Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin,

verrückt, so schnell ging ein Jahr vorbei. Für uns war es das intensivste und schönste Jahr unseres Lebens. Unser Sohn kam am 28.06.2020 zur Welt. Wir möchten Dir sehr gerne unsere Geburtsgeschichte noch verspätet 🙂 zur Verfügung stellen und uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Dir bedanken, für Deine wertvolle Arbeit und deine positive und inspirierende Geburtsvorbereitung.

Ich hatte ein so positives und körperliches Geburtserlebnis, trotz Interventionen und Geburtsortwechsel und war immer bei mir und meinem Kind. Vielen Dank für dieses Geschenk.

So, nun beginne ich am Anfang :-). Ich habe mich in meiner Schwangerschaft sehr wohl gefühlt und mich auf die Geburt unseres Kindes gefreut. Ich wurde immer wieder belächelt, wenn ich gesagt habe „ich freue mich auf die Geburt“.
Als ich auf Deinen Podcast gestoßen bin, habe ich mich sofort abgeholt gefühlt und mir gedacht, so möchte ich mich auf die Geburt vorbereiten. Begleitend zu meiner Schwangerschaft hörte ich die Podcastfolgen und Deine Meditationen an. Mir tat es immer gut, mich in der Schwangerschaft von Deinem Postcast inspirieren zu lassen und es hat mich bestärkt, wie ich zu meinem Körper stehe und über Geburt dachte. Das war mein Weg…ich erzählte meinem Mann davon, er fand es sehr interessant und gut, dass ich mich mit dieser Methode vorbereiten wollte. Gewundert hat er sich tatsächlich nicht, er kennt mich und verstand warum ich diesen Weg für mich wählte.

Wir fingen an, zum Einschlafen deine Meditation „zum Einschlafen“ zu hören. Ihm tat es auch sehr gut und es wurde zu einem schönen Ritual für uns als Paar.
Der errechnete Termin unseres Sohnes war der 11.7.2020, ich hatte allerdings schon so ein Bauchgefühl, dass er eher kommt, da mein Bauch sich zu senken begann und ich schon ca. vier Wochen vor dem Geburtstermin Übungswehen hatte. Gestartet habe ich im April mit Deinem Schnupperzugang und mich im Juni für den Onlinekurs entschieden. Als es näher Richtung Geburt ging, hatte ich das Gefühl, deine Methode und die Hypnosen vertiefen zu wollen. Es war recht sportlich 🙂 aber umsetzbar. Ich habe mit den Modulen gestartet und mir vorgenommen, einmal täglich, manchmal auch mehrmals, die Hypnose zur Geburtsvorbereitung und die Atemübung zu üben. In der Nacht konnte ich schon länger nicht mehr so gut schlafen, jetzt hatte ich einen schönen Zeitvertreib in der Nacht :-). Mein Mann hat sich das erste Modul mit angesehen, um die Hintergründe und Grundlagen zu verstehen, das war ihm selbst wichtig.
Nach dem Partnerteil haben wir die Ankersetzung geübt. Für uns hat es sich super vor dem Schlafen angeboten. Wir haben drei Anker geübt, das Streicheln am Arm, unser Wort und den Satz „Loslassen“, „unser Baby kommt“ und einen Duft. Ich hatte das Gefühl, es klappt richtig gut. Mir hat es persönlich noch mehr ein Gefühl von Selbstvertrauen und Sicherheit gegeben. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt gedacht, es ist für mich die schönste Vorbereitung auf die Geburt und es wird eine Reise und eine Überraschung. Zwei Wochen vor dem errechneten Termin hatte ich einen Blasenriss und am nächsten Morgen wurde ich von meiner Frauenärztin untersucht. Sie teilte mir mit, dass ich ins Geburtshaus gehen kann, allerdings müssten innerhalb von 24 Stunden die Wehen starten. Ich hatte ein gutes Gefühl und nach kurzer Nervosität habe ich versucht, mich zu entspannen und meine Gedanken nach Innen zu lenken. An diesem Tag wurde ich im Geburtshaus untersucht und geburtsfördernde Maßnahmen getroffen (Fussbad/Massage/ Akupunktur). An diesem Wochenende hatte auch unsere Wunschhebamme Dienst (Sie hatte extra getauscht, da Sie eine Bekannte aus der Kindheit meines Mannes ist, und schon bei der Untersuchung in der vergangen Woche gesagt hat, dass unser Baby um den Geburtstag meines Mannes kommt)…ich dachte mir, das soll alles so sein. Uns allen war klar, wir hören uns in der Nacht oder am nächsten Morgen.

