Erfahrungsbericht
von Amelie

Mein Erfahrungsbericht – Die Geburt unseres Sohnes

Mit der friedlichen Geburt zu innerer Ruhe und Vertrauen

Liebe Kristin, von Herzen danke ich dir für deine wunderbare Arbeit, die mich so kraftvoll auf meine erste Geburt vorbereitet hat. Die Inhalte, deine Stimme, deine ruhige Art – all das hat mir in den entscheidenden Momenten so viel Sicherheit und Vertrauen gegeben. Ich möchte heute sehr gerne meine Geburtsgeschichte mit dir und der Community teilen – als Zeichen meiner Dankbarkeit und vielleicht auch als Ermutigung für andere Frauen, die sich ebenfalls bewusst und mental gestärkt auf ihre Geburt vorbereiten möchten.

Die Geburt unseres Sohnes war meine erste – und ich hätte sie mir nicht friedlicher, kraftvoller und bewusster wünschen können. Ich war fünf Tage über dem errechneten Termin, als am Abend endlich die ersten Anzeichen spürbar wurden. Auf Empfehlung meiner Hebamme nahm ich zur Entspannung ein warmes Bad mit Uterustonikum-Öl.

Noch in der Wanne bemerkte ich die beginnenden Wellen – sie fühlten sich direkt anders an als vorher. Ich nahm eine Buscopan, um den Muttermund zu unterstützen und um zu schauen, ob die Wellen bleiben. Sie blieben – und stärker werdend war klar: Es geht los.

Gegen 23:45 Uhr abends begannen die Wellen regelmäßig zu kommen. Ich blieb zu Hause, gemeinsam mit meinem Mann – ruhig atmend, zwischen den Wellen entspannend, eng aneinander gekuschelt im Bett. Diese ersten Stunden waren für mich schon sehr besonders. Ich war in meiner eigenen Welt, voller Ruhe und Vertrauen – unterstützt von dem, was ich durch „Die friedliche Geburt“ gelernt hatte.

Gegen 5 Uhr morgens rief mein Mann im Kreißsaal an. Ich bin noch duschen gegangen, dann fuhren wir los. Um 7 Uhr kamen wir im Krankenhaus an. Beim ersten Check war der Muttermund bei 2 cm, die Hebamme meinte, es könne durchaus noch bis zum Nachmittag dauern und fragte uns, ob wir nochmal nach Hause fahren möchten. Ich spürte jedoch ganz klar: Ich möchte lieber bleiben.

Mein Mann ging das Auto umparken, ich blieb allein im Kreißsaal – und plötzlich wurden die Wellen spürbar intensiver. Die Hebamme schlug vor, noch einmal auf die Toilette zu gehen, bevor es in die Wanne ging. Dort bemerkte ich etwas Blut und wurde kurz verunsichert. Eine erneute Untersuchung zeigte: Der Muttermund war nun bereits bei 9 cm. Ich durfte dann in die Wanne – und das warme Wasser war einfach wohltuend. Ich kam noch tiefer in meine Entspannung, hörte meine Hypnosen, konzentrierte mich auf meine Atmung. Die Wärme hat mir so gut getan.

Zwischendurch musste ich sogar meinen Mann beruhigen, weil er nicht glauben konnte, wie ruhig und gefasst ich war. Er hatte Sorge, ich würde etwas unterdrücken – dabei ging es mir wirklich gut. Ich war ganz bei mir, im Vertrauen, im Flow. Man konnte sogar schon das Köpfchen und die Haare unseres Sohnes sehen – ein unglaublich intensiver, emotionaler Moment. Alles fühlte sich so nah an.

Doch dann kam es zu einer Drehung des Köpfchens, die sich nicht ganz richtig einstellte, und die Geburt verzögerte sich. Wir wechselten zurück in den Kreißsaal. Ich hörte weiter meine Hypnosen, schloss die Augen, atmete – und sprach innerlich mit meinem Baby: „Wir schaffen das zusammen. Ich bin bei dir.“ In der letzten Phase wurde medizinisch unterstützt – mit Kristeller-Handgriff, Saugglocke und Dammschnitt.

Trotzdem fühlte ich mich nicht überrollt oder ausgeliefert. Ich war ruhig, wachsam, klar – und tief verbunden mit meinem Körper und meinem Baby. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Schmerzen und benötigte keinerlei Schmerzmittel – abgesehen von der Buscopan am Anfang. Die Hebamme war sichtbar beeindruckt von meiner Ruhe, und ich war einfach nur stolz – auf mich, auf meinen Körper, auf unsere gemeinsame Leistung.

Um 12:14 Uhr wurde unser Sohn geboren – 57 cm groß und 4160 g schwer. Ein Moment, der sich für immer in mein Herz gebrannt hat – voller Liebe, Erleichterung und Staunen. Trotz der Herausforderungen war es für mich eine wirklich friedliche Geburt. Ich bin überzeugt, dass die mentale Vorbereitung einen riesigen Unterschied gemacht hat – ich war nicht nur körperlich, sondern auch seelisch bereit.

Ich wünsche jeder werdenden Mama, dass sie ihre Geburt mit so viel Vertrauen, innerer Ruhe und Kraft erleben darf – egal, wie der Weg am Ende aussieht. Inzwischen stehe ich kurz vor meiner zweiten Geburt – voller Vorfreude, innerer Ruhe und Dankbarkeit. Ich bin gespannt, welchen Weg dieses kleine Wunder wählt – und was ich danach vielleicht wieder berichten darf.

Mit großem Dank und liebevollen Grüßen

Deine Amelie

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