Erfahrungsbericht
von Julia

Im August 2025 durfte ich nach einer wunderschönen und empowernden Geburt unseren Sohn in den Armen halten. Bereits ab der 25. Schwangerschaftswoche bereitete ich mich mit der Methode der Friedlichen Geburt auf die Geburt vor. Die täglichen Meditationen, Hypnosen und Affirmationen halfen mir, Vertrauen in meinen Körper und den natürlichen Geburtsprozess zu entwickeln.

Der errechnete Termin war der 22. August. Unser Sohn ließ sich noch etwas Zeit und machte sich erst acht Tage später auf den Weg. In der Nacht des 29. Augusts spürte ich gegen 1:00 Uhr die ersten Wellen.

Am Vormittag hatte ich noch einen Kontrolltermin in der Klinik, bei dem alles unauffällig war, sodass ich noch einmal nach Hause fahren konnte. Den gesamten Tag begleitete ich die Wellen mit den Meditationen der Friedlichen Geburt. Die Hypnosen halfen mir dabei, ruhig und entspannt zu bleiben und jeder Welle mit Vorfreude statt Angst zu begegnen.

Gegen 19:00 Uhr fuhren mein Mann und ich in die Klinik. Der Muttermund war bereits 5 cm geöffnet. Aufgrund eines hohen Patientinnenaufkommens mussten wir zunächst einige Stunden im Aufenthaltsraum verbringen. Auch das brachte mich nicht aus der Ruhe.

Als schließlich ein Kreißsaal mit Gebärwanne frei wurde, konnte ich dort in einer wundervoll entspannten Atmosphäre weiterarbeiten. Die gedämpfte Beleuchtung, die Salzsteinlampe und die vertrauten Hypnosen ließen mich ganz in meine eigene Welt eintauchen.

Da die Fruchtblase trotz vollständig eröffnetem Muttermund nicht von selbst geplatzt war, wurde sie mit meinem Einverständnis geöffnet. Danach wurden die Wellen deutlich intensiver und ich entschied mich, aus dem Wasser zu kommen. Am angenehmsten empfand ich die aufrechte Position mit nach vorne gelehntem Oberkörper.

Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, es nicht schaffen zu können. Die Wellen waren intensiv und auch schmerzhaft, aber niemals beängstigend oder negativ. Ich konnte sie annehmen und mit ihnen arbeiten. Die Vorbereitung mit der Friedlichen Geburt gab mir dabei unglaublich viel Sicherheit, Ruhe und Vertrauen.

Um 5:00 Uhr morgens habe ich unseren Sohn schließlich ohne Medikamente oder andere Interventionen geboren. Ich erlitt keine Verletzungen und fühlte mich nach der Geburt erstaunlich fit und kraftvoll. Wir konnten gemeinsam im Kreißsaal frühstücken, die ersten Stunden als Familie genießen und ich konnte direkt selbstständig duschen gehen.

Ein Moment, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Nach der Geburt bedankte sich die Hebamme dafür, bei dieser besonderen Geburt dabei gewesen zu sein. Sie fragte mich, wie ich mich auf die Geburt vorbereitet hatte, da meine Ruhe, mein Vertrauen und die Art, wie ich die Wellen begleitet hatte, sie sehr beeindruckt hatten. Für mich war das eine schöne Bestätigung dafür, wie wertvoll die Vorbereitung mit der Friedlichen Geburt gewesen ist.

Diese Geburt hat mir gezeigt, wie viel Stärke in uns Frauen steckt. Die Friedliche Geburt war für mich dabei ein entscheidender Schlüssel. Sie hat mir ermöglicht, die Geburt meines Sohnes bewusst, selbstbestimmt und voller Zuversicht zu erleben. Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf diese warme Sommernacht zurück und werde dieses unbeschreibliche Erlebnis für immer in meinem Herzen tragen.

VideoberichteMehr Videoberichte
Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina