Erfahrungsbericht
von Laura

Liebe Kristin,

Nun will ich endlich meinen Erfahrungsbericht zu meiner Traumgeburt einreichen. Mein Sohn ist nun 3 Monate und ich kann dir gar nicht genug danken für deine tolle Arbeit. Sowohl in der Schwangerschaft als auch während der Geburt und im Wochenbett, hast du mir geholfen und war deine Stimme stets bei mir.

Ich habe deinen Kurs im April begonnen und habe im Mutterschutz täglich geübt. Er hat mir viel Vertrauen gegeben und mich immer gut einschlafen lassen. Ich sollte vorab erwähnen, dass ich lange Zeit Angst vor dem ganzen Thema hatte und eine Schwangerschaft selbst angezweifelt habe. Als der Wunsch größer als die Angst war, erinnerte ich mich an den Tipp einer Freundin, die deine Methode genutzt hatte und begann erst mit dem Podcast und dem Buch. Geburt ist natürlich und schön, das war, was ich manifestieren wollte und mit DFG geschafft habe.

Am Abend vor ET hatte ich um 23 Uhr einen Blasensprung. Dass es ein Blasensprung war, wusste ich aber auch erst nach einer Weile (habe einen schönen Selbsttest entdeckt :)). Ich kontaktierte meine Doula und wir gingen zu Bett, wie es immer empfohlen wurde im Geburtsvorbereitungskurs der Hebamme, da es bis zu 72 Stunden dauern kann, bis es los geht. Wie immer hörte ich deine Hypnose zum Einschlafen.

In der Nacht spürte ich dann Periodenkrämpfe und dachte, es könnte die erste subtile Welle sein und begann, die Hypnose zur Eröffnungsphase zu hören. Im Halbschlaf veratmete ich die ersten Wellen bis ich meinen Mann weckte und um eine Wärmflasche bat. Kurz danach kam er selber mit dem TENS, was eine tolle Ergänzung zu der Atemtechnik und der Hypnose auf den Ohren war. Ich blieb so bis 4 Uhr im Bett. Ich wollte dass die Doula nun kommt.

Kurze Zeit spät war sie da und mein Mann baute den Geburtspool auf. Ich ging auf die Toilette und damit auch auf die 1. Etage, wo ich auch blieb, denn dort hatten wir das Geburtszimmer eingerichtet mit Pool, Matratzenunterlagen, Duftöl und Kerzen. Meine Doula machte aus dem Raum eine Entspannungsoase mit psychedelischen Lichtern.

Mittlerweile wurde auch die Hebamme angerufen auf meinen Wunsch hin. Sowohl mein Mann als auch meine Doula dachten, es sei noch zu früh, weil ich doch sehr entspannt und ruhig war. Im warmen Wasser war es dann noch angenehmer und ich hatte die Hypnose mit Lautsprecherstirnband auf, mein Mann hatte das Abspielen übernommen.

Als die Hebamme um 6.30 Uhr kam und mich im Pool untersuchte, war mein Muttermund vollständig geöffnet und ich fühlte, dass die Wellen anders wurden und es kam auch eine längere Pause. Ich wollte pressen und fragte nach der nächsten Hypnose, diesmal via Lautsprecher box, sodass alle Niederländer im Raum Kristins Stimme auf Deutsch hören in Dauerschleife :D

In dieser Phase hörte ich auch auf Anweisung der Hebamme und Doula, die mich bis dato in meiner Bubble gelassen haben. Das Pressen gefiel mir im Pool nicht so sehr, da ich wegrutschte und mich abstützen wollte, um diese Kraft in mir zu bündeln. Da es auch schon über eine Stunde dauerte, empfahl die Hebamme, nochmals zur Toilette zu gehen, um die Blase zu leeren, was aber auch unter der Dusche nicht geglückt ist und sie fragte mich, ob sie es mit Hilfe eines Katheters machen dürfte.

Das war wohlgemerkt das einzige Mal, dass ich während der Geburt 'aua' sagte und auch kurz aus der Hypnose auftauchte. War aber auch nicht weiter schlimm, hatte es schlimmer befürchtet. Die Hebamme legte mir einen warmen Handschuh auf den Damm und die Doula massierte meine Beine, weil ich durch das Pressen Krämpfe in den Beinen verspürte. Mein Mann hielt ununterbrochen meine Hände und gab mir einen Schluck Wasser oder einen kalten Waschlappen auf die Stirn.

Es war schon hell und sehr sonnig draußen (was ich allerdings erst später auf dem Geburtsvideo sah, weil ich die ganze Zeit die Augen zu hatte), als auch die sogenannte Kraamzorg, zu Deutsch Wochenbettversorgerin kam, welche bei der Hausgeburt die Hebamme unterstützt. Ein Wechsel zum Gebärhocker sollte den entscheidenden letzten Rutsch des Köpfchens um die Kurve im Geburtskanal erleichtern.

Schwarze Haare waren schon sichtbar, aber wie ich es auch spürte, bouncte das Köpfchen immer wieder zurück. Ich dachte sofort an das Glöckchen von Dr. Lütje aus dem Podcast und sagte mir und meinem Baby, wir schaffen das auch ohne. Als dann meine Hebamme meinte, die Herztöne seien etwas schlechter und es dauert etwas lange, sie würde einen kleinen Dammschnitt machen wollen, willigte ich sofort ein, obwohl es eine meiner Ängste war. Aber die VRANI Methode spielte sich blitzschnell ab und ich wusste, so konnte ich meinem Baby helfen und wir brauchen keinen Wechsel ins Krankenhaus.

Kurz darauf war mein kleiner Strahlemann am ET um 10:00 Uhr geboren und nach einem langen Bonding auch die Plazenta mit Hören der letzten Hypnose. Ich hatte zwar dran geglaubt, aber nicht gedacht, dass meine Geburt wirklich so schön und schmerzfrei ablaufen würde. Auf dem Geburtsvideo sieht man sogar, wie ich aus der Trance komme nach der Geburt und meine Hebamme und Doula waren auch begeistert, wie toll die Hypnose geholfen hat.

Dass meine Hausgeburt geglückt ist, hab ich auch meinem tollen Geburtsteam zu verdanken und meiner Hebamme bin ich unglaublich dankbar. Mein Dammschnitt ist wunderbar verheilt und mein Sohn ist ein entspannter kleiner Strahlemann. Danke an mein Geburtsteam und an Kristin und ihr Team!

P.S. Dadurch, dass ich versucht habe, mich kurz zu fassen (mein Bericht im Tagebuch war 9 Seiten), fehlt so einiges wie zum Beispiel, wie genau das TENS gut zusammen mit der Atemtechnik funktioniert hat und mein Zeitgefühl (2:45 Stunden Pressphase fühlten sich nämlich überhaupt nicht so lange an) und wie ich die ganze Zeit mit meinem Baby gedanklich kommuniziert habe und wie kraftvoll und voller Vertrauen ich mich bei jeder Welle gefühlt habe und wie schön die Austrittsphase war und ich mich bis jetzt noch Frage, ob es nicht doch sowas wie orgasmic birth gibt.

VideoberichteMehr Videoberichte
Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina