Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin,

(…) Deine Methode hat mir schon vor der Geburt sehr gut getan. Die Hypnosen haben mir die Angst vor einer zweiten „traumatischen“ Geburt genommen, und auch deine Podcasts haben viele wichtige Aspekte für mich abgedeckt. Besonders die Folge zum 2. Geschwisterkind ist mir in Erinnerung geblieben und hat mich etwas auf die neue Situation vorbereitet.

Kurz möchte ich dir von der Geburt berichten: Es wurde mittags mit Tabletten eingeleitet und über den Nachmittag wurden die Wellen langsam stärker. Ich bin viel im Krankenhausgarten spaziert (mit Kopfhörern) und habe die Blüte und das schöne Wetter genossen und die Hypnosen gehört, später auch Wellen an meinem Kraftort genommen. Über Nacht wurden die Wellen dann sehr stark und ich konnte sie mit deiner Methode auch gut meistern. Ich habe tatsächlich genau den gleichen Schmerz empfunden, wie bei der Geburt meines älteren Sohnes, aber ich hatte das mentale Werkzeug an der Hand um damit umzugehen, die Wellen zu nutzen, nicht davor wegzulaufen und habe so die ganze Nacht an meinem Kraftort verbracht. Leider musste alle 3 Stunden CTG geschrieben werden und ich habe immer gebettelt, dass ich mich dazu nicht hinlegen muss, aber selten Erfolg gehabt (….)

Es wurde dann Morgen und ich war zwar müde, aber tatsächlich ganz zufrieden wie die Nacht verlaufen war, bis dann das CTG wieder auffällig war und sich laut Schwestern bei mir „noch nichts getan hatte“ und ich in den Kreißsaal verlegt wurde und an den Wehentropf sollte. In dem Moment war ich dann sehr hoffnungslos, weil gefühlt so viel passiert war über Nacht. Im Kreissaal bestand die Hebamme auch darauf, dass nun durchgehend CTG geschrieben werden müsse und ich dazu liegen müsse. Diese Hebamme war freundlich aber auch sehr bestimmt und hat mir in dem Moment mit Aussagen wie „Sie haben noch gar nichts geschafft, sie haben noch viele Stunden vor sich“ den letzten Mut genommen. Wenn ich da gewusst hätte, dass es nur noch eine halbe Stunde dauert, bis mein Sohn auf der Welt ist!!! (…)

Dann war aber der Muttermund schon offen, und dann gingen auch schon die Presswehen los. Durch die hat die Hebamme mich dann auch sehr schön angeleitet und ich bin ohne Verletzungen und mit einem gesunden Baby aus der Geburt gekommen. Dafür bin ich natürlich sehr dankbar und ich hätte das mit der Einleitung immer wieder so gemacht.

Im Nachhinein ist es eigentlich ganz gut verlaufen: Die Einleitung hat langsam, aber gut gewirkt, mit deiner Methode habe ich den Großteil der Geburtsarbeit in der Nacht für mich schön verbracht. Wenn ich gewusst hätte, was kommt, wäre mir die halbe Stunde Liegen vor den Presswehen auch nicht so lebensbedrohlich erschienen.

Ich möchte mich einfach herzlich bei dir bedanken, ich finde das was du machst so wichtig und werde allen schwangeren Freundinnen von dir berichten.

Nun erstmal herzliche Grüße,

Mareike