Erfahrungsbericht
von Kathrin H.

Bei meiner dritten Schwangerschaft und Geburt (und auch bei der Fehlgeburt davor) hat mich Kristin und ihr Team begleitet. Ich bin dafür sehr dankbar, weil mich eure Methode bei beiden Wegen so gut begleitet hat.

Meine erste Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett habe ich als traumatisch erlebt - starke Blutung in der 20. SSW, äußere Wendung, Einleitung mehrere Tage lang, Kristeller Griff, Saugglocke, Wochenbettdepression, unerkannte Saugregression - wir haben fast alles mitgenommen.

Die friedliche Geburt hat mir sehr geholfen, diese Schwangerschaft zu genießen und mich gut auf meine zweite Geburt vorzubereiten. Bei dieser 3. Schwangerschaft konnte ich sehr gut Kontakt zu meinem Baby aufnehmen. Ich spürte von Anfang an, dass eine kleine quirlige Glücksmurmel in mir heranwächst.

Ich konnte auch meinen großen Vorsatz umsetzen, dieses Mal mehr auf meinen Bauch, statt auf meinen Kopf zu hören. Ich malte mir meine natürliche friedliche Geburt aus, bei der ich selber mein Baby auffangen würde und genoss die Pausen durch Kristins Hypnosen und dem Schwangerschaftsyoga.

Wegen der Einleitung bei meiner ersten Geburt, ernährte ich mich die 6 Wochen vor dem Termin nach Louwen. Auch Akkupunktur und andere homöopathische Mittel probierte ich aus, so wie mein Bauchgefühl war. Als der ET noch 5 Tage entfernt war, wurde ich nervöser und verkopfter. Ich hatte dieses Mal Senkwehen und versuchte, mir auch alle anderen Unterschiede dieser Schwangerschaft, im Vergleich zur ersten, immer wieder zu verdeutlichen. Aber mit jedem Tag, der verstrich, verging mein Optimismus.

Am 11. Tag nach ET wurde ich wieder zur Einleitung in die Klinik geschickt. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass mein Baby sehr groß war und ich sehr viel Fruchtwasser hatte. Dadurch wurde mir zu einem Kaiserschnitt geraten (die einzige Alternative wäre die Prostagladingabe gewesen, wegen der Befunde). Dankend nahm ich den Kaiserschnitt an, da die Einleitung der ersten Geburt und die vielen künstlichen Hormone wirklich traumatisch und schlecht verträglich für mich waren.

Ich blieb vorsichtshalber über Nacht im Krankenhaus und hatte am nächsten Tag Mittags den Termin zur OP. Ich war wirklich sehr aufgeregt, da ich noch nie eine große OP hatte. Am Abend hörte ich Kristins Hypnose zur Vorbereitung auf einen Kaiserschnitt. Dank der Hypnose konnte ich die Bauchgeburt sofort akzeptieren und mich beruhigen.

Am nächsten Tag ging es, etwas später als geplant, dann los. Im Kreißsaal, in dem wir warteten, hatte mein Mann schon Tränen der Vorfreude in den Augen, weil er wusste, dass gleich unser Sohn auf die Welt kommen würde. Ich wurde schließlich in den OP geschoben und vorbereitet. Ich hatte noch nicht meine Kopfhörer dabei und ging in Gedanken immer wieder die Hypnose und Abläufe durch, die ich wochenlang geübt hatte. Mein Man durfte dann dazu kommen und konnte mir meine Kopfhörer geben, kurz bevor die OP losging. Ich hörte die Hypnose "Während einer Bauchgeburt" und ließ meinen Mann nach meinem Bedürfnis die Lautstärke höher drehen, damit ich die Geräusche und Gespräche besser ausblenden konnte. Während der Operation dachte mein Mann sogar, ich hätte Beruhigungsmittel erhalten, weil ich so entspannt und ruhig wirkte. Die OP empfand ich als sehr unangenehm. Der Schnitt musste sogar vergrößert werden, weil unser Sohn so ein großes Kerlchen war. Ich hörte die Ärzte mehrmals sagen "Er ist ja wirklich so groß", was meine Entscheidung zur Bauchgeburt bestätigte.

Als ich unseren Sohn das erste Mal schreien hörte, weinte ich vor Glück, Erleichterung und Liebe. Er hatte keine Anpassungsstörung nach der Bauchgeburt und durfte nach der Untersuchung auf meine Brust und ab da an bei mir bleiben. Im Kreißsaal anschließend durfte unsere Tochter kurze Zeit später dazu kommen, ich bekam mein gewünschtes Mettbrötchen und ließ es mir gut gehen. Das Wochenbett war ein komplett anderes als beim ersten Mal. Durch eine Stillberatung, noch während der Schwangerschaft, wurde die Saugreggression dieses Mal sofort erkannt und ich stille bis heute komplett und genieße diese neue Erfahrung.

Die Hypnosen für das Wochenbett hörte ich bereits im Krankenhaus, um runter zu kommen, zu entspannen und zu schlafen. Ich war gleich total verliebt und kann das Mamasein noch einmal neu erleben. Dank eurer Methode konnte ich mich auch mit meiner ersten Geburt versöhnen, wo mich die letzten Jahre Versagensgefühle begleitet haben. Wenn ich heute an meine letzte Geburt zurück denke, bin ich glücklich. Ich halte sein Köpfchen und habe das Gefühl, ich hätte ihn selber aufgefangen. Danke!

VideoberichteMehr Videoberichte
Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina