Erfahrungsbericht
von Jasmin

Liebe Kristin, liebes Team der friedlichen Geburt,

Von Herzen danke ich euch für die effektive Geburtsvorbereitung! Auch Dank der mentalen Geburtsvorbereitung konnte unsere Tochter als entspanntes, aufmerksames Kind zur Welt kommen und wurde schon zu Beginn von einer Ärztin als "friedliches Wesen" beschrieben.

Der Podcast und auch der Kurs mit den vielen angeleiteten Sessions waren für mich eine perfekte Möglichkeit der selbstbestimmten Vorbereitung auf die Geburt. Ich lernte, meinem Körper zu vertrauen und unserem Baby.

Ich saß während der Wellen mit meinem Mann, der mir den unteren Rücken mit einem Igelball massierte, auf einem Stück Wiese hinter dem Klinikum und ich konnte mich, die Anleitung im Ohr, vollkommen darauf einlassen.

Plötzlich spürte ich ein Knacken im Bauch und eine Stunde später - wir erreichten noch den Kreißsaal - war unsere Tochter geboren. Die Wellen und die Eröffnungsphase empfand ich als sanft und langsam, denn ich hatte schon 2 Wochen lang immer wieder Vorwehen.

Wir hatten eine Hausgeburt geplant, waren aber bei ET+15 angelangt und daher waren Einleitung und Krankenhausgeburt unumgänglich. Obwohl ich große Angst vor klinischen Situationen habe, fiel es mir überraschend leicht, mich auf diese einzulassen. Flexüle, Einleitung mit Prostaglandingel und Dammschnitt waren plötzlich nicht angsteinflößend, da ich mich so sehr auf jeden einzelnen Moment eingelassen habe und alles als Schritt auf unserem Weg verstand.

Die Austrittsphase war so kraftvoll. Ich hatte das Gefühl, unser Kind möchte mit einer einzigen Welle schnell geboren werden. Daher lag die Anstrengung darin, etwas gewebeschonend zu bremsen. Es war auch keine Zeit mehr, die Anleitung weiterzuhören. Aufgrund der Vorbereitung war dies nicht mehr notwendig.

Die Technik der Atmung und Visualisierung waren gut verinnerlicht. Ich kann ganz glücklich sagen, dass ich keine Schmerzen hatte. Weder die Wellen, das Dehnen, noch der Dammschnitt waren schmerzhaft. Auch hatte ich keinen Moment das Gefühl, nicht mehr weiter zu können. Meinen Mann beruhigte ich in einer kurzen Pause und sagte ihm, dass es nur heftig aussieht, aber dass ich keine Schmerzen habe.

Sogar in der sehr dynamischen letzten Phase atmete ich in den kurzen Pausen ruhig und dachte an meinen Kraftort. Das gab mir wirklich immer wieder viel neue Energie. Unsere Hebamme, die schon fast 20 Jahre Berufserfahrung hat, fragte, was mein Geheimnis oder meine Technik gewesen sei.

Neben der mentalen Geburtsvorbereitung achtete ich auf meine Ernährung, verzichtete 2 Monate vor der Geburt auf Zucker und Weißmehl, hörte positive Geburtsberichte und ging viel spazieren. Ab der 30. SSW etwa übte ich fast täglich die Technik der friedlichen Geburt und wählte die Anleitungen nach Lust und Laune aus.

Auch die Anleitungen für nach der Geburt nutzte ich im Wochenbett ab und zu. Sie halfen mir, mit den Geburtsverletzungen gut umgehen und mich auch bei Stillproblemen entspannen zu können. Alle Verletzungen sind schnell und problemlos geheilt. Noch einmal: Dankeschön! Wie wunderbar, dass es diese Methode gibt! Möge sie vielen Familien zu schönen Erfahrungen und vielen Kindern zu einem sanften Start ins Leben verhelfen.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina