Erfahrungsbericht
von Laura
Die Geburt meines ersten Sohnes im Krankenhaus war sehr traumatisch für mich.
Umso dankbarer war ich dann, die Geburt meines zweiten Sohnes mit deiner Methode als so kraftvoll und heilsam empfinden zu können.
Im Verlauf des zweiten Trimesters bin ich auf Kristins Podcast gestoßen und habe mir dann im 6. Monat den Kurs gebucht. Ich habe regelmäßig die Hypnosen gemacht und diese als meine kleine Auszeit sehr genossen. Gleichzeitig habe ich mich diesmal für eine Hausgeburt entschieden. Da wir auf alles vorbereitet sein wollten, haben wir die Geburt dennoch im nächstgelegenen Krankenhaus angemeldet. Dort wurde von Einleitung gesprochen und gesagt, mein Kind sei zu groß. Ich dürfte auf keinen Fall bis zum errechneten Termin warten und würde das nicht alleine schaffen. Ich hatte dieses Mal großes Vertrauen in mich selbst und wusste auch, dass das Geburtsgewicht nicht ausschlaggebend dafür ist, ob eine Geburt Komplikationen mit sich bringt oder nicht.
Da mein Großer sich auch 10 Tage früher auf den Weg machte und mein Bauch schon Wochen vor dem Termin wahnsinnig gesenkt war, bin ich auch diesmal nicht davon ausgegangen, es bis zum Termin zu schaffen. Mein zweiter Sohn fand es wohl aber sehr gemütlich im Bauch und ließ sich bis nach dem Termin Zeit. Um den Verlauf etwas anzuregen, empfahl mir meine Hebamme ein Fußbad mit Senfmehl. Das sollte die Durchblutung anregen und kann wehenfördernd wirken. Dazu lauschte ich der Hypnose "Geburtsbeginn mental fördern".
In der Nacht spürte ich dann erste leichte Wehen. Unsere Hebamme verließ uns in der gleichen Nacht nach kurzem Besuch wieder, da die Wehen vorerst wieder aufhörten. Am nächsten Tag machten wir es uns zu zweit schön. Nach einem langen Spaziergang starteten die Wehen erneut und ich merkte schnell, dass es jetzt richtig losgeht. Als ich ich die Wehen nicht mehr so gut veratmen konnte, begann ich mit der Hypnose und Kristins Stimme auf den Ohren. Es fühlte sich zu dem Zeitpunkt an, als würde ich die Stimme einer guten Freundin hören. Das und die Vorstellung, dass jede Wehe wie eine Welle ist und nur einmal kommt, hat mir gut getan. Ein echter Gamechanger für mich war auch ein großer Kamm in meiner Hand, den ich während der Wehe drücken konnte. Diesmal waren mein Mann und ich tiefenentspannt. Er ließ mich weitestgehend machen und bat mir nur zwischendurch etwas zu trinken an oder massierte mir den Rücken. Dieses Gefühl, selbstbestimmt durch meine Geburt zu gehen, empfand ich als sehr kraftvoll.
Die Wellen wurden stündlich stärker, während ich gleichzeitig immer glücklicher wurde. Ich wusste, dass ich bald mein Kind in meinen Armen halten darf. Bei einer sehr starken Welle platzte mir im Stehen schließlich die Fruchtblase. Mein Mann kontaktierte erneut die Hebamme, die schon unterwegs war. Danach ging alles sehr schnell. Ich hatte nun den Drang mitzuschieben und tönte dabei sehr laut. Noch in letzter Sekunde bin ich zwischen den Wehen in unseren Geburtspool hinein. Das warme Wasser war eine richtige Wohltat. Mein Mann wollte gehen, um das noch laufende Wasser auszudrehen. Ich schrie ihn an, es ginge jetzt nicht mehr, soll es doch überlaufen (das tat es zum Glück nicht). Der Drang mitzuschieben wurde immer größer und ich tastete zwischen meinen Beinen. Tatsächlich konnte ich bereits das Köpfchen spüren. Eine weitere Wehe und der Kopf war geboren. Dieses Gefühl hat mich so überwältigt, dass ich noch aufgebracht fragte, ob unser Kind denn jetzt wirklich auch nicht ertrinken kann. Bei der nächsten Wehe kam der Körper nach und mein Mann fischte unseren Sohn aus dem Wasser. Ich hielt dieses kleine Wesen auf meiner Brust und war voller Glücksgefühl und Erstaunen, was ich mit meinem Körper dort geleistet habe.
Fünf Minuten später kam auch unsere Hebamme zur Tür herein, freudig überrascht, dass wir es schon geschafft haben und es allen gut ging. Sie hat uns dann noch wunderbar versorgt während der ersten Stunden. Niemals hätte ich eine Alleingeburt geplant und würde zukünftig auch immer wieder zu dieser tollen Hebamme gehen, die mich schon während der Schwangerschaft sehr einfühlsam unterstützt hat. Dennoch ist dieses Gefühl, diese Geburt ganz allein gemeistert zu haben bis heute beflügelnd. Unser Sohn E. brachte stolze 4400 g auf die Waage bei 56 cm, klein war er wirklich nicht.
Wir verweilten noch ein Weilchen im Pool und nach kurzer Zeit suchte er schon meine Brust.
Erst nach allem ist mir auch erst aufgefallen, dass ich nie zur Hypnose für die Austrittsphase umgeschaltet habe. Am Ende wusste ich nicht einmal mehr, was Kristin sagt. Ich war super fokussiert und es hat gereicht, einfach nur diese vertraute Stimme zu hören.
E. ist nun zwei Monate alt und das entspannteste Baby, was man sich vorstellen kann. Wie man ins Leben startet, kann wirklich einen Unterschied machen.
Also danke liebe Kristin und dein Team für diese wundervolle Erfahrung.

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