Erfahrungsbericht
von Ipek S.

Meine absolute Traumgeburt.

Zum 2. Mal wurde ich Mama und die 2. Geburt war der absolute Hammer. Bei meiner ersten Geburt war ich einfach überwältigt von allem, das ich auch viel zu oft aus der Hypnose rausgeflogen bin.

Aber dieses Mal war ich gefasst und wusste, was auf mich zukommt. Was die Wehen bzw. Wellen bedeuten. Dieses Mal hatte ich aber ein Kleinkind und konnte nicht viel üben. Aber ich wusste, was mich erwartet und ich wusste, was ich tun muss. Ohne viel Übung war ich trotzdem gut vorbereitet.

Aber dann lag ich flach in der 30. SSW, hatte Wehen und einen verkürzten Gebärmutterhals. 3 Tage im Krankenhaus. Es wurde ein Ring eingesetzt, um eine Frühgeburt zu stoppen. Somit dachte ich, sie wird eh früher kommen. Aber sie kam einfach nicht, ich war jeden Tag mit den Fragen von allen Bekannten einfach nur genervt, da seit 8 Wochen dieselbe Frage jeden Tag gestellt wurde: "Und, hast du schon Wehen und ist es schon soweit?"

Alle machten sich Sorgen, aber ich war vom Rumliegen genervt, vom Nichtstun genervt und ständig zu hören: "Leg dich hin, brauchst du was?" Ich wollte einfach, dass es vorbei ist.

Mein Mann war daheim und hat sich voll und ganz um alles gekümmert: Kind, Haushalt und um mich, dass ich jaaaaaa nichts mache. Es war soooo heiß, dass ich wenigstens im Freibad liegen wollte. Der Weg vom Parkplatz zur Liegewiesen kam mir vor, wie eine Ewigkeit. Ich musste 2 Mal Pause machen, hatte meinen Camping-Stuhl dabei. Und bin gelaufen wie eine Schnecke. Aber alle hatten gefühlt, nur ich nicht.

Dann sollte ich auf einmal Vollgas geben ab der 37. Woche, Ring draußen, jetzt darf die Kleine kommen. Viel Gehen, Yoga machen, aber mein Körper war einfach nicht in der Lage. Alle Muskeln waren weg, jede Ausdauer war weg. Ich konnte nicht mal lange laufen, wie sollte ich eine Geburt überstehen. Ich war maximal schlecht drauf.

Dann am ET in der Nacht um 1 Uhr Blasensprung. Wir sind gleich ins Krankenhaus, da alle sagten, sie kommt dann relativ schnell, also müssten wir sofort ins Krankenhaus. Aber nichts, keine wehen. Und zwar 20. Std in der Zeit sind wir durch München 10 km gelaufen, ich war fix und fertig vom Treppensteigen, vom Einlauf, von der Einleitungs-Akupunktur, Bauchmassage mit Ölen. Im Krankenhaus Neuperlach in München ist es auch sehr alternativ, aber es bewegte sich nichts.

Sie redeten von einer Einleitung per Medikamente, das wollte ich auf keinen Fall. Ich habe ständig die "Geburt mental fördern"-Meditation gemacht und habe nur noch um paar Std. gebeten. Mein Mann wollte mich auch schon überreden, aber ich wusste, das ich warten sollte.

In unserer türkischen Kultur, obwohl ich hier geboren bin, ist das alles, was ich mache eh ungewöhnlich. Hypnose, Meditation, Hineinfühlen, Akupunktur und dann stelle ich mich auch noch so an mit der Einleitung. Aber mein Mann hat voll auf meine Intuition vertraut.

Ich habe um 22 Uhr eine Schlaftablette bekommen, damit ich bisschen Kraft tanken kann. Und dann ging's los. Um 1 Uhr, also genau 24 Std. später kamen die Wehen aber sooooooo stark, dass ich dachte, ich muss auf's Klo, also groß. Es drückte sooooo stark nach unten, da dachte ich, ja da hast jetzt den Salat.

Ich drehte mich zu meinem Mann und sagte: "Ich tauche jetzt ab und setzte meine Kopfhörer auf. Ich muss mich jetzt komplett fokussieren." In dieser Nacht waren keine Geburten, also hatten wir eine Hebamme für uns alleine, die auch perfekt mitgespielt hat. Mein Mann war somit nicht alleine.

Ich habe alles gemacht, was die Stimme in meinem Ohr sagte. Es war kraftvoll, aber jede Welle ging sooooooo stark, dass meine kleine Tochter nach 3 Std. da war. Ich habe mir vorab gewünscht, dass ich die Austrittsphase länger ziehe, um keine Hektik zu übertragen.

Und genau in der Phase, als ihr Kopf schon zu sehen war, kam ein Instinkt, der sagte, lass dir Zeit, keine Eile. Die paar Wellen mehr oder weniger machen es jetzt nicht aus, nimm dir die Zeit. Genau das, was ich mir gewünscht habe.

Dann, als ich echt am Ende mit meiner Kraft war, sagte die Hebamme S.: "Willst du mal ihren Kopf spüren?" Sagte ich ja und da kam die Power zurück. Ich habe ein Leuchten in den Augen bekommen, so sagte es mein Mann. Ich habe mit der letzten Welle mein Kind in meine Hand geboren.

Um 4.13 Uhr am 28.09.2025 war unsere kleine Prinzessin M. da. Ich habe meine Tochter in meine Hand geboren. Unfassbar... Ohne Geburtsverletzungen, ohne Angst. Danach habe ich viel Blut verloren und mir musste 3 mal Oxytocin gespritzt werden und die Nabelschnur musste bisschen früher als gewöhnlich durchtrennt werden. Aber in dem Moment war mir die Welt egal, mein Baby war da, hat ordentlich gesaugt.

Danke an die friedliche Geburt, dass ich sooooooo eine krasse Erfahrung machen durfte. Danke an die Hebamme S. Was ich alles gemacht habe vor der Geburt: Die friedliche Geburt, Die Louwen-Diät, die Epi-No Pumpe, Brustwarzen-Vorbereitung und die Hypnosen.

Liebe Grüße,

Ipek S.

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