Erfahrungsbericht
von Rica

Hier unsere Traumgeburt zuhause

Unser Sohn kam so entspannt zur Welt, wie ich es mir gewünscht habe. Er kam Mitte Februar zur Welt passend zum Neumond.

Es war wie bei unseren Tieren so tief in Hypnose mit der Ruhe und dem inneren Frieden, das alles die Natur schaffen wird. Ich habe an dem Morgen, als die Wellen kamen, noch einen Teppich verlegt und war einkaufen, wo ich schon das Gefühl hatte, es war das letzte Mal schwanger.

Ich merkte zum Ende vom Teppich verlegen leichte Schmerzen im ISG Bereich (unterster Rücken) und machte mir nach dem duschen gegen 13:00 noch "Mama Bällchen" oder Energiekugeln fürs Wochenbett. Dafür hatte ich am Vortag den Reis gekocht und die trockenen Zutaten schon abgewogen.

Ich merkte schnell, dass dies Wellen sind, obwohl es meine erste Geburt war und ich keine Vorwellen hatte. Gegen 14:00 bereitete ich alles für die Hebammen vor mit Trinken und Essen, kochte Kaffee für meinen Mann, hab ne Wäsche sowie die Spülmaschine angestellt. Hab Blumen gegossen und das Bett und Sofa mit Laken bedeckt.

Der Geburtspool war schon seit einer Woche parat, aber der wurde leider nicht benutzt. Meine Katze Luna merkte schnell, dass ich sie brauchte und kam von draußen zu mir und blieb bis zur Geburt immer in meiner Nähe.

Ich aß nochmal gut und probierte meine Mama Bällchen als Nachtisch, welche sehr lecker waren. Ich legte mich nachdem das Haus soweit mit Kerzen in jedem Raum gemütlich ausgestattet war, gegen 16:00 Uhr aufs Sofa.

Ich rief meinen Mann gegen 18:00 Uhr an, da die Wellen alle 10min konstant geblieben sind über die letzten Stunden und nicht ausgeblieben oder abgeflacht sind.

Er war sooo aufgeregt und kam gegen 19:30 Uhr aus dem Stall, denn ich sagte ihm: "Mach unsere Tiere fertig und stell genug Futter hin. Wer weiß, wie lange unsere Geburt dauert." Er ist nämlich Landwirt, wie viele meiner Verwandten und wir leben glücklich mit unserem Hof auf dem Land.

Als er zuhause war, fragte er mich so viele Fragen, worauf ich fast gar nicht antwortete, denn ich habe seit 16:00 Uhr Kristin auf den Ohren gehabt und war tief in mir. Er merkte schnell, dass er der Liste folgen sollte, die ich ihm geschrieben hatte und die beruhigte ihn, sobald er sie wieder vor sich hatte. Er war die ganze Zeit über in der Küche und blieb auf Abruf.

Wir riefen die Hebamme um 20:30 Uhr an und sie kam gegen 21:30 Uhr.

I. untersuchte mich kurz und dann ging ich in die Badewanne. I. und mein Mann kamen mit und wir entschieden alle zusammen, dass sie um 22:30 Uhr fahren kann, da ich die Wellen so entspannt veratmet habe, dass sie mich nur stören würde.

Ich war froh darüber und ich blieb für ne knappe Stunde im Wasser. S. aß ne Pizza, die meine Mama liebevoller Weise vorbeigebracht hatte. Ich legte mich dann mit Bademantel ins Bett, da ich mich dort sicherer fühlte. Ich wechselte zwischen Toilette und Bett regelmäßig und veratmete auch 1-2 Wellen auf der Toilette. Ich trank und aß nichts bis auf einen Schluck Roiboos Tee.

Ich habe kein Zeitgefühl gehabt und hörte nur Kristins Stimme und lauschte den Wellen, auf denen ich mit Kristins Atemtechnik entspannt geritten bin.

Dann kam wohl kurz die Übergangsphase, denn die Wellen waren sehr intensiv und dauerten lange, da kam mir der Gedanke, dass ich diese Wellen nicht mehr lange reiten kann, doch dann erinnerte ich mich, dass jede Welle mich meinem Sohn näher bringt und dann platze die Fruchtblase um 01:03 Uhr.

Darauf kamen sofort die Presswellen und ich rief S. und sagte ihm, was passiert sei und dass er I. anrufen solle. Ich machte selbst einen Dammschutz mit dem Waschlappen und fing an, zu hecheln, sobald die Presswelle kam.

Seitdem die Presswellen kamen, hatte ich zwar noch die Kopfhörer auf, war aber instinktiv nur am Atmen und spürte, wie sich mein Sohn tiefer ins Becken drehte. Als Physiotherapeutin hat man einfach ein tiefes Körpergefühl und durch Yoga und Pilates wurde es durch die Entspannungsübungen und Mantras Summen noch intensiver.

I. war um 01:25 Uhr da und S. rief sie gleich ins Schlafzimmer. Sie sah schon das Köpfchen, welches ich auch schon gespürt hatte beim Dammschutz.

Mein Mann saß seit den Presswellen am Bettende, half mir beim Dammschutz, indem er die Hand mit auflegte, wodurch er auch das Köpfchen spürte und soo nervös war. Er hat Lämmern, Kälbchen und Schweinen auf die Welt geholfen, aber bei seinem eigenen Sohn war er ratlos, wie er mir da helfen sollte.

I. sagte sofort, ich darf mit der nächsten Presswelle gehen und der Kopf ging immer vor und zurück. Ich fühlte selbst das Köpfchen und dies gab mir ein Gefühl von Liebe, welche ich so noch nie gespürt hatte.

Um 01:33 Uhr kam unser Sohn in Seitenlage zur Welt, so war ich die ganze Zeit über. Hab die Beine geschlossen gehabt und hab mich nur von rechts auf links gedreht, bevor die Fruchtblase platzte. Wir ließen die Nabelschnur auspulsieren und das Anlegen hat sofort super geklappt. Ich hab meinen Sohn direkt auf die nackte Brust gelegt bekommen und wir haben das Ankommen genossen in vollkommener Ruhe und friedlicher Umgebung.

Bin nicht gerissen und musste somit nicht genäht werden. I. war so erstaunt, wie schnell es doch ging, denn keine 4h ist für eine erste Geburt sehr schnell. Das Thema Hausgeburt war für mich von vornherein mein Traum und er ging voll in Erfüllung.

Danke euch von Herzen, dass Kristin und ihr uns Frauen solch einen sicheren Kreis bietet, um kraftvoll zur Mutter zu werden

Liebste Grüße

Rica <3

VideoberichteMehr Videoberichte
Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina