Erfahrungsbericht
von P.

Liebe Kristin,

vielen Dank für deine wunderbare Methode. So konnte ich trotz langer Latenzphase und vielen Themen in der Schwangerschaft eine unglaubliche dritte Hausgeburt erleben. Während der Schwangerschaft ging es mir nicht immer gut - körperlich wie auch emotional.

Immer wieder hatte ich zu hadern: War es der richtige Zeitpunkt? Warum wollte ich eigentlich zum dritten Mal schwanger werden? Wie schaffe ich den Haushalt bzw Alltag mit zwei Kindern, die viel Energie haben? Obwohl ich nicht der "Hypnose-Typ" bin, haben deine Hypnosen mich seit Mitte der Schwangerschaft begleitet und unterstützt.

Als schließlich einige Tage nach geplantem ET nachts die ersten Wehen kamen, machte sich kurz Panik breit. Es war zwar schon alles vorbereitet, jedoch war nicht geplant, dass meine zwei großen Kinder bei der Geburt dabei sein sollten. In dieser Nacht war der Kleine unruhig und stündlich wach. Also keine Option, jetzt zu gebären. Ich redete mit meinem Baby und sagte ihm, dass er noch warten solle. Gesagt, getan. Die Wehen wurden weniger und ich konnte etwas schlafen.

Am nächsten Morgen gaben wir die Kinder in die Betreuung und planten auch schon, dass sie von der Oma abgeholt und bei ihr schlafen werden. Meinen Mann schickte ich zur Arbeit, damit er die letzten Aufhaben abschließen konnte. Ich legte mich in unser Bett, machte die Geburtskerze an und wartete voller Vorfreude, dass es los geht. Und was passierte? Nichts!

Den ganzen Tag über kamen unregelmäßige Wehen, aber insgesamt tat sich nichts. Unerbittlich hörte ich Hypnosen, kuschelte mit meiner Katze, versuchte positiv zu bleiben... Aber nichts passierte. Sagen nicht immer alle, dass die dritte Geburt so schnell geht? Zwischenzeitlich kamen mein Mann und meine Freundin als Doula. Abends rief ich meine Hebamme an, die mich aus meinem Tief befreite.

Um ca. 22 Uhr ging ich am Ende meiner Kräfte ins Bett. Mein Mann schlief sofort ein (natürlich), während ich ruhelos war. Nach ca. einer Stunde wurden die Wehen regelmäßig und intensiver. Schließlich weckte ich ihn, dass er jetzt sofort die Badewanne einlaufen lassen muss.

Um 22.30 Uhr lag ich glücklich mit der Hypnose, Kerzenlicht, Lichterkette und meinem Geburtskamm in der Badewanne. Die Wehen wurden intensiver, aber nicht schmerzhaft. Ich freute mich so sehr auf unser Baby und konnte es kaum erwarten.

Um 23.40 Uhr fragte ich meinen Mann, wie viel Uhr wir haben. Am nächsten Tag war mein Wunschgeburtsdatum... Also hielt ich es noch aus, bis ich um 0.15 Uhr das erste Mal einen Pressdrang verspürte. Es fühlte sich zuerst nicht ganz stimmig an. Grund dafür war die Fruchtblase, die noch intakt war. In der nächsten Wehe sprang sie und ich konnte ganz leicht mitschieben. Dieses Mal nahm ich mir vor, nicht aktiv mit zu pressen, sondern den Körper machen zu lassen.

Schließlich kam um 0.31 Uhr unser Baby mit 4070 Gramm zu Welt und das ohne Geburtsverletzungen. In dem Frühwochenbett hatte ich mit starken Babyblues zu kämpfen, die sich ab Tag 12 eingependelt haben. Anschließend hatte ich durch verletzende Kommentare mit gender disappointment zu tun. Ich bin nun dreifache Jungsmama, was vielen Leuten Anlass gegeben hat, mir Beileidsbekundungen auszusprechen.

Dank der Hypnosen "ERE" und "Belastendene Gefühle ausströmen lassen" konnte ich die zwei Hürden gut meistern, meine Gefühle zulassen und verarbeiten.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina