Erfahrungsbericht
von Daniela
Liebe Kristin, liebes Team,
vor gut 12 Wochen habe ich mit der friedlichen Geburt meine Tochter auf die Welt gebracht. Die Geburtserfahrung verlief etwas anders als ich mir vorgestellt habe und doch irgendwie nicht. Aber ich fange von vorne an. Im März hat mich eine Kollegin auf den Podcast und den Kurs aufmerksam gemacht, nachdem ich die Schwangerschaft öffentlich gemacht habe.
Zuerst habe ich mir nur den Podcast angehört und Entspannungsmusik bzw. Meditationen auf Spotify angehört und mir meine Affirmationen selbst vorgesagt, da die Kursgebühr doch sehr hoch ist. Im Mai hatte ich dann zusammen mit meinem Mann einen Geburtsvorbereitungskurs.
Hier wurden wir gefragt, wo wir entbinden wollen und ich habe als Krankenhaus H. angegeben, weil diese mit deiner Methode vertraut sind. Die Hebamme bei dem Kurs hat dann auch gemeint, dass bei all den Krankenhäusern hier in der Umgebung, die recht ähnlich agieren H. vllt. etwas besser ist, weil die nach deinem Kurs praktizieren. Sie hat auch nochmal gesagt, dass sie jedem den Kurs nur empfehlen kann.
Daraufhin hat mein Mann gemeint, ob ich nicht doch den Kurs holen will, weil wir ja nun mit der Erstausstattung gespart haben, da wir vieles von meiner Freundin bekommen haben. Daraufhin habe ich mir noch am gleichen Tag den Kurs geholt und sofort angefangen mit den Hypnosen. Ich habe bis zur Geburt außer an einem Tag jeden Tag mindestens eine Hypnose gemacht.
Gerade während der Zeit, wo ich noch arbeiten war, war das zum Teil zwar schwierig, in den Tag einzubauen, weil man auch so erschöpft war, aber das ist wie mit Sport, hinterher war man froh, dass man es gemacht hat und ich habe mich besser gefühlt. Auch mein Mann hat mich bei den Hypnosen super unterstützt, ob es das Anker setzen war oder die Übung mit den Störungen.
Ich kann auch sagen, dass sowohl der Kurs, als auch der Podcast mir die Angst vor der Geburt genommen haben. Das war am Anfang meine größte Angst, mein Kind auf die Welt bringen. Hinzu kam, dass ich nicht die glücklichste Schwangere auf dieser Welt war. Ich hatte von Anfang an einige unangenehme Schwangerschaftssymptome. Anfangs durch den Podcast und später durch den Kurs, wurde mir zumindest die Angst vor den Schmerzen der Geburt genommen.
Zusätzlich war der Kurs gut für meinen Mann, denn der hat hierdurch eine Aufgabe bzw. Aufgaben vor, während und nach der Geburt bekommen. Ich glaube, dass er sich dadurch sicherer und nicht so hilflos gefühlt hat. Er hatte eine Checkliste, an die er sich halten konnte, zusätzlich hatte er meinen Geburtsplan und eine Liste mit meinen täglichen Medikamenten. Er war auch bei den Hebammensprechstunden für die Geburtsanmeldung mit dabei, so dass er den Weg ins Krankenhaus üben konnten.
Die Sprechstunde in H. verlief dann auch nicht so wie erwartet. Wir hatten das Gefühl, dass die Hebamme mit der wir sprachen, keine Ahnung von dem Kurs hatte oder einfach schlechte Laune hatte, weil wir uns bereits in einem anderen Krankenhaus angemeldet hatten.
Aufgrund dieser Erfahrung und weil es in dem anderen Krankenhaus eine Kreißsaalführung vor Ort gab, so dass man sich schon vorab ein Bild machen konnte und wir uns da einfach besser aufgehoben gefühlt hatten, haben wir uns dann doch für das Krankenhaus W. entschieden. Auch das Krankenhaus ist nur ein Katzensprung von der Uniklinik Köln entfernt, so dass bei Bedarf ein Kinderkrankenhaus in Laufweite gewesen wäre.
Am Tag vor der Geburt hatte ich zum ersten Mal Wellen, zu diesem Zeitpunkt ging ich aber noch nicht davon aus, dass ich nicht mal 24h später meine Tochter im Arm halten werde. Ich hatte sogar noch überlegt, ob ich noch mein Training absolvieren sollte. Habe mich dann aber für einen Spaziergang entschieden.
Als ich daheim war, so gegen 17 Uhr, habe ich mir dann zum ersten Mal die Hypnose für die Eröffnungsphase angemacht. Ich wollte es mir auf der Couch gemütlich machen, aber mein Mann meinte, ob ich nicht lieber hoch ins Schlafzimmer will, da würde er mich nicht stören. Also habe ich mich ins Schlafzimmer gelegt und die Hypnose angemacht. Ich merkte die Wellen und war zuerst ein wenig enttäuscht, dass es durch die Hypnose nicht besser wurde und befürchtete, nicht tief genug in Hypnose zu sein. Ich ließ mich aber nicht beirren und machte weiter.
