Erfahrungsbericht
von Miriam M.

Geburtsbericht

1. Schwangerschaft

Ich hatte eine Risikoschwangerschaft, denn ich war bei dieser (meiner ersten) Schwangerschaft über 35. Ob es jetzt daran lag oder nicht, ich hatte keine schöne Schwangerschaft. Ich war eigentlich durchgehend schlapp, hatte starke Symphyse-Schmerzen und konnte mich an den meisten Tagen kaum bewegen. Im Sommer hatte ich teilweise schwere Kreislaufprobleme und musste sogar einmal mit Rettungswagen ins Klinikum.

In SSW 28 wurde Schwangerschaftsdiabetes bei mir und Makrosomie bei dem Kleinen diagnostiziert. Wenig später stieß ich über den Podcast auf das Programm „die friedliche Geburt“ und kaufte es im Black Friday Angebot. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich eher skeptisch war, aber ich wurde schnell eines besseren belehrt. Dank der Hypnosen konnte ich der Schwangerschaft plötzlich positives abgewinnen. Ich hörte die Hypnosen immer dann, wenn ich nicht einschlafen konnte oder wenn mich Zweifel und Angst plagten. Durch die Videos und die Hypnosen fühlte ich mich vorbereitet und konnte auch der Geburt positiv entgegen blicken. 


2. Geburt - Einleitung

In SSW 39+0 sollte ich dann eingeleitet werden, das Wachstum des Kleinen hatte sich zwar normalisiert, aber die Plazenta arbeitete nicht mehr ordentlich. Ich ging mit einer ordentlichen Portion Respekt zu dem Kliniktermin, da meine Hebamme mich zuvor eindringlich gewarnt hatte, dass bei einer Einleitung keine schöne Geburt auf mich warten würde. Nachdem ich mir eine Zweitmeinung eingeholt hatte und auch diese sich für die Einleitung aussprach und ich großes Vertrauen in beide Ärzte habe, entschied ich mich schließlich für die Einleitung. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass mein Muttermund schon 1cm offen war und ich leichte Wellen hatte.

Ich wurde um 09:30 mit Gel eingeleitet, und hörte dabei die passende Einleitungs-Hypnose, die mir sofort alle Angst nahm und mich mit dem Gefühl zurück ließ, dass Richtige zu tun .

Um 14 Uhr begannen die ersten Wellen, die zwar schnell hintereinander kamen und einen maximalen Abstand von 2,5 Minuten zueinander hatten, die ich aber dank der Atemtechnik gut veratmen konnte.

Um 18 Uhr war der Muttermund dann bei 2-3cm und die Wellen fast vollständig verebbt, daher wurde die Einleitung auf den nächsten Tag verschoben. Auf der Wochenbett-Station hörte ich dann weiterhin die Hypnosen zur Geburtsvorbereitung. Auch hier nahmen sie mir meine Angst und ich konnte ein paar Stunden schlafen.

Am nächsten Morgen ging es pünktlich um 09:30 wieder mit einem Gel zur Einleitung los. Am Muttermund hatte sich über Nacht nichts verändert. Diesmal begannen die Wellen schon in den 2 Stunden, in denen das Gel einwirkte, ich hörte wieder die Einleitungs-Hypnose und versuchte danach, in Trance zu gehen. Die Wellen wurden dann aber schnell so intensiv, dass ich sie kaum veratmen konnte und gegen 17 Uhr bat ich um Schmerzmittel. Ich bekam Meptid und konnte unter der Wirkung die Wellen wieder gut veratmen und mich auch wieder entspannen.

1,5h spürte ich eine deutliche Veränderung der Wellen und sagte der Hebamme Bescheid, die feststellte, dass der Muttermund nun geöffnet war. Die Übergangswehen wechselten sich dann mit Presswehen ab und ich geriet schnell an meine Grenzen, so dass ich Lachgas zur Seite bekam.

Ab dem Zeitpunkt, wo ich auf das Gebärbett kletterte, begann der tatsächlich schöne und auch friedliche Teil der Geburt, mein Partner und ich arbeiteten ganz wunderbar zusammen und ich konnte mich auch dank der Hebammen voll und ganz auf das Pressen konzentrieren und in den Pausen Kraft sammeln. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass der Kleine ein Sterngucker war und deshalb erst einmal feststeckte und gegen Ende deutliche Stresszeichen gezeigt hat. Deshalb kam noch ein paar Minuten ein Wehentropf zum Einsatz, um die Presswehen zu verstärken. Die beiden Hebammen und mein Partner haben mich aber immer so begleitet, ruhig angeleitet und abgeschirmt, dass ich mich während der gesamten Zeit sicher gefühlt habe und ganz in mir ruhen konnte, so dass der Kleine gesund und munter gegen 20:40 das Licht der Welt erblickt hat.

Die zwei Hebammen und die anwesende Ärztin sprachen danach noch ihr Lob aus, wie gut mein Partner und ich zusammen gearbeitet hätten und wie ruhig und entspannt ich bei der gesamten Geburt war. Am nächsten Tag musste mir mein Partner erst einmal einen Geburtsbericht liefern, da ich so tief in Trance war, dass ich die letzten Stunden nur das Auf und Ab der Wellen mitbekommen hatte.

3. Post Partum

Die Wochenbett-Hypnosen begleiten mich nun auch 11 Tage nach der Geburt täglich und haben mir geholfen, mit dem Hormonabfall und damit einhergehenden Stimmungstief besser umzugehen und auch immer leicht in den Schlaf zu finden.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina