Geburtsort:

Hausgeburt

Geburtsbericht meiner Tochter L.

  1. Mai, 2. Kind, ET+3, 3640 gr., 50cm

wunderschöne Wassergeburt zu Hause

Ihr Lieben, mir haben die positiven Geburtsberichte hier sehr viel Mut gemacht und heute möchte ich euch gerne von meiner wundervollen Geburt berichten.

Ich habe bereits einen Sohn, der im Mai 2018 im KH sehr selbstbestimmt und komplikationsfrei zur Welt kam (ET+1, 3580gr, 52cm). Keine 4 Stunden nach Ankunft im KH war er bereits da. Deshalb war für mich zu Beginn meiner 2. Schwangerschaft klar, dass ich wieder in das selbe Krankenhaus gehen werde. Da ich damals das Glück hatte, eine liebe Hebamme ganz für mich allein zu haben und sie unsere Wünsche wirklich respektiert hat (Auspulsieren der Nabelschnur, Motivation, es ohne Schmerzmittel zu schaffen, möglichst keinen Arzt oder zusätzliches Personal im Raum usw.), fragte ich sehr früh in der SS eine Beleghebamme an.

Innerhalb der nächsten Monate stieß ich auf Kristins Methode und entschloss mich nach Hören des Podcasts, den Onlinekurs zu buchen. Die Meditationen funktionierten viel besser als erwartet und ich entspannte und freute mich mehr und mehr auf meine bevorstehende Geburt.

Ich hatte eine unkomplizierte Schwangerschaft (nur Übelkeit bis ca. 20 SSW) und konnte mit den Hypnosen super entspannen. Ich hatte jedoch ein Problem, immer wenn ich meine Traumgeburt visualisierte, setzte mich der geplante Ortswechsel mehr und mehr unter Druck. Meine absolute Traumgeburt fand einfach bei mir zu Hause statt.

Ich redete mit meinem Mann darüber und wir wogen die Argumente dafür und dagegen ab. Aber einmal ausgesprochen, ging mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits in der 28. SSW und dachte, ich hab‘ eh keine Chance mehr auf einen Platz im Geburtshaus bzw. eine HG Hebamme. Aber ich wollte es versuchen und dann ging alles seinen Weg. Ich fragte an, erhielt tatsächlich die Zusage vom Geburtshaus, sagte meine Beleghebamme ab (sie hat wirklich toll reagiert!!) und organisierte alles rund um eine friedliche Wassergeburt bei uns zu Hause.

ET+3 war es dann soweit. Gegen 17 Uhr wollten mein Sohn, mein Mann und ich noch eine Runde spazieren gehen und die ersten Wellen machten sich bemerkbar. Wir trackten sie ca. 1 Std. bis klar war – sie bleiben. Wir bereiteten alles vor: Pool, Kerzen, Bett, Papiere usw. Dann riefen wir meine Mama für die Betreuung meines Sohnes an und meine Hebamme. Sie entschied sich dazu, sich einfach schon mal auf den Weg zu machen, auch wenn die Wellen noch recht flach waren. Ich duschte nochmal, setzte mich auf meinen Yogaball und machte die Kerzen und die Meditation an. Die Hebamme kam gegen 20 Uhr und da die Wellen noch sehr, sehr gut zu veratmen waren, habe ich ihr kurz selbst ein Update gegeben. Sie hörte kurz die Herztöne ab und schickte mich wieder in die Entspannung. Beim nächsten Töne abhören, sagte sie mir ganz leise, ich solle doch einfach mal in den Pool wechseln und mein Mann lies das restliche Wasser ein. Gegen 21:15 Uhr ging ich dann in den Geburtspool und die Wellen wurden etwas stärker. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf die Hypnose, mein Mann setzte ein paar Mal zwischendurch den Duftanker, machte eine sanfte Massage und kümmerte sich um die Wassertemperatur. In einer Pause wurden nochmal die Herztöne unter Wasser gemessen. Immer nur ganz kurz und ich empfand es als überhaupt nicht störend. Meine Kleine machte ganz toll mit und ich wechselte in den Pausen immer mal vom Vierfüßler in Rückenlage und entspannte mich voll und ganz im warmen Wasser. Gegen 22:00 Uhr kamen dann 3 Wellen sehr schnell nacheinander, die plötzlich sehr hoch waren und ich legte die Kopfhörer weg. Ich nahm bewusst Kontakt zu meinem Mann und meiner Hebamme auf, da ich nun irgendwie Rückmeldung brauchte.

– Da ich die gesamte Schwangerschaft über und auch während der Geburt keine Muttermund Untersuchung hatte, konnte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht einschätzen, wie lang es noch dauern könnte. Dass ich meine kleine Maus keine 10 Minuten später in den Armen halten würde, hab‘ ich aber ganz sicher nicht erwartet. Zudem waren alle Wellen absolut handhabbar! (vom Schmerzempfinden kein Vergleich zu meiner 1. Geburt) –

Meine Hebamme sagte mir nur, dass ich auf einem sehr guten Weg bin und ermunterte mich dazu, mal nach dem Köpfchen zu tasten. In dem Moment, als ich tasten wollte, übernahm mein Körper einfach das Kommando. Ich schnappte mir die Hand meines Mannes und machte einfach mit. Ich war diesmal ganz klar, konnte der Stimme meiner Hebamme folgen, die mich in den Pausen ein wenig bremste und dachte während der Wellen einfach immer nur „Loslassen“. Von dem ersten Moment der 3 höheren Wellen, bis zur Geburt meiner kleinen Maus vergingen gerade einmal 5 weitere… und dann war sie da – um 22:14 Uhr. Unsere kleine Prinzessin. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Wir blieben noch eine ganze Weile einfach im warmen Wasser, warteten die nächsten Schritte im Pool ab und kuschelten uns dann ins gegenüberliegende Bett. Gegen 23 Uhr verabschiedete sich meine Mama nach Hause (sie hatte unseren Großen zuvor erfolgreich ins Bett gebracht – zum 1. Mal und die Ankunft ihrer Enkelin noch abgewartet) und um halb eins gingen auch die Hebammen. Einen sanfteren Start ins Leben und einen kuschligeren Start ins Wochenbett hätte ich mir nicht schöner erträumen können.

Vorbereitungen: Hypnosen max. 1-2 am Tag da Kleinkind zu Hause, Verzicht auf Weißmehl, industriellen Zucker mit regelmäßigen Ausnahmen ab SSW 36. Sonst noch Himbeerblättertee, regelm. Schwangerschaftsyoga bei einer Hebamme und viele lange Spaziergänge. Nach ET täglich Fußreflexzonenmassage, Badewanne und 1x Akupunktur.

Danke Kristin für Deine wundervolle Arbeit. Dieses absolut friedliche und selbstbestimmte Geburtserlebnis wird mich mein Leben lang tragen und mit Freude, Dankbarkeit & Stolz erfüllen.