Geburtsvorbereitung - körperlich und mental

Eine gute Geburtsvorbereitung hilft dir, die Abläufe in deinem Körper zu verstehen und Vertrauen in dich und deinen Körper zu entwickeln. Hier erklären wir dir, welche Formen der Geburtsvorbereitung es gibt und wie du deinen eigenen, ganz persönlichen Weg finden kannst.

Was Geburtsvorbereitung so wichtig für dich macht

Idealerweise wird dir in der Geburtsvorbereitung von Hebammen ein Grundwissen über den Ablauf der Geburt, über Gebärpositionen, Atmung und den Umgang mit Wehen vermittelt. Dazu kommen Körperübungen und Atemtechniken die dir in der Geburtssituation helfen. Idealerweise weißt du danach, was auf dich zukommt und kannst ein Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit aufbauen. Auch die Babypflege gehört dazu.

In den letzten Jahren hat sich neben der klassischen, medizinisch orientierten Geburtsvorbereitung auch die mentale Geburtsvorbereitung etabliert. Sie stellt ergänzend zur physischen Vorbereitung die psychische Gesundheit in den Mittelpunkt und hat die Verbesserung des subjektiven Geburtserlebens und Trauma-Prävention zum Ziel.

Geburtsvorbereitungs-Methoden

Körperliche und mentale Vorbereitung greifen bei der Geburt ineinander. Während physische Übungen, Atemtechniken und Wissen über den Geburtsverlauf den Körper unterstützen, können mentale Methoden dabei zu helfen, das Schmerzerleben zu verbessern, Angst zu reduzieren und das Geburtserleben zu verbessern. Beide Seiten ergänzen sich und helfen dabei, den individuellen Geburtsprozess positiv zu beeinflussen.

Körperliche Geburtsvorbereitung

Die körperliche Geburtsvorbereitung findet zumeist im Rahmen von Hebammen-geleiteten Geburtsvorbereitungskursen statt. Im Mittelpunkt:

  • Körperliche Vorbereitung auf die Geburt:
    Informationen zu den Geburtsphasen, Wehen, Geburtspositionen und Atemtechniken.

  • Atem- und Entspannungsübungen:
    Einfache Atemtechniken zur Unterstützung während der Wehen und Entspannung der Muskulatur.

  • Informationen zu medizinischen Abläufen:
    Aufklärung über Schmerzmittel, PDA, Kaiserschnitt und mögliche Interventionen.

  • Vorbereitung auf die Zeit nach der Geburt:
    Stillen, Wochenbett, Rückbildung und erste Versorgung des Neugeborenen.

  • Raum für Austausch:
    Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit anderen Schwangeren auszutauschen.

  • Partner- oder Paarstunden:
    Gemeinsame Übungen und Gespräche über die Rolle des Partners/der Partnerin bei der Geburt.

Mentale Geburtsvorbereitung

Mentale Geburtsvorbereitung (manchmal auch unter dem Label "Hypnobirthing" ergänzt die klassischen Geburtsvorbereitungskurse und zielt präventiv auf eine Verbesserung des individuellen Geburtserlebens ab.

  • Umgang mit Ängsten und Stress:
    Strategien und Techniken, um Ängste zu lösen und mit herausfordernden Gedanken oder Emotionen umzugehen.

  • Stärkung der Selbstbestimmung:
    Förderung eines selbstbewussten, aktiven Umgangs mit Entscheidungen rund um die Geburt.

  • Umgang mit Schmerzen:
    Techniken zur Veränderung der Schmerzwahrnehmung und zur Aktivierung natürlicher körpereigener Ressourcen.

  • Mentale und körperliche Techniken:
    Einüben von Methoden, um während der Geburt in einen ruhigen, fokussierten Zustand zu kommen.

  • Vorbereitung auf unterschiedliche Geburtsverläufe:
    Mentale Flexibilität – auch bei Interventionen, Kaiserschnitt oder ungeplantem Verlauf.

  • Einbindung des Partners / der Partnerin:
    Organisation im Vorfeld und gemeinsame mentale Übungen, um Unterstützung und Vertrauen als Team zu stärken.

Wann mit der Vorbereitung beginnen?

Der ideale Zeitpunkt um mit einem Geburtsvorbereitungskurs zu beginnen, liegt meist zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche. So bleibt genügend Zeit, sich gut vorzubereiten.

Gerade im Bereich der mentalen Vorbereitung starten manche Frauen jedoch schon früher, um von Anfang an von der stressmindernden Wirkung zu profitieren. Auch kurz vor dem errechneten Termin kann hier eine gezielte Vorbereitung noch hilfreich sein.

Übungsgruppe "Die Friedliche Geburt" mit Kristin Graf

Geburtsvorbereitung für Partnerinnen und Partner

Auch Partnerinnen und Partner können aktiv zur Geburtsvorbereitung beitragen. Gemeinsame Übungen fördern Nähe, Vertrauen und das Gefühl, die Geburt als Team zu erleben. In vielen Kursen sind Partnerstunden integriert, in denen ihr Atem- und Entspannungstechniken gemeinsam übt.
Wenn ihr euch gemeinsam vorbereitet, kann das helfen, später leichter in eine gemeinsame Rolle während der Geburt und danach zu finden.

Geburtsvorbereitung mit der Friedlichen Geburt

Funktioniert Geburtsvorbereitung auch online?

Manche werdende Eltern entscheiden sich für eine Online-Geburtsvorbereitung, um flexibel und im eigenen Tempo zu lernen. Online-Kurse bieten die Möglichkeit, Inhalte mehrfach anzuhören, Übungen zu wiederholen und Partner und Partnerinnen einzubeziehen, unabhängig von Ort und Uhrzeit.
Besonders mentale Vorbereitungsmethoden lassen sich hervorragend online umsetzen, da sie oft auf geführten Hypnosen und Audioübungen basieren.
Was dabei natürlich fehlt, ist der direkte Austausch mit anderen Schwangeren.

Online-Geburtsvorbereitung mit der Friedlichen Geburt

Was viele Schwangere zur Geburtsvorbereitung wissen möchten

Was kostet ein Geburtsvorbereitungskurs?
Zahlt die Krankenkasse für Geburtsvorbereitungskurse?
Ist ein Geburtsvorbereitungskurs Pflicht?
Kristin Graf

Beitrag von Kristin Graf

Kristin Graf ist eine der führenden Expertinnen für geburtsvorbereitende Hypnose im deutschsprachigen Raum. Mit ihrer Methode "Die Friedliche" Geburt konnte sie seit 2016 bereits über 44500 werdende Mütter begleiten. Ihre Expertise in der Hypnotherapie gibt sie seit 2018 als Gastdozentin an renommierte Einrichtungen weiter, darunter die Charité Berlin und Kliniken bundesweit. Ihre fundierte Ausbildung (Hypnotherapeutin seit 2019, Weiterbildung 2024 bei PD Dr. Barbara Schmidt) ergänzt sie durch ihre Tätigkeit als Traumatherapeutin.

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