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Geburtsbericht V. J. 25.7.20

Hallo ihr Lieben,

endlich darf auch ich von unserer tollen Geburtsreise berichten.

Seit Montag während dieser Woche (Geburt war Samstag), war ich müde und eher genervt, ohne weiteren Grund.

Am Freitag machte ich 3x die Meditation zum Geburtsbeginn fördern. Am Freitag Abend wollte ich nicht ins Bett, war plötzlich fit und gut gelaunt. Mein Mann und ich haben den Abend zusammen verbracht und viel gelacht. Um 0 Uhr bin ich ins Bett. Um 2 Uhr wachte ich von Wellen auf. Da ich schon 2 Tage über ET war, freute ich mich über die Wellen und hoffte, dass sie bleiben würden. Ich begann die Geburtshypnose zu hören – endlich war es soweit. Die Abstände waren 10 Minuten. Ich versuchte zwischen den Wellen zu schlafen und stand um halb 6 auf. Die Abstände waren dann 5 Minuten. Ich konnte sie gut mit der Bauchatmung bewältigen. Ich stellte mir jede Welle wirklich als Welle vor. Plötzlich wollte ich nicht mehr an meinem Kraftort sein (Waldsee), sondern am Meer. Ich legte mich mit meinem Baby an den Strand und bei jeder Welle ging ich ins Meer und surfte auf der Welle. Ich bewegte mich auch wie eine Surferin. Um halb 8 waren die Abstände 3 Minuten und ich rief meine Hebamme an. Sie sei in einer Stunde da, ob das ok sei. Klar, mir ginge es gut! Als sie um halb 9 kam, tastete sie meinen Muttermund, der schon bei 8 cm war. Also gleich ins KH. Bis mein großes Kind versorgt war und wir im KH waren, war es halb 10. Dort angekommen, wurden die Wellen stärker mit Druck nach unten. Ich durfte gleich in die Wanne steigen und bejahte auch dort jede Welle. Ich hört keine Hypnose mehr, aber ich brauchte sie auch nicht mehr. Durch die gute, wochenlange Vorbereitung, konnte ich absolut bei mir bleiben und dadurch, dass ich das Gefühl annahm, empfand ich es nicht schmerzhaft sondern sehr kraftvoll und natürlich. Ich war so davon beeindruckt was die Natur schafft, dass ich die Übergangsphase gut meisterte.

Als die Pressphase begann, sagte meine Hebamme, ich soll mal tasten und ich tastete tatsächlich das Köpfchen. Das hat mich so dermaßen motiviert, dass ich alle meine Kräfte mobilisierte. Nach jeder Welle war der Kopf weiter unten. Bei den letzten Presswehen, als der Kopf geboren werden wollte, verließ mich langsam die Kraft. Das war das erste Mal, dass ich Schmerz empfand. Ein paar Wellen habe ich etwas weniger mitgepresst, um neue Kraft zu sammeln. Und dann habe ich meinem Baby gesagt, in der nächsten Welle schaffen wir’s. Und so war es auch. Ich hielt meine Hand ans Köpfchen und begleitete es ins Wasser. Bei der nächsten Welle kam der Körper und ich durfte mein 2. Kind um halb 1 mittags aus dem Wasser, zu mir auf die Brust holen. Ich war überwältigt von diesem schönen, natürlichen und kraftvollen Erlebnis!

Und obwohl ich am Schluss nicht mehr konnte, es anstrengend war, in den letzten Wellen Schmerz empfunden habe und gerissen bin, bin unendlich dankbar, nach einer ersten traumatischen Geburt so eine Traumgeburt erleben zu dürfen. Ich habe die Geburt durch Kristins Methode zu MEINER Geburt gemacht, was für mich ein großer Schatz ist!

Ich wünsche jeder Frau das auch erleben zu dürfen