In der Nacht habe ich schon gespürt, dass die Wehen nicht stärker wurden und habe mich nach einem Heulanfall vom Geburtshaus verabschiedet. Ich weiß noch, dass ich eine Hypnose gemacht habe, ich kann aber leider nicht mehr genau sagen, welche es war. Sie hat mir auf jeden Fall geholfen, mich zu sammeln und dann Richtung Krankenhaus zu öffnen. Meinen Mann habe ich noch schlafen lassen, schließlich war ja am nächsten Tag sein Geburtstag 🙂 und ich hatte das Gefühl, dass es noch nicht losgeht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Wunsch, noch länger Zuhause zu bleiben und mich einzukuscheln. Am Morgen sind wir nicht wie geplant in das Geburtshaus gefahren. Nach kurzer Abstimmung mit der Geburtshaus-Hebamme ging es in das Krankenhaus unserer Wahl nach Bamberg.

Wir hatten noch die Hoffnung, dass ich nur einen Blasenriss habe und ich evtl. wieder nach Hause darf, da ich den kompletten Tag und in der Nacht kein Fruchtwasser verloren habe.
Nach der Untersuchung im Krankenhaus stand fest, dass aufgrund der Infektionsgefahr (Richtlinie in Deutschland) ich nicht mehr nach Hause darf. Nach einem Gespräch mit meinem Mann und unserer Geburtshaus-Hebamme, veränderte sich meine Einstellung.

Für mich war klar, ich bekomme unser Baby hier und es ist gut so wie es ist. Nach ein paar Stunden und Untersuchungen bekam ich einen Wehencockail, die CTGs habe ich zu diesem Zeitpunkt schon leise stellen lassen und mir noch einige Podcasts angehört. Dann durfte ich aufs Zimmer. Als mein Mann da war, wurde ich ganz ruhig. Ich glaube, im Unterbewusstsein wusste ich jetzt, er ist da und unser Bub kann kommen. Ab jetzt begann ich mit der Atmung und der langen Hypnose für die Geburt, Sie lief ab jetzt in Dauerschleife. Durch die Entspannung und Atmung hatte ich ca. eine Stunde nach dem Cocktail einen richtigen Blasensprung und es begannen die Geburts-Wellen. Ich war ganz bei mir und konnte gut in die Hypnose finden. Unsere gemeinsame Reise begann. Wir kamen in den Geburtsraum mit Badewanne, das hat mich so gefreut. Bei der Anmeldung im Krankenhaus konnte ich meine Wünsche angeben und die Badewanne stand ganz oben 🙂 auf der Wunschliste.
Ich versuchte verschiedene Positionen und bin schließlich in die Wanne. Leider musste ich bald wieder aus der Wanne raus, da ich durch die Hypnose wohl zu sehr entspannte und mein Ruhepuls zu niedrig war. Mein Ruhepuls war über die Geburt konstant niedrig, ich wurde auch gefragt ob ich Ausdauersport mache :-)? Ich hatte immer das Gefühl, dass es unserem Kind gut geht. Die Geburt hat ca. 15 Stunden gedauert. In dieser Zeit hatten wir verschiedene Hebammen, wobei die meiste Zeit eine Hebammen-Schülerin bei uns war, die sich ganz ruhig verhalten hat und immer einen Blick auf uns hatte. Ansonsten waren wir ganz für uns. Ab und zu kam eine weitere Hebamme, um nachzusehen oder mich zu untersuchen. Zwei Hebammen haben total positiv auf die Methode reagiert und meinen Mann danach gefragt, von einer der beiden Hebammen wurde ich am nächsten Tag besucht und dazu befragt. Die Hebammen haben von Anfang an gemerkt, dass ich in Hypnose bin und haben sich mit meinem Mann abgesprochen. Er hat mich auch immer ein bisschen abgeschirmt und den Kontakt direkt zu den Hebammen gesucht. Wenn sie mich etwas fragen mussten, wurde mein Mann sofort aktiv, um mich mit den Ankern dabei zu unterstützen, in die Hypnose zurückzukommen. Meine Gedanken waren immer bei unserem Baby und die Visualisierung hat mir auch total geholfen, mich zu öffnen und loszulassen. Ich kann mich noch erinnern, wie eine Hebamme ganz begeistert gesagt hat, „Sie atmen ihren Muttermund auf, super“. Das hat mir gut getan. Nach ein paar Stunden wurde mir ein Schmerztropf angeboten, den ich angenommen habe. Allerdings habe ich ihn nach kurzer Zeit wieder abstellen lassen, da ich das Gefühl hatte, dass er mich zu müde macht und ich dadurch einschlafen werde. Nach ca. 13 Stunden kam meine betreuende Wochenbett-Hebamme (Sie arbeitet als Hebamme im Klinikum Bamberg). Sie ist in dieser Nacht eingesprungen. Als ich wusste, dass sie da ist, gab mir das noch einmal einen richtigen positiven Schub. Ich wurde gefragt, ob ich eine PDA möchte und nach kurzer Absprache mit meiner Wochenbett-Hebamme habe ich mich dazu entschieden. Durch die PDA hatte ich das Gefühl, erstmal sehr gedämpft in meiner Empfindung zu sein. Ich bekam einen Klickschalter und konnte die PDA selbst dosieren. Für ca. eine Stunde bin ich immer wieder weggenickt (mein Mann auch). Dies hatte jedoch den Nachteil, dass meine Wellen zurückgingen. Die Wellen wurden durch einen Wehentropf wieder angestoßen. Das war für mich der einzige Moment, in dem ich dachte „Nein, das wollte ich eigentlich nicht.“. Meine Wellen fühlten sich durch die PDA und den Wehentropf erstmal unnatürlicher an und ich hatte auch das Gefühl, die PDA nicht mehr zu spüren. Dann überkam mich so ein unbeschreibliches körperliches Gefühl, als unser Bub sich in mein Becken gesenkt hat, und die Presswehen losgingen. Mein Mann hat mir danach erzählt, dass ich so ruhig und konzentriert war. Ich weiß noch, wie ich gesagt habe, „unser Kind kommt, ich spüre es“ und dann ging es schon los. Mir hat es sehr geholfen, dass die Hebamme die Atmung angesagt hat. Ab diesem Zeitpunkt habe ich die Kopfhörer weggelegt und mich ganz auf die Atmung und Wellen eingelassen. Ich konnte sein Köpfchen anfassen, das war so unbeschreiblich und dann war er da. Dieses Gefühl…unbeschreiblich. Wir waren wie in einer Blase.

Mein Sohn wurde kurz von der Hebamme untersucht und mir dann auf die Brust gelegt. Wir konnten lange in dem Geburtszimmer bleiben und ich hab gar nicht wahrgenommen, was um uns passiert ist. Nach einem Tag im Krankenhaus haben wir uns entlassen, aufgrund der PDA musste ich eine Nacht zur Kontrolle bleiben.
Wir hatten für Zuhause alles vorbereitet. Am ersten Tag kam unsere Geburtshaus- Hebamme und für die Wochenbett-Betreuung unsere Wochenbett-Hebamme. Es war so schön, dass sie unser Baby mit auf die Welt gebracht hat, dadurch hatten wir eine noch stärkere Verbindung zueinander. In der ersten Woche kam unser Kinderarzt zur U2 Untersuchung. Zuhause war es so friedlich, und das Ankommen, was wir uns gewünscht hatten. Durch Corona kamen im Krankenhaus ganz neue Ängste dazu, die wir Zuhause nicht hatten. Wir konnten ankommen und es so gestalten, wie es für uns als Familie gut war. (Dein Podcast zum Wochenbett hat uns super unterstützt).

Die Worte meines Mannes zur Geburt: „Durch die Hypnose meiner Frau war ich etwas außen vor, hatte für mich jedoch das Gefühl, dass sie sich wohl fühlte und gut aufgehoben war. Durch die Hypnose hatte ich auch den Eindruck, dass meine Frau nicht leidet oder Schmerzen hat, was mir ein Gefühl der Sicherheit gab. Es war für mich hilfreich zu wissen, was ich gezielt tun kann, um ihr zu helfen. Ohne die Vorbereitung, hätte ich mir mehr Gedanken gemacht, wie ich sie ablenke oder beschäftigen kann und durch die Vorbereitung wusste ich ungefähr, was auf uns zukommt und doch überwältigt es einen dann komplett“.

