Erfahrungsbericht
von C.

Meine Geburt ist jetzt schon 9 Monate her. Ich denke sehr gerne an den Tag zurück. Durch eine Freundin lernte ich die Methode der friedlichen Geburt kennen. Ich begann etwa in der 28 SSW mit dem Kurs und den Hypnosen. Der Zugang zu den Hypnosen fiel mir leicht, vielleicht weil ich schon lange Meditation und Yoga Nidra praktiziere.

Die Hypnosen taten mir während der Schwangerschaft wahnsinnig gut. Ich hatte in den letzten Wochen starke Rückenschmerzen und musste liegen. Da übte ich die Hypnosen oft. Meine Lieblings-Übung war die Hypnose der Hingabe. Diese hörte ich jeden Morgen nach meinen Atemübungen.

Die Wellen setzten pünktlich am ET ein, morgens um 08.00. Das war für mich eine große Erleichterung. Da ich 40 Jahre alt war zum Zeitpunkt der Geburt, wurde mir von der Klinik empfohlen, möglichst nicht zu übertragen. Ich wollte aber auch nicht einleiten, sofern mit dem Baby und mir alles gut war.

Zwei Tage vor dem ET hatte ich eine Kontrolle in der Klinik, da alles gut aussah und ich betonte, dass ich nicht einleiten wollte, wenn nicht nötig, gaben sie dem Baby und mir Zeit und vereinbarten einen Kontrolltermin 2 Tage nach dem ET. Als dann am ET die Wellen einsetzten, freute ich mich, dass es spontan los ging. Ich hatte ziemlich schnell regelmässige Wellen, alle 5 Minuten und dann alle 3 Minuten.

Ich konnte mich zu Hause einrichten, ging in die Badewanne und vor dem Haus spazieren mit meinem Mann. Die Wellen konnte ich gut veratmen mit Kristins Atemtechnik. Die Hypnosen hörte ich an dem Tag nur einmal kurz, hatte aber gar nicht das Bedürfnis danach. Ich konnte mich gut zurückziehen und merkte, dass ich die Hypnosen durch das viele Hören vorab verinnerlicht hatte. Die Worte von Kristin waren in meinem Kopf. Es lief alles wie von alleine. Das hat mich dann schon sehr erstaunt.

Je stärker die Wellen wurden, desto mehr hatte ich das Bedürfnis, mich zu bewegen. Ich veratmete sie im Vierfüßlerstand, angelehnt an die Wand oder liegend auf dem Sofa. Mein Mann war stets an meiner Seite, brachte mir Wasser und verhielt sich ruhig - wie im Kurs empfohlen. Das war für mich ideal. Als meine Fruchtblase platzte, nach ca. 10 Stunden, riefen wir die Klinik an und fuhren los. Der Fahrtweg war 10min, daher hatten wir keinen Stress, zu früh los zu gehen.

Als ich in der Klinik ankam, konnte ich kaum mehr gehen, weil die Wellen schon sehr stark waren. Die Hebamme untersuchte mich und der Muttermund war schon 9cm geöffnet. Mein Mann parkte noch schnell um und dann ging's ab in den Gebärsaal. Wir hatten uns für eine hebammengeleitete Geburt angemeldet in der Klinik.

Die Hebammen waren wundervoll. Sie machten das Licht schummerig, machten feinen Duft in den Vernebler und leiteten mich gut an während den Presswehen, wie ich atmen sollte. All das hatte ich mir im Gespräch so gewünscht. Allerdings nahm ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr viel war, ich war wohl in Trance und voll und ganz bei meinem Baby und meinem Körper. Dieser wusste, was zu tun war und ich ließ ihn tun. Die Austreibungsphase war schon sehr intensiv, ich weiß, dass ich laut geschrieben habe, als das Köpfchen kam.

Ca. 90min nach Eintritt in die Klinik war es dann soweit: unsere Tochter erblickte das Licht der Welt. Es war der eindrücklichste, überwältigendste, emotionalste und schönste Moment für mich und meinen Mann. Unsere Tochter wurde mir auf den Bauch gelegt und sofort suchte sie die Brust. Die Herztöne waren während der ganzen Geburt immer gut, dies fiel den Hebammen sehr positiv auf. (Wahrscheinlich war das so wegen der Atemtechnik).

Ich hatte kleine Geburtsverletzungen (3 kleine Risse), die genäht werden mussten, das ging aber sehr schnell und ich war sowieso mit meiner Aufmerksamkeit voll bei meiner Tochter. Als ich dann etwas später duschen ging, legten die Hebammen unsere Tochter meinem Mann auf die nackte Brust und er konnte Bonding machen mit ihr.

Liebe Kristin und Team, ich danke euch von Herzen für eure Arbeit. Ich hoffe, dass noch ganz viele Frauen dank deiner Methode ein schönes Geburtserlebnis haben werden. Für mich war die Geburt meiner Tochter eine Traumgeburt und dafür bin ich unendlich dankbar.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina