Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin,
vielen Dank für deinen Online-Kurs und deinen Podcast. Beides hat mir so sehr geholfen, positiv in die Geburt zu gehen und während der Geburt entspannt zu bleiben.
In der 34. SSW „diagnostizierte“ meine Frauenärztin bei mir eine Beckenendlage und meinte, ich hätte jetzt noch zwei Wochen Zeit, alles zu versuchen, damit das Baby sich noch dreht. Bis dahin hatte ich noch keinen Gedanken daran verschwendet, dass die Kleine nicht richtig liegen könnte bzw. was wäre, wenn sich an der Position nichts mehr ändert. Daraufhin habe ich wirklich ALLE Tricks versucht, die empfohlen werden – angefangen von Glöckchen, Taschenlampe, über Globuli und Indische Brücke, nur moxen wollte meine Hebamme nicht, da ich schon ab und an Wehen hatte und sie diese nicht vorzeitig auslösen wollte. Dennoch tat sich nichts und meine wirklich phantastische Hebamme machte mir Mut, mich doch an die natürliche Beckenendlagengeburt heranzutrauen, da ich Zweitgebärende war und es daher vermutlich komplikationslos verlaufen würde. Auch für die Ärzte an der Uniklinik schien beim Beratungsgespräch eine Beckenendlage bei Zweitgebärenden kein besonders großes Risiko darzustellen im Vergleich zum Kaiserschnitt. Obwohl man kaum positive Erfahrungsberichte dazu findet und auch die Familie eher Angst hatte, machte mir dein Podcast Mut, darauf zu vertrauen, dass alles gut und richtig so ist und Baby scheinbar so auf die Welt kommen möchte und ich entschied mich für die natürliche Geburt.
Nachdem ich am Vortag des ET nochmal zur Akupunktur war, ging die Geburt pünktlich am ET nachts 3.30 Uhr mit einem Blasensprung los. Wir fuhren direkt in die Klinik aus Angst vor einem Nabelschnurvorfall, da die Maus noch nicht so tief im Becken saß – wahrscheinlich war die Angst vollkommen übertrieben, die Ärzte haben anfangs nichts diesbezüglich kontrolliert. Der MM war zur Einweisung 2 cm geöffnet, es setzten gleich leichte Wehen ein. Wir konnten nach Coronatest direkt in den Kreißsaal und dort verbrachten wir die ersten Stunden ohne, dass viel passierte. Ich hatte leichte Wehen und hörte deine Geburtsmeditation, war mal auf dem Pezziball oder bin herumgelaufen und bin dann gegen 9 Uhr in die Wanne. Das war super, denn der Raum war abgedunkelt und ich konnte in Ruhe deiner Stimme lauschen und entspannen. Ich dachte, der Muttermund würde sich schon öffnen und ich würde wegen der Hypnose keine Schmerzen spüren. Allerdings war der MM mittags um 12 Uhr erst 4 cm geöffnet. Zu dieser Zeit war meine erste Tochter bereits auf der Welt. Vorher hatten wir schon Bauchmassage und Globuli genutzt, um die Wehen noch etwas anzuregen, aber scheinbar ist bis dahin nicht viel passiert. Als es hieß erst 4 cm, dachte ich schon – oh Gott, wie lang soll das denn noch dauern, auch wenn die Wellen gut auszuhalten waren. Aber ab da wurden die Wehen schnell kräftiger und als ich gegen 14 Uhr nochmal in die Wanne wollte, konnte ich mich aufgrund des großen Drucks schon gar nicht mehr reinlegen, es tat sich also was und hier war es dann auch schon langsam schmerzhaft. Ehrlich gesagt, habe ich mich öfters gefragt, ob ich denn in Hypnose bin oder nicht, da man von den Schwestern schon abgelenkt und rausgebracht wurde. Dennoch war alles gut auszuhalten. Zwischen 15 und 16 Uhr war dann der MM fast geöffnet und die Oberärztin wurde gerufen. Ich wurde aufs Bett gelegt und die Hebamme, die auch ganz wunderbar war, half noch etwas nach und leitete mich dann zusammen mit der Oberärztin (das ist wohl Standard bei Beckenendlage) zum Pressen an. Meine Wehen waren nicht so stark bzw. dauerte der Pressdrang immer nicht so lange, so dass sie mich in der Pressphase doch an den Wehentropf legten, was für mich ok war, denn die Maus sollte in der Phase dann auch schnell kommen. Nachdem ich dann im Vierfüßlerstand war, kamen mit der ersten Wehe Po und Beine. Dann sollte ich ohne Wehe etwas Pressen und das Baby rutschte bis zu den Achseln weiter und mit der nächsten Wehe waren Kopf und Arme da! Wow! Ich war total baff, dass es dann so schnell ging und vor allem komplikationslos. Meiner Tochter ging es super, die Hebamme meinte, sie hätte keinerlei Stress unter der Geburt gehabt – und das merkt man auch jetzt an ihrem entspannten Wesen.
Ich bin überglücklich, dass alles gut gegangen ist und dass ich mich, auch dank dir, für die natürliche BEL-Geburt entschieden habe. Und ich möchte allen Zweitgebärenden (beim ersten Kind kann ich es nicht einschätzen) Mut machen, sich an diese Geburt heranzutrauen, deshalb wollte ich auch diesen Bericht schreiben. Übrigens habe ich mich auch von der Geburt sehr schnell erholt und denke, auch das hing mit der Hypnose zusammen. Also nochmal vielen Dank und alles Gute für deine weitere Arbeit! Christin