Geburtsort:

Klinik

Hallo ihr Lieben,
die kleine H.ist jetzt fast 12 Wochen alt und nun möchte ich auch endlich meinen (ausführlichen) Geburtsbericht teilen und euch Mut machen. Ich habe so um die 20. Woche mit dem Online Kurs begonnen, weil ich Angst hatte, dass ich coronabedingt keinen Live-Kurs besuchen kann. Die Meditationen haben von Anfang an gut geklappt und ich war die ganze Schwangerschaft über tiefenentspannt und hatte keinen Moment Angst vor der Geburt. Allein dafür hat sich der Kurs schon gelohnt! (…)

Ab 6 Wochen vor der Geburt habe ich dann begonnen, täglich Meditationen zu üben. Vorher habe ich 3-4 mal pro Woche geübt. Je näher der ET kam, desto weniger konnte ich mich aber auf die Meditation einlassen. Ich hatte irgendwie einfach keine Lust mehr und bin gefühlt nicht mehr so
in die Tiefenentspannung gekommen. Ich habe es dann einfach gelassen und auf meinem Gefühl vertraut, dass es im Ernstfall dann funktioniert. Und das hat es!

Jetzt aber zur eigentlichen Geburt 🙂 ET war sechs Tage vorher. Weil meine Frauenärztin im Urlaub war, sollte ich ab ET alle zwei Tage zum CTG ins Krankenhaus. Das war einerseits gut, weil ich so die Räumlichkeiten und Ärzt*innen und Hebammen schon besser kannte, andererseits wurde mir schon 2 Tage nach ET gesagt, dass bei ET +7 eine Einleitung empfohlen wird. Die Hebamme beim zweiten CTG hat mir dann jede Menge Tipps gegeben, was ich alles machen kann, damit es von alleine losgeht (neben der Meditation „Geburt mental fördern“, die ich ab 2 Wochen vor ET fast täglich gehört habe). Weil ich eine Einleitung auf jeden Fall vermeiden wollte, habe ich also an dem Tag noch alles befolgt: Spazieren gehen, Zimt essen, scharf essen, Badewanne, UT-Öl, Sitzdampfbad und eine geburtsfördernde Akkupunktur hat sie mir auch noch gemacht. Ich kann nicht sagen was, aber eins davon oder alles zusammen hat funktioniert. Am nächsten Tag bin ich um 3 Uhr von leichten Wellen wach geworden. Es war eher ein Ziehen, aber von Anfang an regelmäßig alle 3 Minuten. Ich wollte meinen Mann noch nicht wecken, deshalb bin ich mit der Geburtsmeditation aufs Sofa, um mich einzuschwingen. Um halb 7 habe ich dann meinen Mann geweckt und bin in die Badewanne, um zu testen, ob es nicht doch nur Senkwehen sind. Die Wellen sind geblieben und so haben wir entschieden, dass mein Mann nicht ins Büro geht. Wir haben dann gemeinsam Geburtstagskuchen gefrühstückt (meine Tochter und ich haben am gleichen Tag Geburtstag 🙂 ) und gemeinsam die immer stärker werdenden Wellen genommen. Nach dem Frühstück habe ich mir wieder die Meditation angemacht und langsam angefangen, die Wellen zu veratmen. Leider hat bei mir die Bauchatmung nicht so gut funktioniert. Ich habe irgendwie immer zu spät angefangen. Eine ganze Weile habe ich versucht, die Bauchatmung anzuwenden und irgendwann aber aufgehört und intuitiv geatmet.
Aber dass es nicht funktioniert hat, war gar nicht schlimm. Denn durch den Versuch war ich trotzdem stark genug abgelenkt.

Die Zeit verging auch ganz schön schnell. Ich war auch nicht die ganze Zeit in Tiefenentspannung, aber allein Kristins Stimme zu hören, war schon echt hilfreich. Die Wellen wurden immer stärker und gegen 16:30 hat mein Mann im Kreißsaal angerufen. Die Hebamme meinte nach seiner Schilderung, dass wir wohl noch nicht so weit seien (wahrscheinlich weil ich immernoch so entspannt war), aber wenn wir uns sehr unsicher seien, könnten wir ja mal vorbeischauen, sie macht dann ein CTG und wird uns dann wahrscheinlich wieder nach Hause schicken. Wir sind dann hingefahren und genau in dem Moment, als die Hebamme uns begrüßt hat, ist die Fruchtblase geplatzt. Sie hat dann noch in aller Ruhe den Kreißsaal vorbereitet und mich dann untersucht. Der Muttermund war bei 7 cm! Zwei Stunden später war unsere kleine H. dann schon da. Im Kreißsaal selber habe ich die Meditation nicht mehr gehört. Weil ich sie aber schon den ganzen Tag gehört habe, war mir die Melodie noch im Ohr, als würde sie weiterhin laufen.
Die Geburt war nicht schmerzfrei und hat auch relativ lange gedauert, aber durch Kristins Methode war ich zu jeder Zeit super entspannt und hatte überhaupt keine Angst.

Das war jetzt relativ ausführlich ich will euch aber wirklich allen Mut machen: auch wenn nicht alles zu 100% funktioniert, ist die Hauptsache, dass ihr entspannt bleibt und alles so annehmt, wie es kommt.
Liebe Kristin, vielen Dank für deine wertvolle Arbeit! Mach bitte weiter so!
Liebe Grüße
Carina