hatte ich regelmäßig Vorwellen, dabei habe ich schon immer die Atmung geübt und bin auch ab und an in Hypnose gegangen.

4 Tage vor ET am 10.6 hatte ich ab 18 Uhr wieder unregelmäßige Wellen die etwas mehr im Rücken gezogen haben. Ich habe dann noch meine grosse Tochter in den Schlaf begleitet und bin dann um 20:20 in die Badewanne um zu sehen ob die Wellen stärker werden. Die ersten 2 wurden eher etwas schwächer und ich dachte schon dass es wieder nur Übungswellen sind. Dann aber kam genau eine Welle, die schon so hoch war, dass ich genau wusste das es jetzt los geht und mir war auch klar dass es schnell geht. Also bin ich direkt raus aus der Wanne und habe meinem Mann ein par Anweisungen gegeben und er hat die Kinder Betreuung organisiert. Ich bin dann direkt in die Entspannung gegangen und lag auf dem Sofa mit Kopfhörern im Ohr. Als der Babysitter kam, sind wir direkt gefahren, zum Glück hat die Fahrt nur 10 Minuten gedauert. Ich konnte den ganzen Weg zur Klinik gut in der Entspannung bleiben.

Bei der Ankunft im Kreißsaal um 21:10 musste ein Mann erstmal direkt zur Anmeldung und die Hebamme hatte noch ein par Fragen an mich, so dass ich kurz aus der Entspannung raus musste. Der Muttermund war 4-5 cm geöffnet und die Wellen kamen alle 3-4 Minuten. Als mir der Zugang gelegt wurde habe ich einen Anker selbst gesetzt und das hat super geklappt, den Stich habe ich überhaupt nicht wahrgenommen.
Wenige Wellen später sprang die Fruchtblase auf als ich gerade ganz tief in den Bauch atmete. Und von da an ging es ganz schnell, ich nahm intuitiv eine andere Position ein und veratmete die Wellen kniend.Der Satz „wenn Hilfe von außen nötig wird, weisst du es wird dir geholfen“ aus der Hypnose zur Vorbereitung auf eine Geburt im Krankenhaus hat mir sehr geholfen die Verantwortung abzugeben. Als der Druck im unteren Rücken so zunahm informierte mein Mann nochmal die Hebamme und ich wechselte nochmal die Position. In der darauffolgenden Geburtsphase die nur sehr kurz dauerte habe ich weiterhin tief in den Bauch geatmet aber nicht richtig gepresst sondern eher mit zusammengepressten Lippen ausgeatmet. Um 22:30 also ziemlich genau 2 Stunden nach der ersten richtigen Welle wurde unsere Tochter mit 2690 g ruhig, friedlich und gesund geboren. Es war ein wunderschönes Erlebnis und selbst die sehr erfahrene Hebamme hat sich total gefreut eine so schöne Geburt zu erleben. Sie hat immer wieder gesagt dass ich meine Tochter einfach rausgeatmet hätte.

Rückblickend wäre ich gerne noch tiefer in die Entspannung gekommen aber ich denke, das war bei dieser schnellen Geburt gar nicht möglich.

Vielen Dank liebe Kristin für deine wundervolle Arbeit von der hoffentlich noch viele Frauen profitieren