Geburtsort:

Klinik

T.H., 51cm, 3270g

Geburtsbericht – Plan C

  1. Kind

Vorbereitung mit dem Podcast ab Woche 20 mit dem Kurs ab ca. 32. SSW

„Angefixt“ wurde ich durch den Podcast, auf der Suche nach Geburtsvorbereitungskursen. Schon die ersten Folgen haben mich total abgeholt.

Ich muss dazu sagen, ich bin Tierärztin, und alles was Kristin über die biologischen Hintergründe erzählt, die Sache mit der Kuh, das war alles stimmig und einfach eine runde Sache.

Meditation hatte ich vorher nie versucht, kannte aber das Gefühl der Trance.

Mein Freund fand die ganze Sache eher „seltsam“ und esoterisch. Es gab auch den ein oder anderen handfesten Streit darüber, weil ich mich nicht unterstützt gefühlt habe.

Letztendlich habe ich meinen Frieden damit machen können, dass ich es dann einfach alleine für mich und das Baby mache.

Mein Plan war von Anfang an eine ambulante Geburt, da ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, auch nur eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben.

Meine Nachsorgehebamme war dem Plan gegenüber sehr offen eingestellt (manchmal wird einem sowas ja ausgeredet…). Plan B war die PDA und C ein Kaiserschnitt, aber das war alles „weit weg“.

Bei 39+0 hatte mein Freund die Eingebung, mal die Babyschale ins Auto zu bauen…

An Tag 39+ 1 hatte ich früh ich Bett irgendwie ein nasses Gefühl… Ich bin dann Mittag zum Gyn und da bestätigte sich, dass es Fruchtwasser ist. Außerdem hatte ich schon 2cm Öffnung!

Wir sind dann erstmal ganz entspannt noch ein Eis essen gegangen.

Dann haben wir einen ausgiebigen Waldspaziergang gemacht und haben uns auf die Couch gekuschelt und auf Wehen gewartet…

Das Bedürfnis nach der Meditation hatte ich gar nicht und wollte mich auch nicht dazu „zwingen“.

Gegen 12 Uhr in der Nacht kamen die Wehen alle 2 Minuten und waren schon sehr intensiv, und plötzlich war der Gedanke da – ich möchte jetzt los!

Im Krankenhaus in der Notaufnahme ist mir wie im Film die Fruchtblase so richtig geplatzt… Ich habe alles geflutet.

Im Kreissaal wurde ein CTG geschrieben, was leider schon auffällig war, aber durch Umlagerung von mir etwas besser wurde.

Insgesamt wurde es aber nicht besser und meine Wehen entwickelten sich zu einem Wehensturm, sodass die Entscheidung zur Notsectio fiel.

Als die Entscheidung fiel, war ich absolut fein damit und hatte auch komischerweise keine Angst. Weder vor der OP, noch davor, dass mit dem Baby was passiert… habe mich in Sicherheit gefühlt!

Im Kreißsaal wurde mir noch der Katheter gelegt und dann ging es in den OP.

Mein Freund musste vor der Tür warten, das war für ihn das Schlimmste. Zumal ich im OP selber auch noch sehr, sehr laut war. Trotz Wehenhemmer hatte ich starke Wehen, die schmerzhaft waren.

Zum Glück kam dann schnell die Narkose…

Als ich wieder wach wurde (oder so halb…), war es bereits hell draußen.

Aufgrund der Narkose war ich noch sehr benommen und müde.

Irgendwann hat man mich dann wieder auf die Station gebracht.

Wir hatten ein Familienzimmer und mein Freund hatte den kleinen schon seit 2h auf der Brust, er war natürlich ein bisschen überfordert damit, weil der kleine natürlich schon an die Brust wollte und er sich Sorgen gemacht hat, wo ich bleibe.

Dann durfte ich endlich mein Baby haben, was für ein unrealistisches Gefühl!!

Entlassen wurden wir 3 Tage später.

Ich möchte allen die Angst vor einem Kaiserschnitt nehmen! Das Baby ist gesund, ich bin gesund, wir stillen voll und ich bin wirklich froh, dass uns so schnell geholfen wurde.

Auch ein Notkaiserschnitt kann selbstbestimmt und friedlich sein!

Ich freue mich, eine so schöne Geburt gehabt zu haben!