Erfahrungsbericht
von Carolin
Im Mai dieses Jahres durfte ich meine zweite Tochter mit Unterstützung der friedlichen Geburt selbstbestimmt zu Hause auf die Welt bringen.
Auch bei meiner ersten Geburt habe ich mich mit dem Podcast und dem Online Seminar vorbereitet. Allerdings habe ich damals im KH entbunden, da ich mir zu diesem Zeitpunkt keine Hausgeburt zugetraut habe. Die Geburt lief auch komplikationslos und für eine erste Geburt recht schnell. Die Wellen konnte ich zu Hause mithilfe der Hypnose gut veratmen und als wir im KH ankamen, war mein Muttermund bereits vollständig geöffnet.
1 1/2 Stunden später durfte ich unser Baby im Arm halten. Als ich dann wieder schwanger wurde, war mir klar, dass ich dieses Mal im Geburtshaus oder zu Hause entbinden werde, da ich Geburt als etwas Faszinierendes und auch Schönes empfunden habe. Dies wollte ich dieses Mal noch bewusster und in schöner Atmosphäre erleben.
Bei der zweiten Vorbereitung auf die Geburt habe ich vor allem immer wieder meine Traumgeburt visualisiert und die passende Hypnose dazu gehört. Ich hatte einen Zeitpunkt und sogar eine ungefähre Uhrzeit (in den frühen Morgenstunden) im Kopf. Mein Partner hatte um den ET herum noch beruflich zu tun und meiner Mama wäre es nicht möglich gewesen, dabei zu sein, wenn sie im Dunkeln zu uns hätte fahren müssen. Auch habe ich mir immer vorgestellt, wie ich im Vierfüßlerstand im Pool unser Baby in meinen Armen empfangen werde.
Und genau so kam alles: In der Nacht, nachdem mein Partner den Tag zuvor seinen letzten beruflichen Dienst hatte, merkte ich gg 02:00 ein Ziehen im Unterleib. Es war aber gut auszuhalten und ich legte mich nach dem Toilettengang nochmal hin.
Gegen 05:30 bin ich wieder wach geworden, da die Wellen nun intensiver und regelmäßiger kamen. Ich wusste nun, dass die Geburt bevorsteht und hörte nochmal die Hypnose "Abschied von der Schwangerschaft", auch stellte ich mir wieder meine Traumgeburt vor. Gegen viertel nach 6 rief ich meine Mama an, damit sie sich auf den Weg machte, um auf unsere große Tochter aufzupassen.
Gegen halb 7 rief ich die Hebamme an. Auch meiner Familie teilte ich jetzt mit, dass sich unser Baby heute auf die Welt macht. Dann machte ich die Hypnose für die Eröffnungsphase an. Die Atmung tief in den Bauch sowie die Visualisierung des öffnenden Muttermundes haben mir bei beiden Geburten so gut geholfen!
Mein Partner bereitete alles für die Geburt im Pool vor und gg 07:00 klingelte die Hebamme. Sie tastete meinen Bauch ab und teilte mir mit, dass mein Muttermund bereits bei 7-8 cm war. Somit wurde auch die zweite Hebamme informiert. Ich veratmete inzwischen die Wellen im Stehen abgestützt an der Tischkante. Schwingende und kreisende Bewegungen mit dem Becken sowie die Hypnose halfen mir beim Veratmen der Wellen.
Unsere große Tochter war inzwischen mit ihrer Oma oben im Kinderzimmer - sie machte das super! Dann wurden die Wellen intensiver, sodass ich ins Tönen überging. Ich konnte jedoch noch nicht in den Pool, da dieser noch nicht voll genug war (rückblickend hätten wir früher mit dem Auffüllen beginnen müssen).
Irgendwann durfte ich dann aber. Das warme Wasser tat unglaublich gut! Zunächst habe ich mich seitlich hingelegt, wechselte dann aber irgendwann in den Vierfüßler, abgestützt am Beckenrand und die Hände meines Partners umfassend. Als es dann intensiver wurde, nahm ich die Kopfhörer ab und es ging in die Pressphase. Hier war ist sehr laut, solche Töne habe ich vorher noch nie von mir gehört :D.
Ich erinnerte mich daran, den Kiefer schön locker zu lassen, eher auf dem /A/ als auf /o/ oder /u/ zu tönen. Ich konnte den Geburtsvorgang dieses mal so intensiv und bewusst wahrnehmen. Die Hebammen haben mich machen lassen und irgendwann war der Kopf geschafft und der Rest des Körpers kam dann ganz schnell nach. Ich habe mein Baby im Wasser gesehen und nahm es entgegen, legte es mir auf die Brust- es war so schön!
Um 08.38 war die kleine Maus geboren. Danach wurde auf unserem Sofa gekuschelt, wo auch die Plazenta geboren wurde. Kurz danach holte mein Partner unsere große Tochter und die Oma. Das erste Aufeinandertreffen kurz nach der Geburt war auch so schön. Die Geburt und die unmittelbare Zeit danach zu Hause verbringen zu dürfen, war wunderschön. Dies war möglich, weil ich meinem Körper vertraut habe und auf meine Intuition gehört habe.
Die Methode der friedlichen Geburt hat mich dabei sehr unterstützt und mich stark, selbstbestimmt und voller Freude in die Geburt gehen lassen - Danke!

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