Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin,
jetzt ist mein kleiner Sohn schon 6 Monate alt und ich wollte dir eigentlich schon seit Tag 1 schreiben und einfach nur Danke sagen…aber das Leben mit Baby ist einfach so schnell und verrückt :) 
Ich habe deinen Podcast schon vor meiner Schwangerschaft gehört und du hast mich genau in meiner Seele getroffen. (…) Ich habe mich komplett verstanden gefühlt und dachte Genau das brauche ich, genau so möchte ich meine Geburt erleben und genauso möchte ich, dass wir Frauen wieder die Geburt sehen“. (…) 

Bei der Podcast-Folge von Laura Malina Seiler über ihre Geburtsvorbereitung habe ich auf dem Fahrrad so geheult, weil ich mich endlich verstanden gefühlt habe und naja, danach bin ich deinem Podcast „verfallen“ 😀
Nachdem wir wussten, dass ich schwanger bin, habe ich viel mit meinem Mann über das Thema Geburtshaus und mentale Geburtsvorbereitung und deinen Kurs gesprochen. Und da er mich sehr gut kennt, wusste er direkt, dass das genau mein Ding ist und auch er war total offen dafür. (…)
Wir fanden unser Traum-Geburtshaus. Ich habe mich am Anfang erstmal nur mit deinem Podcast und deiner Traum-Meditation vorbereitet und habe genau meine Traumgeburt gesehen und vorgestellt. Ich war einfach happy und habe meine Schwangerschaft enorm gefeiert und genossen. Im April (3 Monate vorm Geburtstermin) habe ich dann noch deinen Online-Kurs gestartet und war weiterhin begeistert. 
Und dann kam der Juni und irgendwie stellte die Frauenärztin auf einmal fest „Ach, Frau S., ihr Sohn liegt ja immer noch „verkehrt“ in ihrem Bauch“… Darüber hatte ich mir keine Gedanken gemacht, schließlich war ich auch eine Beckenendlage. Aber dann wurde mir auf einmal bewusst, dass das bedeuten würde, dass ich leider nicht im Geburtshaus entbinden könnte. Wir haben mit meiner Hebamme alles versucht, aber der kleine Mann blieb an seinem Ort und wollte sich nicht drehen. Damit war dann klar, dass ich meine fest verankerte Traumgeburt nicht realisieren konnte und das hat uns sehr traurig gemacht und mich in ein ganz schönes Loch fallen lassen. Ich wollte auf keinen Fall ins Krankenhaus, das war mein „Horror“.  

Genau zu dieser Zeit habe ich mit deinen Affirmationen angefangen (weiß nicht, warum erst so „spät“), aber es war der perfekte Zeitpunkt für mich – denn „Ich bleibe ruhig und vertraue, egal wie sich die Geburt entwickelt“ war mein persönlicher Game Changer. Nachdem ich das gehört habe, wurde mir klar, dass, egal was ist, es meine Traumgeburt wird, denn ich habe am Ende meinen Sohn in den Armen und das ist das Wichtigste überhaupt. Ich habe mir jeden Tag die Affirmationen angehört und sie gesprochen. Das hat mir sehr viel Kraft und Mut gegeben und mit Hilfe meiner Hebamme konnten wir uns noch in der Havelhöhe anmelden – was zum Schluss unser größtes Glück war.
Sorry, für das lange Ausholen, aber ich wollte dir einfach zeigen, wie sehr du mir und bestimmt auch vielen anderen Frauen schon in der Schwangerschaft hilfst und uns unterstützt.

Kurze Zusammenfassung bis zur Geburt – aus meiner komplett natürlichen Geburt im Geburtshaus wurde dann eine eingeleitete Geburt in der Havelhöhe – da der kleine Mann auch noch „zu spät“ kam und sie bei einer Beckenendlage nicht zu lange warten wollen 😀

Es war ein lustiges Gefühl, dass Haus komplett fit zu verlassen und zu wissen, dass man sich auf den Weg macht und auf jeden Fall zu Dritt die Wohnung wieder betreten wird. Am ersten Tag haben wir noch viel natürlich gemacht mit Akkupressur und Fußbädern – war ein perfekter Wellness-Start für die Geburt, aber alles blieb ruhig. Am nächsten Tag bekam ich dann die Tabletten und das hat dann gewirkt 🙂 Die Wellen haben mich am Anfang schnell überrumpelt. Ich erinnere mich an die erste Stunde, die wir noch im Zimmer waren, und ich habe deine gesprochene Geburtsmeditation gehört. Am Ende dieser Stunde habe ich mir nur gesagt „Ich schaffe das nicht, wie soll ich das machen, ich halte das nicht aus“. Aber dann hatte ich ein kurzes Zwiegespräch mit mir, wo ich mich innerlich angebrüllt habe, ob ich noch ganz knusper bin und dass ich mich gefälligst mal zusammenreißen soll: das ist die Geburt unseres Sohnes und er verlässt sich auf mich. Ich liebe das Wasser und das Meer, da werden mich doch so ein paar Wellen nicht abhalten. Und was soll ich sagen, das war gut so – danach fing meine friedliche Geburt an und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Es war zauberhaft, wahnsinnig intensiv und wunderschön. Dank deiner Podcast Folge „Kann eine glückliche Beziehung einer Geburt im Wege stehen“ haben mein Mann und ich lange über unsere Wünsche und Vorstellungen bei der Geburt gesprochen, was uns sehr sehr gut getan hat. Er war perfekt und hat mich unterstützt, wo ich ihn brauchte (deine Meditation auf meinem Handy ununterbrochen laufen zu lassen zum Beispiel) und mich in Ruhe gelassen, wo ich meinen Raum brauchte. 
Ich musste am Ende der Geburt fast lachen, als die Press-Wehen losgegangen sind – ja du hast absolut Recht, wenn sie starten, weiß man, dass es losgeht und der Körper übernimmt die komplette Führung :D 
Tja, aber was soll ich sagen – „Ich bleibe ruhig und vertraue, egal wie sich die Geburt entwickelt“ …der kleine Po war schon fast komplett draußen, als die Oberärztin meinte, dass es nicht weitergeht und die Herztöne abfallen. Wir haben noch drei andere Positionen versucht, aber nix hat sich getan und damit war der nächste Schritt klar – Kaiserschnitt. 
Danach ging alles ganz schnell und wir durften die Kaiser-Geburt unseres Sohnes mit ansehen. 
Es war das Schönste, was wir jemals erlebt haben und zum Schluss war es genau das – es war unsere Traumgeburt. 
Als wir Havelhöhe verlassen haben, bekamen wir eine Karte von unserer Geburts-Hebamme, in welcher sie sich bedankte, bei unserer Geburt dabei gewesen zu sein, da es wunderschön sei zu erleben, wie eine Frau in sich ruhe und ganz auf sich und ihren Körper vertraue. 
(…)
Ich danke dir von ganzem Herzen für deine Arbeit und dein Sein! Du hilfst Frauen, bei sich anzukommen und ihre ganz persönliche Traumgeburt zu erleben… egal, was das für sie bedeutet.