Erfahrungsbericht
von B.

Für mich hat die Friedliche Geburt super funktioniert!

Ich hatte vorab große Sorge, dass mir die Geburt zu viel wird, und hatte mich deshalb sowohl mit der Friedlichen Geburt als auch mit Ernährung, Bewegung, Akupunktur etc. ausführlich auf die Geburt vorbereitet, bis ich mich sicher genug fühlte.

In der letzten Woche vor der Geburt hatte ich gar keine Lust mehr, andere Menschen zu sehen und habe mich insofern wohl auch sozial in eine Höhle zurückgezogen…

Bei der Geburt lagen dann zwischen Blasenriss und Geburtszeitpunkt des Babys nur vier Stunden, die ich mithilfe der Hypnosen auch ohne Schmerzmittel gut bewältigen konnte. Durch den Blasenriss war klar, dass wir sofort in die Klinik fahren mussten, wir machten uns also nachts auf den Weg. Die Hebamme brachte uns nach dem CTG auf unser Familienzimmer, wo ich noch auf der Toilette war und dann mit Yogaball und Matte gut in der Hypnose bleiben konnte. Die Hebamme schlug auch vor, dass ich die Wanne ausprobieren könnte, doch als das Wasser fertig eingelassen war, war der Muttermund bereits so weit geöffnet, dass wir doch direkt in den Kreißsaal wanderten.

Die restliche Eröffnungsphase dauerte nicht mehr lange, und als die Austrittsphase begann, dachte zum Glück mein Mann daran, das Hypnose-Audio zu wechseln, weil ich dafür keinen Kopf gehabt hätte. In dieser Phase wurde ich auch toll von Hebamme und Ärztin angeleitet, die mich durchgehend motivierten, bis endlich der Kopf des Babys sichtbar wurde und es gesund zur Welt kam.

Die Plazentageburt lief leider nicht so glatt, da ein Teil der Plazenta nicht abging und ich plötzlich viel Blut verlor. Daraufhin war schnell viel los im Raum, meine Ansprechpartnerinnen blieben aber trotz der Dringlichkeit durchgehend ruhig und einfühlsam. Sie brachten mich in den OP, damit unter Vollnarkose eine Ausschabung durchgeführt und auch ein kleiner Labienriss genäht werden konnte. Im Nachhinein erklärte mir die Ärztin alles noch genau, sodass ich diesen Teil gut verarbeiten konnte. Obwohl die starke Blutung gefährlich war, tat sie meinem positiven und kraftvollen Geburtserlebnis keinen Abbruch, weil ich zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass es dem Baby gut ging und ich in der Klinik in besten Händen war.

Ein großer Teil dieses positiven Erlebnisses ist bestimmt auf die Hypnose zurückzuführen. Ich konnte ihre Wirkung als deutlichen Unterschied in der Schmerzintensität feststellen, da mir leider meine Bluetooth-Kopfhörer beim Rollen am Yogaball im Vierfüßlerstand zwei- bis dreimal aus dem Ohr fielen, was mich kurzzeitig aus der Hypnose brachte.

Zwei technische Einstellungen meiner AirPods hätte ich im Nachhinein anders gemacht: Für mich sehr störend war, dass das Audio stoppt, wenn ein Kopfhörer herausfällt. So musste ich hektisch den Kopfhörer wiederfinden und hatte währenddessen auch kein Audio, um wieder in Hypnose zu kommen. Das liegt denke ich an der AirPods-Funktion „Automatische Ohrenerkennung“ und ich würde daher diese Funktion eher deaktivieren.

Auch die „Adaptive Geräuschunterdrückung/ Konversationserkennung“ hatte Vor- und Nachteile: Das Audio wurde leiser, wenn jemand mit mir sprach, das war also praktisch fürs Verständnis. Als ich jedoch selbst laut tönte, wurde das Audio so leise, dass ich es fast nicht mehr hören konnte. Hier bin ich nicht sicher, ob eine andere Einstellung praktischer gewesen wäre.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina