Erfahrungsbericht
von Myrna

Nach einer traumatischen ersten Geburt durfte ich nun, dank der Vorbereitung mit „die friedliche Geburt“, eine heilsame, natürliche, schnelle und wirklich friedliche Geburt erleben.

Ich begann Anfang des zweiten Trimesters mit dem Online-Kurs. So begleiteten mich die Hypnosen durch meine Schwangerschaft und gaben mir Momente für mich und kleine Auszeiten im Alltag. Zum Start in den Mutterschutz übte ich dann täglich, wie empfohlen. Mir war es wichtig, meine Ängste & Sorgen der ersten Geburt zu verarbeiten und sicher und selbstbestimmt in diese Geburt zu starten.

Die Geburt sollte eine Hausgeburt werden und ich hatte wieder meine Hebamme von meiner ersten Schwangerschaft an meiner Seite. Vor 2,5 Jahren mussten wir leider umgelegt werden und unser Sohn kam damals im Krankenhaus zur Welt. Diesmal wünschte ich mir sehr, zu Hause bleiben zu können.

Zwei Tage nach ET wachte ich nachts von leichten, aber regelmäßigen Wellen auf und startete eine Hypnose. In der Tiefenentspannung gingen die Wellen wieder weg, sodass ich noch einige Stunden schlafen konnte. Meine Hebamme kam vormittags zu Besuch und das CTG war ruhig. Mittags machte ich einen kleinen Spaziergang und erledigte ein paar Besorgungen.

Gegen 14:00 Uhr auf der Couch kamen die Wellen wieder, leicht aber regelmäßig. Ich holte meinen Sohn aus der Kita ab und war gegen 16:30 Uhr wieder zu Hause und hatte weiterhin Wellen, die ich als leichte Unterleibskrämpfe wahrnahm.

Ich ließ mir eine Badewanne ein, um zu schauen, ob die Wärme meinem Körper gut tat. Ich bemerkte, dass die Wellen nun alle 2-4 Minuten kamen, empfand diese aber weiterhin als eher sanft und dachte mir, dass es vielleicht der ganz frühe Start der Geburt wäre.

Nach einiger Zeit ging ich aus der Badewanne in mein Bett und startete die Hypnose zur Geburt. Die Wellen nahmen langsam an Intensität zu, aber ich konnte sie mit der tiefen Atmung gut annehmen.

Mittlerweile war es gegen 18:30 Uhr und mein Mann und Sohn kamen nach Hause. Ich wünschte mir meine Ruhe und blieb daher im Schlafzimmer. Mit der Hypnose konnte ich an meinem sicheren Ort sein. Ich nahm den hypnotischen Zustand in dem Moment aber nicht wirklich als solchen war, anders als während der Übungen. Ich erkläre es mir so, dass der Zustand unter der Geburt viel bewegter war als in den Übungshypnosen und mein Körper ja viel mehr arbeitete.

Gegen 19:30 Uhr merkte ich, dass die Wellen eine andere Richtung annahmen. Ich konnte nicht mehr gut liegen oder im Vierfüßler sein, sondern hatte das Bedürfnis, mich in der Welle wirklich zu bewegen. Da kam der Punkt, dass ich meiner Hebamme schrieb, dass es möglicherweise losgeht und sie bald kommen könnte.

Bisher hatte ich die Wellen eher als Periodenkrampf-artig wahrgenommen und dachte, sie wären noch nicht muttermundsöffnend. In echt war ich hier wohl schon fast geöffnet.

Nach 15 Min schrieb ich meiner Hebamme, sie solle wohl jetzt direkt losfahren, da ich nun einen starken Druck nach unten spürte. Ich hatte das Bedürfnis, im Badezimmer zu sein und legte den Boden mit Handtüchern aus. Mein Mann war derzeit noch in der Einschlafbegleitung im Kinderzimmer nebenan.

Ich schaffte es irgendwie, zwischen den Wellen meiner Hebamme die Tür zu öffnen. Als Sie mich tönen hörte, holte sie die roten Handtücher und kam zu mir ins Badezimmer. Ich konnte kaum glauben, dass ich vollständig geöffnet und es schon Zeit zum aktiven Mitschieben war.

Kurz vor 21:00 Uhr kam mein Mann zu uns ins Badezimmer, unser Kind schlief nun und das gab mir sehr viel Kraft für die letzten Presswehen. Unser Baby kam mit der linken Faust neben dem Kopf um 21:08 Uhr auf die Welt. Ich durfte sie selbst aufnehmen und mich dann im Wohnzimmer auf unsere Couch legen.

Die Geburt verlief unkomplizierter und schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin immer noch so glücklich, wie die Geburt meines 2. Babys verlief und bin super dankbar für den Kurs „Die friedliche Geburt“ und dass ich damit üben und mich begleiten konnte. Ich hatte mir diese selbstbestimmte Geburt so sehr gewünscht und sie bestärkt mich bis jetzt.

Vielen Dank an euch als Team - ich kann den Kurs jeder Frau ans Herz legen.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina