Geburtsort:

Klinik

Hallo liebe Kristin, 

heute möchte ich dir gerne von meiner wunderbaren Geburt berichten. 

Ich habe durch einen großen Zufall von deinem Podcast gehört und schon nach den ersten Folgen gemerkt, dass es genau mein Ding ist bzw. eine sehr große Bereicherung! Mit dem Online-Kurs konnte ich fleißig bis zum Tag X üben. Alleine das hat schon sehr viel bewirkt. Die täglichen Meditationen/Trancereisen haben sehr viel Ruhe in unsere Familie gebracht. Ich war wesentlich gelassener, entspannter und zufriedener. Außerdem war ich viel verbundener mit meiner ungeborenen Tochter, als damals bei meiner ersten Schwangerschaft. 

Meine Tochter war ausgerechnet für den 17.11.meinen Geburtstag 🙂  Mein Mann hat mir zum Geburtstag eine Hotelübernachtung in der Nähe geschenkt – etwas riskant, aber auch er war sehr entspannt :D. Es kommen ja nur 5% der Babys am ET oder?? 😀  Wir haben also am 16.11. in einem sehr schönen Hotel noch sehr entspannte Stunden im Wellnessbereich verbracht, lecker gegessen und wirklich gut entspannt. Die Nacht war unruhig, das habe ich morgens aber auf andere Dinge bezogen. Bis ca. 8 Uhr ging es mir auch noch ganz wunderbar und dann begannen die ersten Wellen. Ich weiß nicht, ob es an der Entspannung lag (so nach dem Motto: entspannter kann Mama nicht sein, das sind gute Voraussetzungen für eine Geburt. Außerdem war mein Sohn gutversorgt bei der Oma, was zusätzlich entspannte), oder doch an dem Geschlechtsverkehr in dieser Nacht 😀  Auf jeden Fall war mir das tolle Frühstücksbuffet nicht mehr gegönnt. Der Appetit  war mir vergangen, da mich wirklich regelmäßig Wellen überkamen. 

Also packte mein Mann alles ein und wir wollten erstmal nach Hause fahren. In der Vorstellung meiner Traumgeburt wollte ich so lange wie möglich zuhause bleiben, am liebsten in der Wanne, und erst los, wenn ich spüre, dass die Geburt beginnt. Daraus wurde dann aber nichts, da ich einen Blasensprung hatte. Zum Glück ging das meiste in die Hose und nicht auf den guten Hotelteppich… Mit jeder Welle kam neues Fruchtwasser und im Badezimmer sah ich dann, dass es grünlich war. Direkt kamen Ängste auf und ab da dann auch der dringende Bedarf nach meinen Kopfhörern und deiner Stimme! Ich wusste nicht viel über grünes Fruchtwasser, nur, dass man direkt in die Klinik soll und dass das Kind im Stress ist/war. Das passte mir nicht, denn ich dachte, wir sind doch alle so entspannt… Mein Mann merkte schnell, dass ich Angst hatte und zitierte vieles aus deinem Kurs, was das anging. Wir sind dann schnell zum Auto und er packte mir direkt die Kopfhörer auf die Ohren. Ich stellte das 4StundenProgramm ein, und es ging mir direkt besser! Von der Fahrt habe ich kaum was mitbekommen. Es war ein sehr gutes Gefühl zu spüren, dass ich wirklich in mein Inneres abtauchen kann – auch an DEM Tag! Sogar auf dem Weg vom Parkplatz bis zum Kreißsaal hat das geklappt! Ich blieb bei jeder Welle stehen, umarmte meinen Mann und atmete tief in den Bauch! 

Im Kreißsaal schaute die Hebamme etwas verwirrt, da ich mit geschlossenen Augen und Kopfhörern ankam. Mein Mann erklärte ihr alles, und sie war sehr interessiert. Er sagte mir irgendwann, dass wir Glück mit der Hebamme haben, was mich sehr freute! Durch die Hypnose „Vorbereitung auf eine Geburt im Krankenhaus“ fühlte ich mich total sicher und gut aufgehoben. Allerdings wollte ich irgendwie nicht die ganze Zeit unter Hypnose sein. Ich hatte das Bedürfnis, mit meinem Mann und der Hebamme zu sprechen oder meine Familie selber zu informieren. Die Wellen konnte ich so gut veratmen, sogar die Untersuchung während einer Welle war absolut schmerzfrei, dass ich davon ausging, die Hebamme schickt uns nochmal nach Hause. Doch so war es nicht. Der Muttermund war bereits bei 7cm und alles schön weich und vorbereitet, so dass die Hebamme das Wasser in die Wanne ließ. 

Es war relativ kalt draußen und ich hatte keine trockene Hose mehr, da ich recht viel Fruchtwasser verloren hatte. Dementsprechend war die Wanne genau richtig für mich. Die Hebamme sagte irgendwann zu meinem Mann, dass es sehr schwer für sie sei, einzuschätzen, wie weit ich bin. Denn normalerweise höre sie das den Frauen an. In der Wanne spürte ich, dass die Wellen höher (also stärker und häufiger) wurden und ab hier habe ich die Hypnose auch nicht mehr unterbrochen, wie zuvor im Untersuchungsraum. Ich habe gemerkt, dass ich wirklich bei mir bleiben muss, um die Wellen zu veratmen. Die Hebamme musste mich leider zwei/dreimal fragen, welchen Druck ich wo spüre, um einschätzen zu können, wie weit ich eben bin. Das war etwas schade, weil sie mich so immer rausgeholt hat. Aber ich hatte absolutes Verständnis dafür, da sie ja noch keinerlei Erfahrungen mit dieser Methode hatte. 

Was mir nicht gut gelungen ist, war das Visualisieren des roten Muntermundes. Ich war während der Welle so darauf konzentriert, nur in den Bauch zu atmen und hatte da irgendwie keinen Platz für das rote Bild mit dem schwarzen Kreis. Die Wellen waren aber trotzdem immer noch schmerzfrei, was mich irgendwann verunsicherte. Ich hatte Angst, dass die „richtigen Wehen“ noch kommen würden… Die Angst wurde etwas größer, als die Hebamme eine gewisse Zeit später zu uns kam und sich das CTG anschaute. Laut diesen Aufzeichnungen waren die Wellen weniger geworden und das Kind eingeschlafen. Sie meinte, ich könnte nochmal aus der Wanne raus, weil sie vermute, dass es doch noch etwas dauern könne. Das widersprach total meinem eigenen Gefühl, welches im Endeffekt auch stimmte! Die zwei kräftigen Wellen danach waren sehr schmerzhaft, weil sie während des Gesprächs mit der Hebamme kamen und ich überhaupt nicht bei mir war. Ich konnte überhaupt nicht in den Bauch einatmen und krümmte mich vor Schmerz. Diese beiden Wehen waren aber auch sehr kräftig, und die Hebamme revidierte danach ihre Aussage und rief die Ärztin. Mein Drang nach Pressen war direkt da und die Hebamme unterstützte mich sehr gut bei den Presswehen. In meiner Vorstellung wollte ich eigentlich in dieser Phase auch nur atmen und das Kind mit dem Ausatmen gebären. Doch es war genau das Gegenteil. Ich tönte sehr laut, hatte aber weiterhin keine Schmerzen. Natürlich spürte ich einen sehr kräftigen Druck und die Dehnung nach unten, aber es fühlte sich tatsächlich gut an 😀 Ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt aktiv mitarbeite, weil der Pressdrang so stark war. 

Es hat dann ein paar Presswehen gedauert, bis die kleine Merle um 14:21 Uhr geboren wurde (3490g, 52cm). Sie hatte die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt und musste erstmal „befreit“ werden, bevor ich sie auf die Brust bekam. Das könnte auch der Grund gewesen sein, warum das Fruchtwasser grün war (kurzer Stressmoment). Die Hebamme sagte nachher aber, dass die Kleine unter der Geburt total entspannt wartrotz Nabelschnur um den Hals.  Es war dann wirklich wunderschön, Merle im Arm zu halten. Ich hatte das Gefühl, sie schon zu kennen und nun ist sie endlich auf unserer Welt! Die Hebamme hat nochmal warmes Wasser nachgelassen und wir konnten noch eine gewisse Zeit in der Wanne bleiben. 

Ich bin sehr sehr dankbar für diese Geburt und diese Erfahrung! Mein Fazit ist also: 

Das Allerwichtigste ist die mentale Einstellung zur Geburt, alles, was du in deinem Kurs dazu beschreibst, wie z.B. Umgang mit Angst, Vertrauen auf die Natur und sich selbst, jede Welle positiv annehmen etc. Dazu natürlich die Tiefenentspannung aller nötigen Muskeln und die richtige Atemtechnik!  Zweimal überkamen mich ja doch Unsicherheit und Angst, da hätte ich mich noch mehr auf mich selbst verlassen und entspannt bleiben können. Aber das weiß ich nun fürs nächste Mal 🙂 

Liebe Kristin, ich danke dir von Herzen, dass du dein Wissen weitergibst und so vielen Frauen eine friedliche Geburt ermöglichst! Falls es Kind Nummer 3 geben wird, werde ich auf jeden Fall wieder bei dir reinhören! 

Liebe Grüße aus dem Rheinland 

Isabell W.