Erfahrungsbericht
von Sandra

Wenn ich heute, fast fünf Monate später, an die Geburt meiner zweiten Tochter zurückdenke, überwiegt die Dankbarkeit und das Positive. Natürlich war es schmerzhaft, aber vor allem war es eine rundum selbstbestimmte Geburt. Ich habe mich die ganze Zeit sicher, geborgen und voller Vorfreude gefühlt. Besonders dankbar bin ich für die Vorbereitung mit der friedlichen Geburt, die mir ermöglicht hat, das Erlebnis so bewusst und ruhig zu erleben.

Die Geburt begann an einem Morgen um 10 Uhr, während mein Mann mit unserer ersten Tochter beim Schwimmen war. Als die ersten Wehen kamen, habe ich mich gefreut, denn ich wusste: Das ist der Beginn der Geburt meiner Tochter.

Ganz entspannt habe ich meine letzten Sachen gepackt und war ruhig, als mein Mann und meine Tochter heimkamen. Wir hatten alles genau besprochen, sodass alles ruhig und sicher ablaufen konnte. Nachdem unsere Tochter gut bei der Oma versorgt war, habe ich mir die Ohrstöpsel ins Ohr gesteckt und die Hypnose der friedlichen Geburt gestartet.

Im Krankenhaus angekommen, war der Kreißsaal leer – ich war die einzige Frau, die zur Geburt dort war. Das Personal war entspannt und hatte viel Zeit für mich, die Atmosphäre war durchweg positiv. Der Kreißsaal war schön, die Hebammen sehr freundlich.

Nach der ersten Untersuchung konnte ich mich wieder ganz auf meine Hypnose konzentrieren – sie hat mich immer wieder zu mir selbst geführt und beruhigt. Da ich mir eine Wassergeburt gewünscht hatte, wurde sofort das Wasser eingelassen. Das warme Wasser tat unglaublich gut und ich fühlte mich geborgen und entspannt.

Ich habe tief und ruhig in den Bauch geatmet, was mir unglaublich gut getan hat. Während mir bei meiner ersten Geburt diese Atmung nicht gefallen hat, war sie diesmal intuitiv genau richtig und half, die Schmerzen zu bewältigen. Der verstärkte Druck nach unten hat mich von den Schmerzen abgelenkt, die bis kurz vor der Geburt auszuhalten waren.

Als schließlich die Presswehen einsetzten, waren die Schmerzen intensiver, aber ich fühlte mich weiterhin sicher und hatte das Vertrauen, dass alles gut verläuft. Nach insgesamt vier Stunden war die Geburt vorbei und ich konnte meine Tochter in der Wanne selbst mit den eigenen Händen empfangen – ein magischer, wunderschöner Moment.

Leider musste ich danach noch genäht werden, was recht schmerzhaft und nicht schön war. Doch als das geschafft war und ich meine Tochter zum ersten Mal auf den Bauch legen und stillen konnte, war alles andere vergessen.

Der Tag war ein Geschenk: selbstbestimmt, voller schöner Momente, mit tollen Menschen an meiner Seite. Alles war geregelt, sicher und harmonisch, und ich bin sehr stolz darauf, wie ruhig und konzentriert ich bei mir bleiben konnte. Ich habe eine wundervolle Tochter bekommen und für mich war diese Geburt nahezu optimal.

Vielen Dank an die friedliche Geburt und an alle, die diesen Tag so besonders gemacht haben.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
Hebamme
Nina