Geburtsort:

Klinik

Auf den Kurs der friedlichen Geburt bin ich erst 4 Wochen vor dem ET gestoßen und ich war mir unsicher, ob es sich noch lohnt, so spät anzufangen… Aber ich bin sehr froh, dass ich es gemacht habe 🙂 !!!
Ich habe schon vor der Schwangerschaft mehrmals die Woche meditiert und hatte auch schon Erfahrungen mit Hypnose gemacht, grundsätzlich war die „Thematik“ also nicht neu für mich. Ich habe dann alle 1-2 Tage verschiedene Hypnosen gemacht, mal keine am Tag, Mal 4 Stück. Es fiel mir recht leicht, in die Tiefenentspannung und zu den Kraftorten zu kommen.
Nun zur Geburt:-)
Am Abend vor der Geburt bin ich wie fast jeden Abend baden gegangen, das erste Mal mit Wacholder. Ich habe auch wie immer Kontraktionen gespürt(seit der 23. Woche), die mit der Zeit etwas intensiver wurden, ich habe mir dabei zunächst allerdings nichts gedacht, da ich diese ja teilweise auch so gewohnt war. Um 23 Uhr sind mein Mann und ich schlafen gegangen, da waren die Kontraktionen vielleicht so alle 15 Minuten (ich habe den Abstand der Kontraktionen nie gemessen), die mit der Zeit intensiver wurden. Zu dem Zeitpunkt dann wusste ich irgendwie, dass es losgehen würde. Über eine Bluetooth Box habe ich dann alle möglichen Hypnosen von Kristin gehört (Visualisierung einer Traumgeburt, Geburtsvorbereitung lang, Geburtsbeginn mental fördern), allerdings noch nicht die Geburtshynose. Ich dachte mir lieber, die höre ich, wenn es wirklich so weit ist, da es bestimmt noch viel intensiver wird. Ich hab nochmal etwas gedöst. Gegen 2 Uhr bin ich für eine gute Stunde in die Badewanne, da die Kontraktionen da schon recht intensiv waren. Ich habe innerlich immer nur von intensiven Kontraktionen gesprochen, nie von schmerzhaften.
Ich bin selbst Hebamme und habe mich eher auf eine seeehr lange erste Geburt eingestellt und bin deshalb eher von so Anfangskontraktionen ausgegangen, die ich noch nicht zur Geburt zählte.
Danach haben wir uns nochmal wieder etwas hingelegt. Hier habe ich dann auch die Geburtshynose gehört, die mir sooo gut tat. Während der Kontraktionen war ich so auf die Stimme und die Atmung konzentriert, sodass ich damit echt gut umgehen konnte. In den Pausen konnte ich nochmal richtig weg dösen und war, glaube ich, in einem sehr entspannten Zustand:-) Die Kontraktionen waren allerdings schon sehr intensiv und lang. Um 6 Uhr wollte ich wissen, wo ich stehe und habe mich selbst einmal untersucht, MM 1 cm, ich war etwas enttäuscht, da ich von mehr ausgegangen war und noch mit sehr vielen weiteren Stunden rechnete.
Gegen 7.15 Uhr kam meine Hebamme und der Abstand verringerte sich deutlich auf vielleicht 4-5 Minuten. Meine Hebamme untersuchte mich um 7.45 Uhr, MM 4-5 cm. Wir wollten uns dann in der Klinik treffen. Kaum war sie zur Tür raus, begann der automatische Pressdrang, wir sind dann zügig in die Klinik, wo wir gegen 8.30 Uhr angekommen sind. Um 9.20 Uhr ist dann unser kleiner Sohn ohne Komplikationen geboren 🙂 Dass es dann doch so schnell ging, hatte ich nicht erwartet. In der Klinik selbst habe ich nichts mehr gehört, allerdings brauchte ich das auch nicht, mein Körper wusste genau was zu tun war! Ich würde alles wieder so machen. Für mich war es eine intensive und wunderschöne Geburt.
PS: Was ich interessant finde im Nachhinein ist, dass für mich die Hypnose „Visualisierung der Traumgeburt“ von der Zeit der Hypnose her zu kurz war. Ich bin während der Hypnose fast nie in der Klinik angekommen, weil ich innerlich mir so viel zu Hause vorgestellt habe… dass es am Ende genauso gekommen ist, ist natürlich verrückt.