Gegen 22 Uhr kam mein Mann zu mir und fragte mich, ob ich denn die Abstände der Wellen mal getrackt hätte. Ich verneinte. Daraufhin trackte mein Mann die Wellen und meinte zu mir, dass wir uns vllt. langsam fertig machen sollten, um ins Krankenhaus zu fahren, da die Wellenabstände ca. 4 min seien. Ich habe dann gesagt, dass es ok wäre, wenn wir bald fahren. Daraufhin hat er alles im Haus vorbereitet auf unsere Abwesenheit, hat die Taschen ins Auto gepackt und die Babyschale auf die Base gesetzt.
Die Fahrt zum Krankenhaus dauerte ca. 15-20 min und ich hörte währenddessen weiterhin die Hypnosen und die Wellen kamen weiterhin regelmäßig. Auch im Krankenhaus angekommen, hörten die Wellen nicht auf. Wir gingen hoch in den Kreißsaal und es wurde erstmal ein CTG geschrieben. Dann wurde der Muttermund getastet, der gerade einmal 1 cm geöffnet war. Die Hebamme machte noch einen Test auf Fruchtwasser, der positiv ausfiel.
Aufgrund dessen wurden wir dann um 1 Uhr nachts stationär aufgenommen, was sich als Glück herausstellen sollte. Andernfalls hätte sie uns wieder heim geschickt. Zu diesem Zeitpunkt merkte ich die Wellen deutlich, aber sie waren auszuhalten, weshalb ich zu diesem Zeitpunkt Schmerzmittel ablehnte. Ich hatte auch immer wieder eine Welle, da war der Schmerz gering und dann kam eine Welle, da war der Schmerz größer. Aber wie gesagt, zu diesem Zeitpunkt waren sie auszuhalten.
Mein Mann erzählte mir später, dass er zu diesem Zeitpunkt nur merkte, dass ich Wellen hatte, wenn ich mich zum Atmen an ihm festhielt. Nach außen hin war offensichtlich nicht sichtbar, was in meinem Körper gerade passierte. Die Hebamme meinte, dass wir wiederkommen sollten, wenn ich Schmerzmittel bräuchte oder um 7 Uhr für das Antibiotika aufgrund des Blasensprungs.
Um kurz vor 5 Uhr wurde mein Mann wach, weil ich unruhiger wurde. Ich ging auf Toilette, weil ich einen Pressdrang verspürte und dann meinte ich, dass ich jetzt doch Schmerzmittel bräuchte, da ich bereits angefangen hatte, vor Schmerzen zu zittern. Also gingen wir wieder Richtung Kreißsaal. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits leichte Presswehen, ohne dies zu wissen. Ich dachte, dass ich vllt. nochmal aufs Klo müsste. Ich wusste ja aus dem Podcast, dass der Körper sich eigenständig vor der Geburt entleert.
Auf dem Weg in den Kreißsaal dachte ich, dass ich das nicht schaffe, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch davon ausging, dass ich ganz am Anfang der Geburt meiner Tochter stand. Die Vorstellung, dass dies nun noch stundenlang so weiter gehen sollte, war für mich unvorstellbar. Im Nachhinein kann ich sagen, dass dies die berühmte Krise ist, in die man fallen kann. Ich hatte dies auch kurz überlegt und es dann aber aufgrund der Zeitspanne wieder verworfen.
Die Hebamme nahm uns wieder in Empfang und führte uns in den Kreißsaal. Es war der Kreißsaal, den wir bereits aus der Kreißsaalführung kannten und den ich mir während der Übungshypnosen vorgestellt hatte. Der Kreißsaal hatte eine Wanne und ich dachte noch, vllt. kann ich ja in die Wanne. Spoiler: dazu sollte es nicht kommen.
Ich wurde zum Bett/Stuhl gebracht und es wurde wieder ein CTG geschrieben. Dann bekam ich das Antibiotika und erst dann wurde mein Muttermund erneut getastet. Mir kam das alles ewig vor. Mein Mann meinte hinterher, dass das keine 30 min gedauert hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon massive Presswehen und die Hebamme sagte, dass ich nicht pressen darf.
