Erfahrungsbericht
von Steffi

Liebe Kristin,

ich möchte dir von Herzen danken für deine Arbeit und deine Begleitung durch meine Schwangerschaft und Geburt. Es ist schon eine Weile her, dass ich mein zweites Kind im Dezember 2024 mithilfe deiner Methode auf die Welt bringen durfte. Und es war ganz anders als geplant, aber so so toll, dass ich noch heute davon zehre und diese Erfahrung niemals vergessen werde.

Ich habe bereits 4 Jahre zuvor mein erstes Kind auf die Welt gebracht und während dieser ersten Schwangerschaft bin ich auf deinen Podcast gestoßen. Naiv und unwissend wie ich war, dachte ich damals, alleine mithilfe der im Podcast verfügbaren Affirmationen und Meditationen, und durch das Wissen, das du im Podcast vermittelst, wäre ich in der Lage, mein Kind friedlich "raus zu atmen".

Damals wurde ich von der Intensität der Wehen schnell überrollt, die Geburt dauerte zwar nicht sehr lang, war aber sehr fremdbestimmt, interventionsreich und endete in einer sekundären Sectio.

Für die Geschichte meiner zweiten Geburt muss ich etwas ausholen: Während meiner zweiten Schwangerschaft fühlte ich mich vorbereiteter, da ich ja schon wusste, was mich erwarten würde, ich zögerte aber wieder, deinen Kurs zu buchen - der Preis war mir eigentlich zu hoch.

Dann hatten wir in der 19. SSW einen Wasserschaden im Haus, der dazu führte, dass in verschiedenen Räumen inkl. unseres Badezimmers große und laute Trocknungsgeräte standen, und alle Zimmer bis auf Schlafzimmer und Küche renoviert werden mussten.

Diese Situation mit kleinem Kind stresste mich enorm. Kein Rückzugsort, um zwischendurch mal kurz zu entspannen. Keine entspannende Badewannenzeit, die ich in meiner ersten Schwangerschaft so sehr genossen hatte. Nur Lärm, Dreck, Chaos, Bauarbeiten. Meine Hebamme riet mir dringend dazu, mein Stresslevel zu reduzieren, und so entschied ich mich doch dazu, deinen Kurs zu buchen.

Ab diesem Zeitpunkt machte ich regelmäßig Hypnosen inmitten unseres heimischen Chaos, begab mich dabei an meinen sicheren (aufgeräumten) Ort, und ich merkte sofort, wie gut sie mir taten und wie schnell ich in die Entspannung fand. Ich bin ein absoluter Kopf-Mensch und war mehr als skeptisch, ob deine Methode bei mir funktionieren würde, aber ich genoss die Zeit mit mir und meiner ungeborenen Tochter unheimlich.

Ich hatte von Beginn an schon immer wieder leichte Übungswehen, die ich auch schon aus meiner ersten Schwangerschaft kannte. Ab der 38. Woche spürte ich immer mal wieder etwas stärkere Wellen, vor allem nachts, aber nicht regelmäßig. Zwischendurch war auch wieder zwei, drei Tage Ruhe, bevor sie wieder kamen.

Am 11. Dezember hatte ich noch eine Untersuchung, bei der festgestellt wurde, dass mein Muttermund schon am Verstreichen war und alles bereit für die Geburt sei. Ab diesem Zeitpunkt übte ich in den Hypnosen vor allem die Visualisierung der Geburt und hörte viel die Hypnose "Geburtsbeginn mental fördern".

Ich übte auch viel die Atemtechnik und stellte mir schon vor, wie mein Muttermund langsam weich und weit wurde und sprach mit meiner Tochter, dass wir alle es kaum erwarten könnten, sie kennen zu lernen und sie doch bitte kommen dürfe. So vergingen noch weitere zwei Wochen, in denen meine Geduld ins Unermessliche auf die Probe gestellt wurde. Ich atmete und visualisierte, visualisierte und atmete.

Und dann ging auf einmal alles ganz schnell: In der Nacht zum 27. Dezember spürte ich erst wieder die üblichen Wellen, die ich schon seit Wochen immer mal wieder spürte. Um 2 Uhr morgens stand ich auf, um auf die Toilette zu gehen und legte mich danach wieder hin.

Gegen 4 Uhr wachte ich wieder auf, die Wellen waren weiterhin leicht, aber ich wurde irgendwie unruhig. Also ging ich noch einmal ins Bad und spürte, wie ich beim Aufstehen etwas Fruchtwasser verlor. Ich weckte meinen Mann, der mich im Badezimmer fragte, ob er mir ein warmes Bad einlassen solle. Die Wellen kamen aber schlagartig so stark und regelmäßig, dass ich ihn bat, direkt seine Eltern zu informieren, dass sie sich auf den Weg machen sollten, um auf unser großes Kind aufzupassen.

Dann rief ich meine Hebamme an, bzw. deren Vertretung, denn meine Beleghebamme hatte just an diesem Tag ihren einzigen freien Tag. Ich war dank deiner Hypnosen so überzeugt und bei mir, dass mich diese Tatsache in keinster Weise beunruhigte. War es mir bei meiner ersten Geburt noch das Allerwichtigste, dass mein Mann bei mir sein konnte, so war es mir jetzt vollkommen gleichgültig, wer mich während der Geburt begleitete oder nicht. Ich wusste, es braucht nur mich und mein Kind.

Während ich die Nummer wählte, übergab ich bereits das Handy an meinen Mann, weil die Wellen nicht mehr so leicht zu veratmen waren und ich mich stark konzentrieren musste. Wir vereinbarten, dass die Hebamme sich direkt auf den Weg ins Krankenhaus machte und wir losfahren würden, sobald meine Schwiegereltern da wären.

Kurz nach Beendigung des Gesprächs bat ich meinen Mann, direkt noch einmal anzurufen, da ich mit der nächsten Welle schon einen starken Druck nach unten spürte. Wir hielten an dem vereinbarten Plan fest, die Hebamme empfahl aber, so schnell wie möglich loszufahren, da das Krankenhaus etwa 20 Minuten entfernt war.

Aufgrund des kalten Wetters mussten wir noch etwa 10 Minuten auf meine Schwiegereltern warten, die erst noch ihr Auto von Eis befreien mussten, und fuhren dann umgehend los. Da alles so wahnsinnig schnell ging, schaffte ich es leider nicht in die Hypnose und war während der Autofahrt damit beschäftigt, mit meiner Tochter zu sprechen - sie regelrecht anzuschreien - sie solle sich bitte noch etwas Zeit lassen.

Die Fahrt war zwar herausfordernd und ich tönte und sprach mit meiner Tochter und tönte weiter laut - Angst hatte ich aber in keinem Moment. Ich wusste einfach, dass meine Tochter schon auf ihrem Weg kommen würde, und dass alles gut gehen würde.

Um 6.35 Uhr kamen wir im Kreißsaal an mit vollständig eröffnetem Muttermund und Baby in Beckenmitte. Um 7.15 Uhr lag meine Tochter dann schon auf meinem Bauch. Obwohl ich nicht in Hypnose war, war die Geburt nicht besonders schmerzhaft, nur unglaublich kraftvoll, und meine Tochter und ich waren ein tolles Team dabei. Und ich war - bin - so unglaublich stolz darüber und unendlich dankbar.

Um die ganze Geschichte zu erzählen: Leider verlor ich bei der Geburt sehr viel Blut und man konnte nicht so lange auf die Geburt der Plazenta warten, sodass sie kurz danach operativ entfernt werden musste. Meine Tochter blieb in der Zeit bei meinem Mann im Kreißsaal und durfte dort bonden, bis ich wieder zurück kam. Man rechnete mit etwa zwei Stunden Abwesenheit, ich war aber bereits nach einer Stunde wieder wach und konnte meine Tochter direkt stillen. Meine einzige kleine Geburtsverletzung verheilte gut und schnell und meine Tochter war von Anfang an ein sehr entspanntes, glückliches Kind.

Ich hatte vor deinem Kurs große Sorge, dass mein Stress in der Schwangerschaft auf mein Kind übergehen würde und bin so unendlich froh, mit deinen Hypnosen immer wieder kurze, aber tiefe Entspannungsmomente geschaffen zu haben - für mich und für mein Kind.

Von Herzen Danke für diese wunderbare Geburtserfahrung!

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Nora Imlau22.09.2019
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