Erfahrungsbericht
von Stefanie Z.
Auf Empfehlung meiner Hebamme habe ich mich mit der Methode der „Friedlichen Geburt“ auf die Geburt meines ersten Kindes vorbereitet. Nach drei Jahren unerfülltem Kinderwunsch war diese Schwangerschaft für mich eine unglaublich aufregende Reise – begleitet von Ängsten, aber auch von tiefer Hoffnung. Durch die intensive Vorbereitung konnte ich meine Ängste nach und nach loslassen, und die Vorfreude auf die Geburt wurde immer größer. Schließlich überwog ein Gefühl von Ruhe und Freude darüber, unseren kleinen Sohn bald in den Armen halten zu dürfen.
Im Mutterschutz nahm ich mir täglich Zeit für Hypnosen, die mir ein Gefühl von Stärke, Vertrauen und innerer Sicherheit gaben. Da bei mir früh ein verkürzter Gebärmutterhals festgestellt wurde, hatte ich lange gehofft, dass unser Baby sich noch Zeit lässt. Eine Woche vor dem errechneten Termin begann ich bewusst mit der „Loslassen-Hypnose“ – und tatsächlich setzte bereits einen Tag später die Geburt ein.
Gegen 21:30 Uhr vermutete ich einen Blasensprung, was sich schnell bestätigte. Die Aufregung und Vorfreude stiegen, und mein Mann und ich machten uns auf den Weg in unsere Wunschklinik. Schon während der Autofahrt tauchte ich in die Hypnose ein. Auch wenn ich nicht vollständig darin versunken war, half sie mir sehr: Die Wehen, die bereits im Abstand von etwa zehn Minuten kamen, waren gut auszuhalten.
Um 22:45 Uhr kamen wir in der Klinik an. Nach den ersten Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Muttermund erst etwa zwei Zentimeter geöffnet war. Wir gingen daher davon aus, dass unser Sohn erst am nächsten Vormittag zur Welt kommen würde. In dieser Phase gelang es mir, zumindest oberflächlich in der Hypnose zu bleiben. Vor allem meine Atmung und die Visualisierungen funktionierten sehr gut – ich fühlte mich sicher und gut aufgehoben.
Doch nach etwa 45 Minuten veränderte sich alles: Die Wellen wurden intensiver und kamen dichter hintereinander. Kurzzeitig fragte ich mich, wie ich diese Intensität bis zum nächsten Morgen bewältigen sollte. Dennoch blieb ich bei mir, konzentrierte mich auf meine Atmung und konnte immer wieder in meinen „sicheren Ort“ eintauchen. Mein Mann unterstützte mich dabei liebevoll – mit unserem vereinbarten Stichwort und durch gezielte Berührungen half er mir, mich immer wieder zu fokussieren.
Plötzlich spürte ich, dass sich etwas verändert hatte. Wir riefen die Hebamme, die uns zuvor auf unseren Wunsch hin viel Raum gelassen hatte. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass der Muttermund bereits vollständig geöffnet war – es war 00:50 Uhr, und die finale Phase begann.
Auch jetzt fühlte ich mich weiterhin ruhig und sicher. Mein Körper wusste intuitiv, was zu tun war. Mit der richtigen Atmung und einfühlsamen Anleitungen der Hebamme durfte ich dieser Kraft vertrauen. Um 1:48 Uhr wurde unser kleiner Sohn gesund und ohne Komplikationen geboren. In dem Moment, als ich ihn in meinen Armen hielt, durchströmte mich eine unbeschreibliche Welle aus Freude, Wärme und Liebe.
Auch die Nachgeburt verlief ganz natürlich und ohne Medikation – nur 17 Minuten später war sie geboren. Danach konnten wir unseren kleinen Schatz in aller Ruhe kennenlernen und diesen besonderen Moment ganz für uns genießen.
Für mich war die Geburt ein durchweg positives und kraftvolles Erlebnis. Diese Intensität ist kaum in Worte zu fassen – sie ist einzigartig und tief berührend. Die Methode der „Friedlichen Geburt“ war für mich dabei ein großes Geschenk und eine echte Bereicherung.
Von Herzen: Danke

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