Ich frage mich im Nachhinein, ob sie schon Kinder zu Welt gebracht hat, denn wer diesen Pressdrang einmal gespürt hat, der weiß, dass es quasi unmöglich ist, dagegen zu halten. Ich war machtlos, mein Körper machte, was er wollte, nicht was ich wollte.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Schmerzen auch sehr stark. Mein Mann meinte, dass war das erste Mal, dass er gemerkt hatte, dass ich Schmerzen hatte. Nachdem das Antibiotika durchgelaufen war, schaute die Hebamme nach meinem Muttermund und meinte, dass dieser nun 8-9cm geöffnet sei. Sie könne mir deswegen jetzt nur noch Lachgas anbieten. Ich sagte, her damit und dann holte sie es.
Sie wollte allen ernstes noch eine Unterschrift von mir haben, bevor sie es mir geben wollte und ich dachte nur, ich kann hier nichts unterschreiben. Mein Mann reagierte sofort und sagte der Hebamme, dass er eine Versorgungsvollmacht habe und für mich unterschreiben würde.
Dann bekam ich das Lachgas und ich hatte das Gefühl, es hilft mir gar nicht. Ich hatte lediglich das Gefühl, völlig high zu sein. Die Hebamme sagte weiterhin, dass ich noch nicht pressen dürfe. Was natürlich weiterhin nicht möglich war, mein Körper presste einfach munter weiter und ich hörte irgendwann auf, mich dagegen zu wehren, weil ich die Kraft dazu gar nicht mehr hatte.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich auch die Hypnose nicht mehr hören. Vermutlich hätte es geholfen, die Hypnose zu wechseln, aber die Worte aus der Eröffnungshypnose konnte ich nicht mehr hören. Ich bin richtig wütend geworden und dachte mir, halt die Fresse (sorry).
Mein Mann klingelte, nachdem er mich gefragt hatte, ob das Lachgas hilft und ich dies verneinte, nach der Hebamme, um nach anderen Schmerzmitteln zu bitten. Die Hebamme kam mit der nächsten Hebamme, da es kurz vor Schichtwechsel war. Mein Mann fragt nach Schmerzmitteln und die neue Hebamme, die noch nicht gebrieft worden war, meinte nur, das man da jetzt nichts mehr machen könne, als das Kind auf die Welt zu bringen.
Diese erkannte nämlich, was die vorherige nicht erkannt hatte, dass es nicht mehr Stunden dauern würde, bis meine Tochter auf die Welt kam, sondern, dass dies jetzt gleich passieren würde. Sie bat mich, auf dem Stuhl weiter nach oben zu rutschen, wo ich nur antwortete, dass ich nicht kann. Sie meinte, dass das wichtig wäre, weil meine Tochter sonst auf den Boden fallen würde. Ich sagte erneut, dass ich nicht kann und dachte mir, dann fangt sie auf.
Die Hebamme und mein Mann zogen mich dann nach oben und die Hebamme meinte nur, schnell Handschuhe, beugte sich zu mir runter und ich hatte den Schmerz meines Lebens und zum ersten Mal während der ganzen Geburt geschrien. Das war der Moment, in dem das Köpfchen meiner Tochter auf die Welt kam und dann hatte ich zwei Wellen direkt nacheinander, so dass meine Tochter regelrecht aus mir rausgeplatscht ist.
Es war also gut, dass ich nach oben gezogen wurde, dann das Kind hätte keiner auffangen können, so schnell ist es aus mir rauskatapuliert worden. Das war um 5.53 Uhr. Ich habe also gerade mal knapp eine Stunde im Kreißsaal verbracht. Nun muss man sagen, careful what you wish for. Es gibt eine Hypnose, wo es darum geht, dass man sich vorstellt, wie schnell der Muttermund aufgeht und wie man das Kind durch den Geburtskanal begleitet.
Ich habe mir immer vorgestellt, dass das alles sehr schnell geht. Daher war die Geburt irgendwie doch wie ich es mir vorgestellt habe, auch wenn ich gehofft hatte, dass es nicht so schmerzhaft wird und irgendwie ging ich natürlich trotzdem davon aus, dass es länger dauern würde, da ich eine Erstgebärende bin und man überall hört, dass es bei denen so lange dauert.
Dennoch würde ich eine Geburt immer wieder so machen, d.h. mit deinen Hypnosen, denn laut CTG war meine Tochter zu keinem Zeitpunkt gestresst, ihre Werte waren die ganze Zeit super. Meine Garmin Uhr hat mir auch angezeigt, dass zumindest mein Körper trotz der Schmerzen zu keinen Zeitpunkt Stress empfunden hat und um dem ganzen die Krönung aufzusetzen, gibt sie sogar an, dass ich während der Geburt geschlafen habe :D
Hinzukommt, dass es bei mir keine Unterbrechung der Wellen gab, weder als wir zu Hause losgefahren sind, noch, als wir im Krankenhaus angekommen sind. Und ehrlich gesagt, möchte ich gar nicht wissen, wie viel schmerzhafter die Geburt ohne die Hypnose geworden wäre. Daher vielen Dank für den Kurs.
Liebe Grüße,
Daniela

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