Erfahrungsbericht
von J.
Meine Geburt war besonders, selbstbestimmt, kraftvoll und anders als erwartet. Ich bin wirklich unglaublich dankbar, dass eine Freundin mich auf dich und deine Hypnosen aufmerksam gemacht hat. Nicht nur in der Schwangerschaft und während der Geburt, sondern auch danach (z.B. zur Anregung der Milchproduktion) haben mir die Hypnosen viel Kraft und Vertrauen in mich selbst gegeben.
Die Wellen fingen den Tag vor der Geburt an - ich dachte noch es wären starke Übungswellen. Da ich am Abend schon alle 2 Minuten Wellen in einer Länge von 20-60 Sekunden hatte, habe ich um 23 Uhr die Hebamme angerufen. Zur Info: ich wohne in den Niederlanden. Die Abläufe sind dort etwas anders als in Deutschland. Meine Hebamme sagte, wenn möglich soll ich noch einmal versuchen, mich hinzulegen / mich auszuruhen und wieder anrufen, wenn die Wehen eine regelmäßige Länge von 60-90 Sekunden haben.
Dank der Hypnose habe ich den ganzen Abend die Wellen sehr gut auffangen können, während mein Partner geschlafen hat. Gegen 5 Uhr waren die Wellen so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, nicht mehr in der Hypnose bleiben zu können und gleichzeitig den Wehen-Timer zu bedienen. Auch das Sitzen auf dem Gymnastik-Ball war nicht mehr möglich. Ich weckte meinen Partner und bat ihn, mich zu unterstützen.
Da ich anscheinend so ruhig war, fragte er kurz danach, ob er wieder schlafen gehen kann. „Schlafen?!“ Ich schüttelte ungläubig den Kopf und fragte mich, wie er so etwas fragen kann. „Du musst jetzt den Timer für mich bedienen und die Hebamme anrufen!“, antwortete ich kurz, knapp und bestimmend. Ich war noch immer nicht bei der Wellenlänge von 60 - 90 Sekunden angekommen, die Wellen kamen aber sehr regelmäßig.
Mein Mann erinnerte mich noch an das TENS-Gerät und half mir dabei, es zu nutzen. Anfangs hatte ich noch Angst, das TENS-Gerät zu hoch zu schalten. Nicht viel später fragte ich ihn leicht überfordert, wo denn der stärkere Turbo-Knopf sei. Den gab es nicht… Die Hebamme war innerhalb einer halben Stunde bei uns Zuhause. Genug Zeit für meinen Mann, um noch ein frisches Brot zu backen.
Schnell stellte die Hebamme fest, dass es zu spät war, um noch ins Krankenhaus zu fahren. Ich hatte schon 9 cm und die Gefahr war zu groß, dass ich ansonsten unser Kind im Auto gebären würde. Okay, eine Hausgeburt hätte ich mir im Vorhinein ganz und garnicht vorstellen können und wir waren darauf nicht vorbereitet.
Trotzdem hatte ich dank der Hypnose das feste Selbstvertrauen, dass ich es schaffen werde. Da ich mir viele verschiedene positive Geburtstberichte im Vorhinein durchgelesen habe, wusste ich auch, dass es doch meistens anders kommt wie „geplant“. Die Hebamme und mein Partner haben in einem rasenden Tempo alles zusammen gesucht, was für eine Geburt notwendig war.
Im Vorhinein hatten wir bereits unser Bett erhöht, da das in den Niederlanden vorgeschrieben ist, zur Gesundheit der „Kraamvrouwen“ (Hebammen die in der Woche nach der Geburt bei einem Zuhause sind, sich um das Wohl der Mütter und des Babys kümmern und den Eltern zeigen, wie das alles so funktioniert mit einem Neugeborenen). Unser Bett konnte nicht Standard erhöht werden, weshalb wir Bierkästen genutzt haben, die fest aneinander gebunden waren. Dass die Geburt auf einem auf Bierkästen erhöhten Bett stattfinden wird, hätte ich mir bis zu dem Zeitpunkt noch weniger vorstellen können. ;)
Mein Mann hat mich großartig unterstützt und verschiedene Anker angewendet. Der Duftanker war in der Vorbereitung mein Favorit. Während der Geburt wollte ich jedoch nur den Berührungsanker nutzen. Das ist in der letzten Phase der Geburt ausgeartet in ein festes Kneifen in die Hand meines Mannes. Die letzte Phase bestand aus Wellen wegatmen, den Powerknopf des TENS-Geräts drücken und Händekneifen... Und dann ging es auf einmal sehr schnell.
Ich sammelte all meine Energie und presste wahrscheinlich etwas zu doll. Zum Glück konnte unser Kleiner noch von der Hebamme aufgefangen werden. Ich habe mich so erschrocken, dass ich nur einen lauten Schrei von mir gab. 3 Stunden nachdem die Hebamme da war, um 8:28 Uhr, wurde unser Sohn bei uns Zuhause geboren. Ein unglaubliches Gefühl <3
Die Hypnose lief von 23 Uhr abends bis 9.30 Uhr morgens in Dauerschleife. Auch die Hebamme fand die Hypnose sehr entspannend und war erstaunt, wie ruhig ich bei der Geburt war. Eine Stunde nach der Geburt fragte sie dann aber doch vorsichtig, ob die Geburtshypnose jetzt noch notwendig sei. :)

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