Deine Geburtsvorbereitung ist für mich persönlich die positivste und schönste Art, sich auf die Geburt seines Kindes und das Mamawerden vorzubereiten. Viel mehr noch, mir hat es für mein Muttersein so viel mitgegeben und Deine Arbeit hat mich sehr inspiriert und gestärkt. Wir haben alles in uns. Ich bin so begeistert von Deinem Kurs und Dir, dass ich deinen Kurs und deine Methode weiterempfehle und in die Welt trage. Zwei Freundinnen bereiten sich aktuell mit Deinem Kurs vor und ich merke, wie sich jetzt schon die Einstellung zur Geburt positiv verändert. Das ist so schön mitzuerleben. Einer Freundin habe ich damals bei unserem Babybesuch davon erzählt, und sie hat gesagt, dass sie bei ihren beiden Kindern so gerne von deinem Kurs gewusst hätte. Sie war so begeistert, dass sie gesagt hat, dass sie am liebsten noch ein drittes Kind bekommen möchte, nur um sich mit deinem Kurs vorbereiten zu können.

Ergänzend zum Onlinekurs haben mir die Podcastfolgen zu den Themen Stillen und zum Wochenbett für die Zeit nach der Geburt sehr geholfen. Die Hypnosen für die Synchronisation mit dem Schlaf seines Babys hat bei uns sehr gut geklappt. Die Informationen und Inhalte deiner Podcasts haben mir die Sicherheit gegeben, mich in manchen Situationen im Krankenhaus auch nicht verunsichern zu lassen und ich konnte auch in bestimmten Situationen besser reagieren. Ich fand es auch total schön, dass mein Mann sich intensiv mit dem Thema „Windelfrei“ und Stoffwindeln beschäftigt hat. Er hat sich richtig in das Thema hinein gefuchst, so dass wir uns dann dafür entschieden haben, Stoffwindeln zu verwenden.

Unser Baby hat immer sehr lange an meiner Brust getrunken und genuckelt und ich fühlte mich gerade in den ersten Wochen wie in einer Blase. Das Stillen empfand ich als sehr meditativ und so hab ich es mir zum Ritual gemacht, beim morgendlichen Stillen mit Deiner Morgenroutine zu starten. Nach einem Jahr klappt es nicht mehr jeden morgen, da sich unser Tag anders gestaltet. Manchmal mache ich eine Meditation am Abend vor dem Einschlafen oder wenn ich mich mit Leo zum Schlafen hinlege. Die Meditationen gehören für mich zu unserem Leben dazu, ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen.

Die Geburt unseres Sohnes hat mich verändert. Unser Bub, mein Mann und Deine Arbeit haben mich ermutigt, auch beruflich meinem Herzenswunsch nachzugehen.
Ich habe inzwischen eine Ausbildung zum Schlafcoach für Babies und Kleinkinder gemacht und begleite Familien mit Babies und Kleinkindern dabei, ihren persönlichen Weg zu einem entspannten und natürlichen Schlaf zu finden, ganz nach ihren Bedürfnissen und denen ihres Kindes. Durch mein Coaching und meine Präventionskurse möchte ich etwas zurückgeben und dazu beitragen, dass Mamas und Eltern ein positives Gefühl zum Thema Babyschlaf entwickeln. Deine Meditationen und Hypnosen haben mir persönlich sehr geholfen. In meinen Präventionskursen empfehle ich den werdenden Mamas bzw. Eltern deine Methode und die Meditationen aus dem Podcast. Sie können dann für sich entscheiden, ob sie diese Möglichkeit der Geburtsvorbereitung wahrnehmen möchten.

Die Geburt unseres Sohnes war für meinen Mann und mich das größte Abendteuer und das schönste Erlebnis. Ich bin so dankbar dafür, und freue mich jetzt schon auf die Geburt unseres zweiten Kindes und nehme mir vor, dann eher mit Deinem Kurs zu starten 🙂

Herzlichst
Melanie & Andreas & Leo Popp