Geburtsort:

Klinik

Geburtsbericht von Miriam

Gerade liegt mein nun 3 Monate alter Sohn T. friedlich neben mir und schlummert, während ich endlich mit großer Dankbarkeit und einem warmen Gefühl ums Herz meinen Geburtsbericht für Kristin und euch liebe Kursteilnehmerinnen schreibe.

Ich möchte allen werdenden Mamis und allen, die es schon sind mitgeben, dass man trotz Komplikationen und Hindernissen ein positives Geburtserlebnis haben kann, dank Kristins 3 Säulen in der Methode „die friedliche Geburt“.

Ein wichtiger Hinweis zum Geburtsbericht: meine Geburt war für mich ein einzigartiges Erlebnis, ging aber eben mit Komplikationen einher, von denen ich im Geburtsbericht auch berichte. Daher bitte ich nur die Mamis diesen Bericht zu lesen, die hierdurch nicht verängstigt werden.

Ohne Unterstützung der Familie und in Zeiten von Corona, in der die Geburtsvorbereitungskurse von Hebammen deutlich eingeschränkt wurden, habe ich mich für Kristins Online Kurs entschieden. Dank Kristin habe ich mich als Schwangere trotz vielen einsamen Stunden nie allein und stets begleitet gefühlt. Meine Schwangerschaft verlief komplett komplikationslos und alles sah danach aus, als würde auch die Geburt problemlos verlaufen.

Aufgrund einer erblichen Vorerkrankung in meiner Familie wurde uns jedoch dann 5 Wochen vor ET zur Geburtseinleitung geraten. Das verunsicherte mich sehr. Warum das Baby schon zur Welt bringen, wenn es doch vielleicht gesund ist und noch in Ruhe im Bauch wachsen könnte?

Aufgrund meiner Vorgeschichte und, um auf Nummer Sicher für Baby T. zu gehen, entschieden wir uns dann aber für die Geburtseinleitung 2 Wochen vor ET. Ich wusste, dass ich auch für diese Situation mit Kristins Kurs gut vorbereitet war.

Zuerst bekam ich einen Katheter unter die Gebärmutter eingelegt, der die Reifung des Muttermundes unterstützen sollte und durfte für 24h noch einmal nach Hause gehen. Am nächsten Tag sollte ich zur medikamentösen Einleitung in die Klinik kommen.

Schon nach ca. 6 Stunden setzten jedoch die Wellen ein, welche innerhalb von 2h regelmäßig alle 3-5 Minuten kamen. Wir riefen im Krankenhaus an und es wurde uns geraten, in die Klinik zu kommen. Dort angekommen bestätigte sich die regelmäßige Wehentätigkeit im CTG und nun hieß es warten, bis sich auch der Muttermund öffnete.

Ich hörte Kristins lange Geburtsmeditation und fühlte mich sicher und der Situation gewachsen.

Auch nach 12h tat sich jedoch gar nichts, maximal 2cm betrug die Muttermundöffnung. Die Hebammen unterstützten den Geburtsfortschritt mit allen ihnen zur Verfügung stehenden pflanzlichen und natürlichen Methoden. Von Einlauf, über Muttermundmassage, hin zu Nelkenöltampon und Globuli sowie Baden mit Ölen zur Entspannung ….nichts half.

Nun wurde der nächste Schritt eingeleitet und ich erhielt Misoprostol, ein Medikament zur Geburtseinleitung, das man eigentlich wiederholt einnehmen muss. Schon nach einer Tablette verstärkten sich die eh schon regelmäßig kommenden Wellen so sehr, dass ich kaum noch eine Pause hatte. Nun wurde es anstrengend.

Trotzdem konnte ich Kristins 3 Säulen weiterhin gut anwenden, ich atmete tief, visualisierte meinen sicheren Ort (auch wenn ein Runterzählen nicht mehr so funktionierte, wie ich es geübt hatte) und versuchte mich zu entspannen, so gut ich konnte.

Da ich mich durch meine Vorbereitung mit Kristins Online-Kurs sicher fühlte, verlangte ich erst sehr spät nach einer PDA, als ich kaum noch Kraft hatte und der Muttermund immer noch nicht weiter gereift/geöffnet war. Leider bekam ich diese erst 3h später.

Da sich das Medikament Misoprostol hinsichtlich der Wehentätigkeit kaum steuern lässt, entschieden wir uns nun für einen Wehentropf mit Oxytocin. Jedoch reagierte Baby T.s Herz sofort sehr stark darauf und es stürzten 3 Ärzte und 3 Schwestern ins Zimmer, um sofort zu überprüfen, ob es Baby Theo noch gut geht.

Da ich so fokussiert war, mich in den kurzen Wellenpausen, so gut es geht, zu entspannen, bekam ich das nur am Rande mit.

Am Ende rieten die Ärzte aufgrund mangelnden Geburtsfortschritts zu einem Kaiserschnitt. Leider verlief auch dieser mit Komplikationen, aber Baby T. kam gesund zur Welt und auch ich war nach der Operation in der Lage, meinen kleinen Sohn zu begrüßen.

An Tag 2 nach Entbindung/Kaiserschnitt mussten wir schon 3 Stunden zu einer Kontrolluntersuchung ins Kinderkrankenhaus fahren, das war äußerst beschwerlich und für uns beide sehr anstrengend. Doch am Ende wurde alles gut.

Baby T. war ganz gesund und weitere Untersuchungen nicht notwendig.

Dank Kristin fühlte ich mich trotz frustraner Geburtseinleitung und Kaiserschnitt mit Gebärmutterriss zu aller Zeit kompetent, vorbereitet und sicher.

Auch wenn also eine Situation eintritt, wie du sie nun gar nicht geplant hast, kann deine Geburt ein schönes Erlebnis werden.

Heute blicke ich dankbar auf dieses existenziellste Ereignis meines Lebens zurück – voller Dankbarkeit, so gut vorbereitet worden zu sein – körperlich, mental und vor allem nachhaltig, sodass ich meine Geburt als anstrengende, aber unheimlich wertvolle Erfahrung in Erinnerung habe.

Ich danke dir von Herzen liebe Kristin für deine tolle Arbeit und deine großartige Unterstützung!

Deine Miriam