Erfahrungsbericht
von M.

Hallo zusammen,

Ich hatte auch Dank euch eine wunderbare 2. Geburt nach einer schlechten ersten Geburt ohne die friedliche Geburt. Zuerst kurz eine Zusammenfassung meiner ersten Geburt. 2022 kam unser erster Sohn zur Welt, ich hatte mich null vorbereitet und dachte, das geht schon irgendwie, ist ja menschlich, ich startete im Geburtshaus. Ich hatte 24 Std. Wehen mit nur 1cm Öffnung und hatte danach eine PDA und später einen Kaiserschnitt, da leider nichts voran ging und unser Baby nicht optimal im Becken lag.

Leider musste unser Sohn danach direkt auf die Neonatologie für 4 Nächte, was für uns als Eltern der blanke Horror war. Wir brauchten alle lange, um uns von diesem Erlebnis zu erholen. Im Oktober 2024 wurde ich geplant wieder schwanger und sagte mir, dass ich diesmal alles anders machen werde, ich möchte mich vorbereiten und alles geben, was ich kann, um eine schöne natürliche Geburt zu erleben.

Ich googlete und fand die friedliche Geburt. Zuerst noch zögerlich kaufte ich die App. Ich machte ab der 20 SSW jeden zweiten Tag eine Hypnose und hörte Podcasts und las tolle Erfahrungsberichte. Ich war motiviert. Am 02.07.25 war der ET und eine Woche nach dem ET war ich bei der Gynäkologin, welche mir sagte, ich habe wenig Fruchtwasser und wir müssen spätestens in 2 Tagen einleiten - ich war traurig - akzeptierte dies aber nach mehreren Stunden und dachte, es sollte so sein, auch das schaffen wir.

Was soll ich sagen, am gleichen Abend (20:00) ging es los. Zuerst mit noch 30-40min Abständen kamen die Wellen, sofort setzte ich mir die Kopfhörer auf und hörte die Eröffnungsphase in Dauerschleife, ca. 6 Stunden lang, die Wellen kamen so alle 8 min und ich duschte zwischendurch noch 2-3 mal, mein Mann massierte mir den unteren Rücken, da ich dort die Schmerzen wahrnahm.

Ich stand meistens während den Wellen, obwohl mir mittlerweile nach vielen Stunden die Füße wehtaten. Einmal fragte ich mich, ob ich denn in der Meditation drin sei, als ich dadurch rausfiel und eine Welle mich überrannte, merkte ich sofort, wie wohltuend es war, die Wellen in Meditation wahrzunehmen, denn ohne war es sehr viel schmerzhafter. Ich hatte die ganze Zeit die Augen geschlossen und konzentrierte mich.

Mein Mann rief die Hebamme an, welche mich ins Spital begleiten wird und meine Mutter, um vorbei zu kommen für unseren größeren Sohn. Um 02:30h sagte ich zu meinem Mann, ich will ins Krankenhaus. Also gingen wir los - immer noch mit den Kopfhörern auf den Ohren. Die Fahrt dauert nur 15min.

Dort angekommen, bekam ich Zäpfchen, um mir ein wenig die Schmerzen zu nehmen. Ich hörte die Meditation noch ca. 2-3 Stunden weiter, danach merkte ich, dass ich das auch ohne deine Stimme gut schaffen werde. Ich tönte sehr laut die ganze Zeit, was mich ein wenig irritierte, jedoch tat es mir gut. Es war sonst eine tolle Stimmung, friedlich und ich war total bei mir, hatte die ganze Zeit die Augen geschlossen.

Ich sagte drei Mal, ich kann nicht mehr und mein Mann und die Hebamme sagten mir, du schaffst das! Ich war motiviert, ich wollte zu keiner Zeit eine PdA, denn ich wusste, es kommt gut und ich schaffe das. Ich wusste und spürte, es geht voran. Ich hatte ein Wahnsinns Körpergefühl.

Um ca. 7.00h hatte ich das Bedürfnis, zu pressen, was ich auch sagte, die Hebamme sagte, sie untersuche mich nochmals - sie wusste, ich möchte nicht wissen, wie weit ich geöffnet bin, sie sagte nur, es sieht gut aus, versuch jedoch, noch nicht mit zu pressen, ein wenig Zeit brauchen wir noch. Okey dachte ich, dann also weiter.

Ich war bei mir, irgendwann kam der Druck stärker, sie sagte, ich dürfe mit schieben. Da wusste ich, wir sind auf der Zielgeraden, jetzt kommt alles gut. So ging es weiter und nach mehreren Presswehen war unser kleiner zweiter Prinz geboren. Gesund und mit 4kg ein stolzes Gewicht. Ich konnte nicht glücklicher sein. Ich war so stolz auf mich und hatte eine wunderbare, kraftvolle und natürliche Geburt, wie ich sie mir gewünscht hatte.

Danke euch vielmals. Als Info: ich hatte die Louwen Ernährung ab Woche 36 gemacht. Akupunktur 2 Wochen vor der Geburt.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina