Erfahrungsbericht
von Johanna D.

Die Geburt meines Babys wurde 4 Wochen vor ET eingeleitet, da ich an einer Schwangerschaftscholestase litt. Dadurch steigt die Gefahr, dass das Kind spontan im Mutterleib stirbt.

Vom ersten Einleitungsversuch bis zur Geburt vergingen 14 Tage. In dieser Zeit habe ich viel die Hypnose bei Einleitung gehört. Dadurch konnte ich mich mental soweit stärken, dass ich den gesamten Zeitraum als selbstbestimmt empfinden konnte.

Die Geburt selbst begann nachts. Ich saß im Schneidersitz im Dunkeln auf dem Klinikbett, kreiste mit dem Oberkörper und hörte die Hypnose zur Eröffnungsphase. Nach 2h beschloss ich, mich über den stillen Klinikflur auf den Weg in den Kreißsaal zu machen. Das CTG ergab schöne Wehen. Zwar immer zwei direkt hintereinander und dann erst die Pause, doch durch die Hypnose konnte ich die Verschnaufzeit gut nutzen, um gestärkt in die nächste Doppelwelle zu gehen.

Nach dem CTG durfte ich sofort in die Wanne steigen, wo nach 10 Minuten bereits die Fruchtblase sprang. Durch meine zwei vergangenen Geburten wusste ich bereits, dass es nun zügig gehen würde und gab der Hebamme Bescheid, die nun alles vorbereitete.

Tatsächlich änderte sich der Wellenmodus bereits 5 Minuten nach Blasensprung. Es folgten 15 Minuten herausfordernde Presswehen, die mich Kraft und Mut kosteten - und dann war Baby J. auch schon auf der Welt. Die Hypnosen haben mir auch nach der Geburt geholfen, immer einen Zugang zu meiner Kraft zu finden und in der Anerkennung für mich zu bleiben.

Danke für eure tolle Arbeit.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina