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Klinik

Unser Lockdown-Baby

Geburtsbericht: Th. 17.11.2020

Vor etwa einem Jahr, kurz bevor ich schwanger wurde mit unserem ersten Sohn, wurde ich auf Kristins Podcast aufmerksam und begann, mich in ihre Methode zu vertiefen. Da ich schon länger regelmäßig meditiere, fand ich gleich großen Gefallen an Kristins Hypnosen.

Im März wurde ich schwanger, zeitgleich mit dem ersten Lockdown bei uns in Österreich. Ich bin Pädagogin und ab da an waren wir im Distance Learning.

Mein Partner, der beruflich viel in Berlin ist, sozusagen unsere zweite Heimat, war nun aber auch zu Hause in Österreich. Wir konnten von Beginn an gemeinsam ganz entspannt meine Schwangerschaft genießen. Ich begann mit dem Online-Kurs schon in der 13. Woche und machte regelmäßig die Schwangerschaftsmeditation und die Geburtsvorbereitungshypnose kurz und lang. Die Atemtechnik fiel mir zu Beginn nicht so leicht, sie fühlte sich etwas unangenehm an, was aber mit der Zeit immer besser wurde.

Mir ging es während der Schwangerschaft wirklich blendend. Bis auf die ersten Wochen, wo mir etwas übel war, hatte ich einfach eine wunderbar entspannte Zeit, in der ich mich super gut vorbereitet fühlte. Ich hatte nie Angst vor der Geburt, ich fühlte sogar eine richtige Vorfreude auf dieses besondere Erlebnis. Je näher der ET rückte, umso größer wurde dieses Gefühl, ich konnte es schon gar nicht mehr erwarten. Auch mein Partner vertiefte sich mit mir in die Methode der Friedlichen Geburt. Wir visualisierten gemeinsam unsere Traumgeburt und er setzte mir die Anker.

Es kam dann wirklich fast genauso, wie ich es mir manifestierte: Es begann an einem Sonntag, 2 Wochen vorm ET. Wir schauten noch gemeinsam einen Liebesfilm (zwecks Oxytocin) und legten uns dann schlafen. Ich wachte kurz darauf auf, es war etwa 2 Uhr Morgens und ich fühlte einen leichten Druck im Unterleib. Irgendwie wusste ich insgeheim schon, dass es nun los ging. Ich legte mir mein Handy neben mich und trackte im Halbschlaf die potentiellen Wellen. Nach einiger Zeit blickte ich auf die App und bemerkte, dass die Wellen etwa alle 7 bis 9 Minuten kamen.

Gegen 4 Uhr weckte ich meinen Partner und ich legte mich in die Badewanne, um zu sehen, ob die Wellen mehr wurden oder ob es Übungswellen waren.

Die Wellen wurden mehr und nun waren wir beide sicher, dass wir sehr bald unseren Schatz in den Händen halten durften. Wir legten uns wieder hin und ich machte nochmal die Hypnose „Traumgeburt“.

Wir hatten mit unserer Hebamme besprochen, erst relativ spät ins Krankenhaus (was nur 10 Min. entfernt war) zu fahren, da wegen Corona die Partner sonst wieder heim geschickt werden.

Die Wellen wurden am nächsten Tag intensiver und ich verbrachte die meiste Zeit mit meinen Hypnosen ganz bequem auf der Couch. Es war eine so entspannte und wohlige Atmosphäre zu Hause. Mein Partner umsorgte mich, brachte mir nochmal ein Lieblingsessen und am Abend gegen 20 Uhr waren nun die Abstände zwischen den Wellen nur noch 3-4 Minuten. Ich konnte so gut in Hypnose bleiben, tauchte immer wieder etwas auf und sank wieder an meinen Kraftort.

Wir packten uns nun zusammen und fuhren ins Krankenhaus. Dort hatten wir eine ganz tolle Hebamme. Ich erklärte ihr kurz, dass wir uns mit einer Entspannungsmethode vorbereitet hatten und gerne viel Ruhe hätten. Wir machten uns aus, dass sie nur einmal pro Stunde rein kam oder natürlich, wenn wir sie brauchten. Der Arzt tastete noch den Muttermund, der zu Beginn 1-2 cm offen war.

Die Atmosphäre war sehr gut, wir konnten das Licht dimmen, ich hatte meine Kopfhörer mit der Geburtshypnose drinnen und fühlte einen Druck im Unterleib, mit dem ich aber dank der Atmung sehr gut umgehen konnte. Nach etwa 6 Stunden wurde mein Muttermund wieder getastet und er war nun schon 8 cm offen. Doch leider waren meine Wellen anscheinend nicht stark genug, damit sich die letzten zwei cm noch öffneten und mir wurde dann gegen 6 Uhr morgens ein Wehentropf angehängt.

Ab diesem Zeitpunkt konnte ich leider nicht mehr in die Hypnose finden, da mich die Wellen überrollten. Es ging dann alles so schnell. Mein Fruchtblase platze und ich spürte plötzlich den Drang zu pressen.

Ich empfand natürlich einen großen Druck, doch es war auch ein wunderbares Gefühl, so ein intensives Erlebnis. Mein Partner unterstützte mich mit dem Duftanker, der ganz wunderbar zwischen den Wellen funktionierte. Nach einigen Presswehen war auch schon der Kopf da und dann ging alles ganz schnell – noch zwei Presswellen und unser Wunder Th. war auch schon da.

Unsere Hebamme und die Ärztin fragten mich danach nochmal, wie genau wir uns vorbereitet hatten, da alles so ruhig, entspannt und selbstbestimmt ablief. Sie waren ganz positiv überrascht und erstaunt, sie meinten, sie hätten noch selten solch positive Stimmung und Atmosphäre bei einer Geburt.

Es war das intensivste und schönste Erlebnis gemeinsam mit meinem Partner, das wir bis jetzt erleben durften. Dank Kristins Methode hatte ich einen wundervolle Schwangerschaft und meine Traumgeburt.

Es liegt so viel an den eigenen Gedanken und der positiven Einstellung. Unser kleiner Schatz Th. ist ein so entspanntes und zufriedenes Baby und ich bin mir ganz sicher, dass das auf jeden Fall mit der positiven Vorbereitung in der Schwangerschaft und der wundervollen Geburt zu tun hat.

Dankeschön