Erfahrungsbericht
von H.

Geburtsbericht

38+1 bis 38+3 – das hätte der Beginn sein können 38+1.

Morgens bemerke ich direkt nach dem Aufstehen, dass eine kleine Menge Flüssigkeit in die Unterhose läuft und es sich „irgendwie anders“ anfühlt als normaler Ausfluss. Nach Absprache mit meiner Hebamme lassen mein Mann und ich das Ganze in der Klinik abklären – der Fruchtwassertest ist positiv und ein Blasensprung somit bestätigt. In der Klinik wird zur Einleitung geraten, dem Baby geht es jedoch blendend und wir gehen nach Rücksprache mit unserer Hebamme erstmal wieder heim gegen ärztlichen Rat. Wenn innerhalb der nächsten 24h Wehen einsetzen, dürfen wir in die Hausgeburt starten!

Wir sind aufgeregt und freudig, nun bald unseren Sohn kennenzulernen. Wir machen es uns gemütlich, im Laufe des Tages mache ich Hypnosen, drei Einläufe, trinke wehenfördernden Tee, mache geburtsinduzierendes Yoga, wir kuscheln viel, machen sanfte Bauchmassagen. Im Tagesverlauf bemerke ich kein weiteres Fruchtwasser.

38+2. Am nächsten Tag bleibt der Eindruck bestehen, dass seit gestern Morgen kein Fruchtwasser mehr nachgelaufen ist. Ein erneuter Fruchtwassertest in der Klinik bestätigt dies, er ist negativ. Dennoch wird uns dort erneut zur Einleitung geraten, da „einmal Blasensprung, immer Blasensprung“.

Erneut verlassen wir gegen ärztlichen Rat die Klinik, natürlich wieder in Rücksprache mit unserer Hebamme. Diese meinte ohnehin, sie vertraut meinem Gefühl, dass nichts mehr nachgelaufen ist, und bräuchte gar keinen neuen Fruchtwassertest. Dem Kleinen im Bauch geht es weiterhin super (ctg, Ultraschall und so weiter war alles unauffällig), er bewegt sich wie immer und auch ich habe keinerlei erhöhte Infektparameter.

Wir zerbrechen uns an diesem Tag den Kopf, wie wir weitermachen, wollen natürlich, dass es dem Baby gut geht und gleichzeitig ist unser Wunsch, ihn nicht unnötig zu früh aufzuscheuchen. Unsere Hebamme ist die ganze Zeit an unserer Seite mit viel Ruhe, Verständnis und Klarheit, sie würde uns Stand Jetzt auf jeden Fall weiter auf dem Weg der Hausgeburt begleiten.

38+3. Eigentlich Entscheidung, dass ich mich zur Einleitung aufnehmen lasse – schweren Herzens. Die ganzen Recherchen und Gegensätzlichkeit der „Klinikmeinung“ sowie der von unserer Hebamme verunsichern uns und wir wollen nicht riskieren, dass es unserem Baby schlecht geht und wir evtl. nichts davon mitbekommen.

Erneuter Fruchtwassertest sowie sonstiger Check-up in der Klinik, das erste Mal hören wir nun sowohl von ärztlichem Klinikpersonal als auch verschiedenen Hebammen dort, dass sie nicht von einer offenen Fruchtblase ausgehen und ein Blasensprung erstmal „vom Tisch“ sei. Nach viel Hin und Her und Verwirrung der letzten Tage sind wir nun also wieder beim Status quo: Ich bin schwanger und wir warten in Vorfreude auf unser Kind.

40+2 bis 40+4 – jetzt aber wirklich 40+2. Nach dem Aufstehen gegen 06.30 Uhr bemerke ich dunkles Blut sowie dunkel verfärbten Ausfluss in der Unterhose. Nach der Fruchtwassergeschichte bin ich ziemlich vorsichtig geworden und habe Sorge, es könnte sich um verfärbtes Fruchtwasser handeln.

Wir geben unserer Hebamme Bescheid und vereinbaren, dass sie gegen 11.00 Uhr gemeinsam mit der Hebammenstudentin, die ebenfalls bei der Geburt dabei sein wird, vorbeikommt. Im Laufe des Vormittags wird mein Bauch immer wieder hart und ich spüre leichten Druck nach unten, ein Ziehen im Rücken sowie das Gefühl im Unterleib, als würde meine Periode kurz bevorstehen. Das alles hatte ich auch nachts teilweise schon gespürt, so lange am Stück ist das noch nie geblieben.

Ich habe auch immer wieder etwas dunkles Blut in der Unterhose und dann, kurz bevor die Hebamme kommt, geht der Schleimpfropf ab! Sie überprüft den pH-Wert (kein Hinweis auf Fruchtwasser) sowie die Herztöne des Babys. Alles bestens! Ich berichte von meinen Empfindungen, ich scheine mich in der Latenzphase zu befinden. Mein Mann und ich sind aufgeregt und es macht sich Vorfreude bei uns breit! Irgendwann demnächst wird wohl die Geburt tatsächlich losgehen.

Es geht den ganzen Tag so weiter wie am Vormittag, ich fühle mich weiterhin sehr gut, wir gehen schön spazieren und kaufen nochmal frisches Obst ein. Abends lege ich mich gemütlich ins Bett und lese noch ein wenig – dann, pünktlich, als ich gegen 22.30 Uhr das Licht ausmachen möchte, beginnen etwas regelmäßigere, leicht stärkere Wehen. Immer noch leicht und in größeren Abständen (wahrscheinlich so alle 10 bis 20/30 Minuten, ich schaue nur einmal zwischen zwei Wehen auf die Uhr), aber definitiv Wehen.

Gemischte Gefühle, ich freue mich, dass ich anscheinend definitiv in der Latenzphase bin und wir nun bald unseren Sohn kennenlernen werden – gleichzeitig habe ich Sorge, nicht viel Schlaf zu bekommen und das bewahrheitet sich auch, ich schlafe nur sehr wenig diese Nacht.

40+3. Wir rufen um 8.00 Uhr unsere Hebamme an, eigentlich waren wir um 09.00 Uhr bei ihr in der Praxis vereinbart – aufgrund meiner Nacht machen wir aus, dass sie stattdessen gegen 10.00 Uhr zum Herztöne hören herkommt und ich versuche, noch etwas zu ruhen. Schlafen kann ich nicht mehr, aber zumindest ein bisschen vor mich hindösen.

Mein Mann richtet solange das Wohnzimmer für die Hausgeburt her, baut schonmal den Pool auf und legt Decken aus. Er macht alles richtig gemütlich. Ich verlege mich dann vom Bett ins Wohnzimmer auf die Couch und esse noch ein kleiner Joghurt mit Banane, Haferflocken und Walnüssen.

Die Herztöne vom Baby sind super, meine Hebamme lässt mir zwei Buscopan+ Zäpfchen da, falls ich zwischendurch eine kleine Pause brauche. Ich habe quasi keinen Hunger, muss oft für das große Geschäft auf die Toilette. Mein Mann und ich machen nochmal einen kurzen Spaziergang um die Häuser mit kleineren Stehpausen für die Wehen, diese sind immer noch leicht, mein Körper möchte aber schon bewusst mitatmen, das tut mir gut.

Daheim lege ich mich auf das Sofa, veratme entspannt Wehe für Wehe, diese kommen immer noch eher unregelmäßig, wir stoppen aber nicht die Zeit. Ich mache die Hypnose „Geburtsbeginn mental fördern“, sonst möchte ich nichts hören. Mein Mann macht mir zwei belegte Brote für etwas Energie, diese erbreche ich allerdings kurz danach wieder (ca. 12.30 Uhr). Auch ein Glas Traubensaftschorle bleibt nicht drin.

Ich möchte gerne die Badewanne ausprobieren, dort werden dann gegen 14 Uhr die Wehen deutlich regelmäßiger (alle 5 Minuten) und auch stärker.

Gegen 16.00 Uhr gibt mein Mann unserer Hebamme ein Update. Ich habe das Bedürfnis noch gar nicht, mich bei ihr zu melden, er jedoch schon. Zudem kocht er mir ein paar Kartoffeln ab, damit ich nochmal ein bisschen Nahrung zu mir nehme. Leider erbreche ich auch diese kurz darauf wieder so wie auch ein Elektrolytgetränk, das ich ebenfalls noch in der Wanne trinke. Insgesamt habe ich mich während der Geburt 8-9x übergeben und ab den Kartoffeln nur noch Wasser zu mir genommen.

Irgendwann mag ich raus aus der Wanne und lande dann ein paar cm davon entfernt auf dem Gamingstuhl meines Mannes, den er sich kurz zuvor ins Bad geholt hatte, um bequemer zu sitzen. Nun sitze ich dort und veratme an seinen Schultern Wehe für Wehe, während er auf dem Toilettendeckel sitzt. Es wird intensiver, die Abstände werden laut meines Mannes kürzer, alle 2-3 Min. Ich komme langsam im „Labor land“ an, bin rückblickend vmtl. in Trance, sehr bei mir, mag allerdings die ganze Zeit keine Hypnose hören.

Um 16.50 Uhr ruft mein Mann erneut unsere Hebamme an, Sie ist dann gegen 17.30 Uhr da. Sie checkt einmal den Muttermund, ich möchte den Befund nicht hören. Sie empfiehlt mir, ein Buscopan+ Zäpfchen zu nehmen, da der Muttermund noch „recht straff“ sei.

Gegen 18.30 Uhr geht sie nochmal, um etwas zu essen, vereinbart mit meinem Mann, dass sie in spätestens 2h zurück ist. Mein Mann und ich bleiben eine Weile im Gästezimmer, dort verarbeite ich die Wehen v.a. aufrecht auf’s Bett gestützt, während er mein Becken bewegt. Kurz gehe ich nochmal in die Wanne, dann wechseln wir ins Schlafzimmer.

Ich bin langsam ziemlich müde und möchte versuchen, mich ein wenig hinzulegen. Während einer Wehe klappt das nicht, da kann ich nicht liegen, sondern möchte mich bewegen, entweder Vierfüßler oder stehend – in den Pausen kann ich etwas liegen. Ich probiere hier das Tens Gerät für etwa 1,5h aus, ist ganz okay, mir aber zu viel Reiz. Immer wieder muss ich auf die Toilette, mein Mann ist immer dabei, ich mag ihn die ganze Zeit bei mir haben.

Hier habe ich das erste Mal auch Pressdrang gegen ca. 20 Uhr. Bin mir erst nicht sicher, ob ich das „verwechsle“, da ich ja auch gerade auf der Toilette bin, der Pressdrang hört jedoch auch zurück im Schlafzimmer nicht auf. Nun möchte ich unbedingt meine Hebamme dahaben, sie kommt ohnehin einige Minuten später wieder nach Ablauf der 2 Stunden und checkt den Muttermund. Ist leider noch nicht vollständig eröffnet, ich soll, wenn möglich, versuchen, die Presswehen zu veratmen, anstatt mitzupressen.

Das wird nun sehr anstrengend, ich töne viel mit und bekomme irgendwann Leistenkrämpfe, die immer stärker werden, sehr wehtun und die Suche nach guten Positionen für mich immer schwieriger machen. Weiterhin v.a. Vierfüßler oder ich hänge mich stehend an meinen Mann, im Stehen wird mir allerdings meist schnell schwindlig, ich probiere auch die Seitenlage aus, kann darin jedoch die Wehen weniger gut veratmen. Diese Phase ist mühsam, dennoch bin ich die ganze Zeit fest entschlossen und davon überzeugt, mein Baby daheim zu bekommen.

Gegen 22 Uhr kommt auch die Hebammenstudentin dazu, ich bekomme das gar nicht richtig mit.

40+4. Um 00.30 Uhr Wechsel in den Geburtspool. Mein subjektives Hauptproblem sind zu diesem Zeitpunkt die Leistenkrämpfe und die damit einhergehenden Schmerzen sowie Schwierigkeiten, eine Position zu finden, in der ich länger verweilen möchte und kann. Das Veratmen der Presswehen ist weiterhin sehr anstrengend und klappt mal mehr, mal weniger gut, dennoch bin ich die ganze Zeit zuversichtlich und freue mich auf mein Baby.

Im Pool bekomme ich ein warmes Tuch auf den Rücken, die Hebammenstudentin gibt mir Druck auf das Kreuzbein, sie und meine Hebamme hören regelmäßig die Herztöne. Meinem Baby geht es durchgehend gut.

Irgendwann gegen 01.30 Uhr ist endlich der Muttermund vollständig eröffnet, ich freue mich sehr, jetzt kann es doch nicht mehr ewig dauern! Ich darf nun mitpressen, allerdings haben meine Gebärmutter und ich nicht mehr so viel Kraft, die Wehen sind nur noch relativ kurz und können nicht mehr ihre vollständige potenzielle Power entfalten.

Wir probieren alles, um die Fruchtblase zum Platzen zu bringen, gegen 02.30 Uhr klappt das dann auch. Verschiedene Positionen, ich bin längere Zeit aus dem Pool draußen und wir probieren die Beckenschaukel, um das Baby gut zu positionieren, dann wieder im Pool, um etwas Entspannung zu erreichen. Klappt so semigut. Meine Hebamme tastet relativ kurz nachdem die Fruchtblase geplatzt ist, das Baby scheint sich gedreht zu haben und liegt nun als Sternengucker.

Langsam reift die Entscheidung, in die Klinik zu wechseln, meine Kraft schwindet immer mehr und Geburten von Sternenguckern sind zwar vaginal mög-lich, dauern laut Hebamme jedoch oft länger. Baby scheint um eine bestimmte Kurve nicht richtig herumzukommen. Ich brauche eine Weile, um bei der Entscheidung zur Klinik mitzugehen, war bis zuletzt davon überzeugt, das daheim zu schaffen.

Gleichzeitig merke ich, dass ich sehr erschöpft bin und die Idee meiner Hebamme ist, ein wenig Oxytocin könnte in der Klinik den Wehen nochmal auf die Sprünge helfen und laut ihrer Erfahrung gehe es dann auch oft ganz schnell. Diese Vorstellung macht mir Mut und gegen 04.00 Uhr fahren wir mit unserem eigenen Auto den kurzen Weg in die Klinik – gerade mal ca. 4 Minuten.

Meine Hebamme kommt noch gut eine halbe Stunde mit zur Übergabe in den Kreißsaal, das tut mir gut und schafft einen sanften Übergang. Ich werde in der Klinik zunächst vaginal untersucht, im Verlauf noch mehrere Male (Hebamme, Arzt, Hebamme, die nach der Übergabe für mich zuständig war etc.). Ultraschall. Sternengucker bestätigt.

Dann Entscheidung PDA, damit ich etwas ruhen kann. Ich gehe da schnell mit, bin zu k.o. Mein Mann berichtet im Nachhinein, zu der Phase seien sehr viele Leute gleichzeitig im Raum gewesen, ich bekomme einen Zugang gelegt, EKG, Aufklärung PDA und so weiter. Ich kann weiterhin gut bei mir bleiben, fühle mich sicher, bin froh, dass ich die Möglichkeit bekomme, mich kurz auszuruhen.

Gegen 05.30 Uhr ist alles durch, mein Mann parkt noch das Auto um und holt die Kliniktasche, leider war bis dahin unser mitgebrachtes Kolostrum angetaut. Die Presswehen hören zu keinem Zeitpunkt ganz auf, werden aber mit Legen der PDA etwas schwächer und weniger intensiv. Ich kann nun etwas dösen und Kraft tanken bis ca. 07.00 Uhr.

Die aufnehmenden Hebammen haben Übergabe, danach kommen zwei andere. Ich bin weiterhin bei mir, Hauptsache, mein Mann ist da. Ich will dieses Baby und ich will es vaginal gebären und daran glaube ich auch weiterhin fest. Wehentropf wird angelegt, damit die Wehen wieder etwas länger und kraftvoller werden, das funktioniert.

Ich mache eine Weile gemeinsam mit den Hebammen Vierfüßler und den Schäferstand abwechselnd, um das Baby gut einzudrehen, fühlt sich gut an, aktiv etwas zu machen. Ich bin sehr zuversichtlich. In den Presswehen presse ich mit aller Kraft mit, die Hebamme leitet mich schon etwas an, was mich eher irritiert, ich mache aber einfach mit, ich will, dass der Kleine rauskommt.

Sie tastet immer wieder mit, es scheint sich zwar etwas zu tun, aber er kommt nicht um die Symphyse rum. Der Assistenzarzt vom Sono kommt wieder dazu und tastet auch nochmal alles vaginal, bestätigt den Befund der Hebamme. Jetzt passiert alles irgendwie schnell und auch vieles, was ich nie wollte für die Geburt – und trotzdem ist es in dem Moment alles so okay.

Ich bin noch fest davon überzeugt, dass die Position einen Unterschied machen könnte und schlage die tiefe Hocke vor. Das gesamte anwesende Personal ist der Ansicht, dass dies nichts bringen, sondern nur wieder Kräfte von mir verbrauchen würde. Ich gebe mich dem hin, was nun folgt, fühle mich insgesamt immer gut aufgeklärt und respektiert.

Ich lege mich auf den Rücken und presse nach Anleitung der Hebamme jeweils 3x mit einatmen, Luft anhalten und dann Vollgas. Das allein reicht schonmal nicht, dass er kommt. Der Arzt klärt mich auf: Zur Vermeidung eines Kaiserschnittes würde er jetzt entweder noch den Kristeller (nicht mit dem Unterarm und jederzeit der Möglichkeit für mich, Stop zu sagen) oder die Saugglocke anwenden.

Ich entscheide mich zunächst für den Kristeller, er macht das großartig und drückt sehr sanft mit den Händen mit. Kristeller ist isoliert erfolglos. Er informiert die Oberärztin telefonisch über jeden Schritt. Dann: Indikation Saugglocke, sonst Kaiserschnitt. Ich bin ohnehin schon ungewöhnlich lange vollständig eröffnet, das wird mir erst Tage nach der Geburt so richtig klar.

Überall sind Leute, die Oberärztin, eine Kinderärztin usw. kommen. Mein Mann ist bei mir am Kopfende und stärkt mich mit seinen Worten, er ist der wichtigste Mensch für mich über die gesamte Geburt hinweg. Während der Saugglocken-Anwendung wird das ctg während der Presswehen jeweils kurz pathologisch, zwischen den Wehen ist wieder alles gut. Sonst ist die gesamte Geburt über alles gut gewesen mit den Herztönen des Babys.

Mein Mann erinnert sich, dass es ab Andocken der Glocke noch 4-5 Wehen gedauert hat, bis der Kleine da war, ich weiß das nicht mehr. Die Situation: Kristeller, angeleitetes Pressen, ich liege auf dem Rücken, noch Indikation Dammschnitt, Saugglocke, ich gehe mit und gebe mich hin. Alle feuern mich an!

08.31 Uhr, der Kleine ist (in meiner Wahrnehmung) auf einmal da, erst wird sein Köpfchen geboren und in der nächsten Wehe flutscht der Körper hinterher. Er wird mir sofort auf die Brust gelegt und darf sich hier ausruhen. Es geht ihm bestens! Mein Mann und ich sind überglücklich und weinen erstmal eine Runde. Unser Sohn ist da ♡

Die Plazenta kommt sofort noch hinterher, die Hebammenstudentin zeigt sie uns auf unseren Wunsch hin. Ich werde genäht, bis auf den Dammschnitt habe ich außer einiger Schürfungen keine Verletzungen. Die Nabelschnur darf lange auspulsieren und mein Mann schneidet sie irgendwann durch. Wir werden schnell zu dritt gelassen, dürfen ausgiebig bonden und langsam landen.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina