Erfahrungsbericht
von Christina S.
Geburtsbericht
Zweitgebärend, in Level 1 Klinik, ohne Interventionen
Im Oktober 2022 brachte ich meine erste Tochter mit der Methode „Die friedliche Geburt“ auf die Welt. Diese Geburt durfte ich als wunderschön, friedlich und selbstbestimmt erleben.
Bei meiner zweiten Schwangerschaft wollte ich mir wieder die Zeit nehmen und mich mit dieser Methode vorbereiten. Bis zum Mutterschutz hatte ich die Kursmodule erneut durchgearbeitet, aber noch nicht regelmäßig die Zeit für die Hypnosen gefunden. Mit einem dreijährigen Kleinkind blieb nicht allzu viel Zeit, und so versuchte ich abends immer wieder, mir ein kleines Zeitfenster für mich und meinen Bauchbewohner einzuräumen.
Ab dem Mutterschutz übte ich vormittags und abends regelmäßig die Atmung sowie ein bis zwei Hypnosen. Auch die Tranceinduktion vor dem Einschlafen wurde zu einem festen Bestandteil.
Vier Wochen vor der Geburt reduzierte ich Zucker und Weizen in meinen Mahlzeiten, da ich mir kurz zuvor die Podcast-Folge mit Prof. Dr. Louwen angehört hatte.
Am Tag des ET hörte ich die Hypnose zur "Abschied von der Schwangerschaft" und ab da täglich die Hypnose „Geburtsbeginn mental fördern“. Ich konnte mich mental jedoch noch nicht von meiner Schwangerschaft verabschieden. Ich war noch nicht bereit, meinen Babybauch herzugeben, und so blieb mir noch eine Woche mehr Zeit, meine Schwangerschaft zu genießen.
12.08.2025 (ET+6, SSW 40+6)
Am Morgen hatte ich noch meinen Übertragungstermin bei meiner Frauenärztin. Zuhause kümmerte ich mich um das Mittagessen für meinen Mann und meine dreijährige Tochter.
Um 12:19 Uhr bat ich meinen Mann, auf die Uhr zu schauen, da ich ein erstes Ziehen im Unterleib verspürte. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir über den tatsächlichen Geburtsbeginn noch unsicher, da ich die ganze Woche über bereits regelmäßige, leichte Wellen gehabt hatte, die jedoch nach ein paar Stunden wieder verschwanden. Ich gestaltete meinen Nachmittag wie die Tage zuvor und verbrachte viel Zeit mit meiner Tochter, da ich ihr, bevor das Baby kam, noch möglichst viel Zweisamkeit schenken wollte.
Am Abend besuchten wir noch die Geburtstagsfeier eines Freundes, wobei ich mir zu diesem Zeitpunkt schon sicher war, dass es in der Nacht oder am darauffolgenden Tag auf jeden Fall losgehen würde. Die schwachen Wellen hatten seit dem Mittag nicht mehr aufgehört. Ganz im Vertrauen auf meinen Körper, der mir noch nicht das Signal gegeben hatte, mich in meine „Höhle“ zurückzuziehen, genoss ich die Gesellschaft und verbrachte einen schönen Abend.
Um 21 Uhr signalisierte mir mein Körper, mich zurückzuziehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich alle 30 Minuten leichte Wellen verspürt. Ich brachte meine Tochter ins Bett und informierte meinen Mann, er solle sich ebenfalls noch ausruhen, da es in dieser Nacht losgehen könne. Ich zog mich in unser Wohnzimmer zurück, schaltete die „Hypnose während der Geburt“ an und war sofort versunken in Kristins Stimme.
Während ich meine erste Geburt nur liegend in Seitenlage zu Hause und anschließend in der Klinik im Bett verbracht hatte, wollte ich mich dieses Mal bewegen. So lief ich meine Runden durch unser Wohnzimmer. Sobald eine Welle kam, blieb ich stehen, visualisierte meine Gebärmutter und veratmete die Wellen mit der Atemtechnik, die dieses Mal auch hervorragend funktionierte. Ich spürte den Schmerz der Welle, nahm ihn aber nur in zweiter Instanz wahr. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass mich der Schmerz übermannte – ich konnte gut mit ihm umgehen.
Während der Wellenpause war ich zu Beginn an meinem sicheren Ort, zum Ende hin jedoch einfach nur in einer Leere und ganz bei mir selbst. So vergingen die Stunden, und die Wellen erreichten immer mehr ihren Höhepunkt.
Um 01:30 Uhr hatte ich alle fünf Minuten eine Welle. Ich weckte meinen Mann, um ihm mitzuteilen, dass es nun so weit sei. Der Weg ins Krankenhaus war auch beim zweiten Mal ein schmerzhaftes Erlebnis. Der Weg ins Auto und der Ortswechsel brachten mich aus der Hypnose. Im Auto konnte ich mich nicht mehr bewegen, und auch die Atmung klappte nicht mehr. Außerdem spürte ich einen extremen Druck nach unten und war mir sicher, dass die Geburt bereits sehr weit fortgeschritten war.
Im Kreißsaal glaubte mir die Anmeldung zunächst nicht, dass mein Druckgefühl schon so stark nach unten ging, und verwies mich erst einmal ins Vorzimmer, um ein CTG zu schreiben. In diesem Zimmer dauerte es keine zwei Minuten, bis ich einen Pressdrang entwickelte, in den Vierfüßlerstand wechselte und meinen Mann bat, die Hebamme zu rufen. Im Gegensatz zur ersten Geburt, bei der die Presswehen keineswegs schmerzhaft waren, empfand ich dieses Mal einen Druck mit Brennen, den ich als etwas schmerzhafter wahrnahm. Die Hebamme kam, ließ mich aber ganz intuitiv machen und unterstützte nur minimal. Zuerst ertasteten meine Hände ein Stück der Fruchtblase, die daraufhin in meinen Händen platzte, und zwei Presswehen später folgten das Köpfchen und der Rest meiner Tochter, die am 13.08.2025 um 2:17 Uhr das Licht der Welt erblickte.
In den Kreißsaal hatten wir es nicht mehr geschafft, was ich jedoch keineswegs bereute und was den Moment nicht weniger magisch machte. Zuvor hätte ich mir nie vorstellen können, mein Kind in meine Arme zu gebären. Von der ersten leichten Welle bis zur Geburt vergingen insgesamt 14 Stunden, von denen ich nur etwa 15 Minuten in der Klinik verbrachte.
Ich bin einfach wieder unendlich dankbar, meine zweite Geburt erneut als so positiv und selbstbestimmt durch die Methode „Die friedliche Geburt“ erlebt haben zu dürfen. Ich konnte bis zum Schluss in meiner vertrauten Umgebung zu Hause bleiben und den Klinikaufenthalt auf ein Minimum beschränken.
Liebe Kristin, ich danke dir zum zweiten Mal von Herzen und hoffe, dass noch viele Frauen von deiner Methode erfahren, damit Geburt nicht mehr als etwas Traumatisches gesehen wird, sondern als einer der schönsten und magischsten Momente im Leben.
Alles Liebe
Christina

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