Erfahrungsbericht
von L.
Leider habe ich 2023 eine traumatische Geburt erlebt, die als Notkaiserschnitt endete. Die Angst vor der zweiten Geburt war sehr groß und ich hatte den Wunsch, eine spontane Geburt zu erleben. Durch eine Freundin bin ich auf die friedliche Geburt aufmerksam geworden und es war das Beste, was mir jemals passieren konnte! Ich habe den Kurs relativ früh begonnen und konnte so wieder Vertrauen in mich gewinnen und meine Ängste der ersten Geburt verarbeiten.
Die Hypnosen haben mich super entspannt und haben mir echt viel Selbstvertrauen gegeben. Meine ersten Wellen begannen an einem Samstag um 17 Uhr. Die Wellen waren schon recht intensiv und wurden immer regelmäßiger, sodass wir uns um 5 Uhr auf den Weg in die Uniklinik gemacht haben. Auf dem Weg haben sich die Abstände wieder verlängert und die Wellen kamen wieder unregelmäßig.
Ich wurde im Kreißsaal untersucht und war bei 1 cm Muttermundöffnung. Sie boten mir ein Zimmer an, da wir einen recht weiten Anfahrtsweg (1Std.) hatten. Dies lehnte ich ab und wir fuhren nach Hause. Ich hatte immer wieder sehr intensive Wellen. Montags war ich nochmal zur eburtsvorbereitenden Akupunktur und danach wurden die Wellen noch intensiver und wieder regelmäßiger.
Dienstagmorgen habe ich noch versucht, um 9:00 Uhr was zu frühstücken, aber die Wellen kamen immer regelmäßiger und ich hab gemerkt: „Wir müssen jetzt los!“ Zu dem Zeitpunkt habe ich auch wieder die Hypnose auf den Ohren gehabt. Mein Partner hat unser erstes Kind untergebracht und alles startklar gemacht, während ich die Wellen veratmet habe und mich langsam auf den Weg zum Auto gemacht habe (Wir wohnen im 3. OG ohne Aufzug).
Diesmal blieben die Wellen auch regelmäßig. Der Weg vom Parkplatz bis in den Kreißsaal war mit vielen Pausen verbunden, da ich während jeder Welle stehen bleiben musste und sie richtig veratmen musste. Sie waren intensiv, aber ich habe nicht wirklich Schmerzen gehabt.
Im Kreißsaal wurde ich untersucht und ich war schon bei 6 cm. Die erste Hebamme wollte mir mehrmals was gegen Schmerzen geben, aber ich sagte immer wieder, ich brauche nichts, das konnte sie irgendwie nicht verstehen und nach dem 5. Mal Fragen hab ich dann das Lachgas genommen.
Mit dem Lachgas ging es mir noch viel besser und ich musste wirklich in den Pausen richtig loslachen und irgendwann wurde alles nass und ich dachte, ich habe Pipi gemacht, aber es war wohl das Fruchtwasser. Dann wurden die Abstände immer kürzer und ich brauchte das Lachgas wirklich für die Wellen. Und dann kam auch zum Glück der Schichtwechsel!
Dann war eine super tolle Hebamme bei mir. Mein Partner hatte erklärt, was ich höre und sie kannte die Methode auch gut und sie hat mir ein super gutes Gefühl gegeben. Sie hat mich immer angelächelt und dabei genickt und mir so gezeigt, dass ich alles richtig mache. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass ich gar nicht in Hypnose war, bis meine Kopfhörer leer waren und die Hypnose unterbrochen wurde. Mit einmal kam ich überhaupt nicht mehr mit den Wellen zurecht, bis ich meine anderen Kopfhörer wieder auf den Ohren hatte.
Da wusste ich, dass die Methode sooo gut funktioniert! Leider hab ich die Hypnose zur Austrittsphase nicht gewechselt, weil ich und auch mein Partner nicht mehr daran gedacht haben. Deshalb ging die Austrittsphase etwas länger, ich hatte starken Pressdrang, aber hatte die Wellen immer noch veratmet und nicht richtig mitgedrückt. Ich glaube tatsächlich, das ich so entspannt war, dass sie gedacht haben, die Wehen sind zu schwach und wurde deshalb an einen wehentropf gehangen.
Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass ich mitschrieben muss und sie nicht nur veratmen darf. Und dann ging es total schnell mit drei Presswehen kam dann mein Sohn ganz gesund zur Welt. ;) Kann natürlich auch am Wehentropf gelegen haben, aber ich glaube eher, dass es an der richtigen Atmung lag.
Ich habe keine einzige Verletzung und meinem Sohn ging es super. Da ich Diabetes Typ 1 habe, war er etwas unterzuckert, aber da ich genug Zeit zum Anlegen bekommen habe und wir auch Kolostrum gesammelt haben, hat sich der Zucker total schnell stabilisiert und er durfte bei mir bleiben. <3
Ich danke von Herzen für diesen tollen Kurs!

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