Erfahrungsbericht
von Hannah

Mein Geburtsbericht mit Die Friedliche Geburt

Ab der 30. Schwangerschaftswoche habe ich begonnen, mit der Hypnosetechnik von Die Friedliche Geburt zu üben. Mein Mann und ich entschieden uns damals für den Kurs – und es war die beste Entscheidung überhaupt. Die Hypnosen haben mir täglich so viel Ruhe geschenkt, eine innere Stärke und Gelassenheit, die ich vorher so nicht kannte. Sie haben mich darin bestärkt, meinen eigenen Weg zu gehen.

So entschieden wir uns bewusst für das Geburtshaus und dafür, die Vorsorge – abgesehen von den drei vorgeschriebenen Ultraschallen – bei den Hebammen im Geburtshaus statt bei der Frauenärztin machen zu lassen. Ich habe fast jeden Tag mindestens eine Hypnose gemacht, oft auch mehrere, weil sie mir so unglaublich gut taten.

Schon früh habe ich ihre Wirkung gespürt: Autofahren war für mich in der Schwangerschaft sehr unangenehm. Als Beifahrerin probierte ich aus, mich währenddessen in Hypnose zu begeben – und plötzlich waren die Fahrten schmerzfrei. Ohne Hypnose hatte ich Schmerzen. Das hat nicht nur mich, sondern auch meinen Partner völlig überzeugt.

⸻

Die Geburt

Ich erinnere mich noch genau: Eines Morgens um 5:00 Uhr lag ich im Halbschlaf, als plötzlich ein Schwall Wasser aus mir herauslief – ein vorzeitiger Blasensprung. Ich wechselte mehrfach meine Unterhose, rief im Geburtshaus an und legte mich noch einmal hin.

Die erste starke Welle kam um 9:51 Uhr – so intensiv, dass ich mich sofort entschied, in Hypnose zu gehen. Ich ließ mich ganz darauf ein, freute mich über jede Welle, tanzte innerlich mit meinem Baby in der Gebärmutter im Kreis und sang laut in meinem Kopf: „Ja, ja, ja – komm, super.“ Und ich lächelte.

Die Atmung aus dem Kurs hat sich für mich in dem Moment nicht richtig angefühlt und ich fand schnell meinen eigenen Rhythmus, der mir gut tat. Schon nach eineinhalb Stunden wusste ich, dass wir losfahren mussten. Die 40-minütige Autofahrt war eine enorme Herausforderung. Ich konnte kaum sitzen, lag fast nach hinten geklappt, mit Augenmaske und in Hypnose.

Jede Bodenwelle war schmerzhaft, aber dank der Hypnose konnte ich weiter in meinem Inneren Ort mit meinem Baby tanzen und so die Wellen „reiten“. Auch das Tönen half mir dabei. Im Geburtshaus angekommen (12:51), ging es schnell: Ich ging noch kurz zur Toilette, wollte dann in die Wanne, merkte aber, dass es mir dort zu warm war. Also verarbeitete ich die nächsten Wellen kniend auf der Matte.

Schon bald kam der Drang, zu schieben. Als meine Hebamme mich vorsichtig untersuchte, war ich bereits vollständig eröffnet. Sie war total überrascht. Die Austrittsphase war sehr anstrengend, ich presste lange und fühlte irgendwann, dass meine Kraft nachließ. Der Kopf wollte einfach nicht das letzte Stück hinaus. Als die Hebamme mir sanft ihre Unterstützung anbot, stimmte ich zu. Sie drückte leicht von oben auf den Bauch und gleichzeitig schob ich ein letztes Mal mit letzter Kraft.

Und so wurde meine Tochter kraftvoll geboren(15:47). Sie wurde mir sofort auf die Brust gelegt. Dieses Gefühl war unbeschreiblich und wird für immer der schönste Moment in meinem bisherigen Leben sein– alles andere war unwichtig. Trotz meines Blutverlusts (ich hatte einen Dammriss und einen Schamlippenriss), fühlte ich mich getragen und sicher, und die Hebammen gaben mir das Vertrauen, dass alles gut ist.

Wir kuschelten, während wir auf die Geburt der Plazenta warteten, und mein Mann und ich konnten unser Baby bestaunen.

⸻

Meine Erfahrung mit der Hypnose

Ich bin überzeugt, dass die Hypnose dazu geführt hat, dass meine Eröffnungsphase so kurz war und ich so schnell bei 10 cm war. Vor allem aber hat sie mir das Gefühl gegeben, die Wellen reiten zu können, statt ihnen ausgeliefert zu sein. Ohne Hypnose hätte ich bestimmt eine PDA gebraucht (ich merkte das Ausmaß, als ich von mehreren Fragen der Hebamme aus der Hypnose gebracht wurde). Mit der Hypnose waren die Wellen auszuhalten, und ich konnte sogar Vorfreude spüren.

Auch nach der Geburt nutze ich die Hypnosen weiterhin, und sie sind für mich eine große Bereicherung. Mein Baby ist bislang ein sehr entspanntes Kind – und ich spüre, wie sehr auch ich durch die Hypnosen gestärkt bin. Der Effekt der Hypnose ist für mich ein kleines Wunder.

Den Zugang durch Die Friedliche Geburt bekommen zu haben, empfinde ich als großes Geschenk. Von Herzen danke ich dafür. <3

VideoberichteMehr Videoberichte
Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina