Erfahrungsbericht
von Theresa
Kaiserschnitt als friedliche Geburt; TW: Insertio Velamentosa
Liebe Kristin, liebes Team von Die Friedliche Geburt,
wir möchten uns von ganzem Herzen bei euch für eure Arbeit bedanken. Durch den Kurs und den Podcast konnte ich trotz meiner Diagnose Insertio Velamentosa eine ganz entspannte und wunderschöne Geburt erleben - und das, obwohl ich kurz vor OP-Beginn doch noch meine Kopfhörer abgeben musste und die Hypnose für den Kaiserschnitt nicht wie geplant hören konnte.
Mein Bericht bezieht sich nicht nur auf die Geburt, sondern vor allem auf die Schwangerschaft. Ohne die grandiose Vorbereitung hätte ich sicherlich vieles anders wahrgenommen. Aber von vorn: schon früh in der Schwangerschaft empfahl mir eine Freundin den Podcast "Die Friedliche Geburt".
Bereits nach den allerersten Folgen, in denen Kristin von ihren eigenen Schwangerschaften berichtete, war mir klar, dass ich mich mit dem Kurs vorbereiten wollte. Kristins Erklärungen ergaben einfach Sinn! Nach weiteren Podcastfolgen und dem Hören der vielen positiven Geburtsberichte hatte ich sogar richtig "Lust" auf die Geburt. Ich konnte es kaum erwarten, das kraftvolle Gefühl, das so oft beschrieben wurde, selbst zu spüren. Es war, als würde ich mich auf eine sehr große Challenge vorbereiten, und das motivierte mich sehr.
Bei der Feindiagnostik um die 20. SSW herum wurde meine Euphorie jedoch getrübt. Es wurde die Diagnose Insertio Velamentosa gestellt (kurz erklärt: beim Blasensprung besteht die Möglichkeit, dass auch Gefäße der Nabelschnur mitreißen; das Kind und die Mutter können verbluten). Viele Frauen wissen vor der Geburt gar nichts von dem bestehenden Risiko, weil es sich um einen Zufallsbefund handelt. Häufig geht es also auch gut - von nun an stand deshalb aber die Frage im Raum, geplanter Kaiserschnitt oder nicht?
Mit dem Kaiserschnitt als ernsthafte Option geriet meine „Challenge“ in Gefahr – und ich war zunächst enttäuscht, Kristins Kurs nicht voll ausschöpfen zu können. Ich verzweifelte über die Frage, was ich tun sollte, weil ich wirklich jede Fachperson – Frauenärztin, Hebamme, Ärzteteam der Klinik – zu ihrer Meinung befragt hatte und es kein klares Richtig und Falsch zu geben schien.
Schlimm war auch, dass ich nichts tun konnte, um dem Risiko vorzubeugen, dass meine Blase frühzeitig sprang. Denn selbst mit geplantem Kaiserschnitt könnte dies ja passieren. Dies wäre in meinem Fall der worst case gewesen.
In dieser Zeit halfen mir Kristins Hypnosen ungemein, vor allem „Dialog mit dem ungeborenen Kind“. Ich konnte stets mit meiner Tochter in Verbindung treten und ihr die Situation erklären: dass ich noch nicht wusste, wie genau sie geboren werden würde und dass sie vorsichtig mit der Fruchtblase umgehen sollte. Auch der Rat von Kristins Team, mir die Fruchtblase mit einer Art festem Schloss vorzustellen, konnte mich sehr beruhigen.
Durch die regelmäßigen Hypnosen schaffte ich es, meine Verzweiflung in den Griff zu bekommen. Schließlich konnte ich mithilfe der Hypnosen und meiner Hebamme eine Entscheidung treffen. Ich entschied mich Anfang des dritten Trimesters für den Kaiserschnitt. Nun konnte ich mich mit den Hypnosen und auch dem Podcast gezielt vorbereiten, sodass ich genau wusste, was auf mich zu kam.
Kristin erklärte in der Hypnose „Geplante Bauchgeburt“ jeden einzelnen Schritt. Auch die Hypnose „Traumgeburt“ half mir sehr. Dann war ich auch schon in der 38. Schwangerschaftswoche – und verspürte absolut keine Panik wegen eines Blasensprungs mehr, weil ich in der Hypnose „Dialog mit dem ungeborenen Kind“ fest mit meiner Tochter vereinbart hatte, dass unser Weg die geplante Bauchgeburt sein wird.
Am Tag der Geburt verspürte ich Aufregung, aber keinerlei Angst. Vor der Operation wurde ein CTG geschrieben. Dabei hörte ich erneut „Dialog mit dem ungeborenen Kind“, um das Baby auf den bevorstehenden Kaiserschnitt vorzubereiten. Meine Hebamme hatte mir geraten, sie vor der OP „aufzuwecken“, das war dann aber gar nicht nötig, weil sie ohnehin schon fleißig am Treten war.
Ich bereitete mich in Ruhe vor und startete auch schon die Hypnose zur Geburt. Leider wurden mir die Kopfhörer an der Schleuse zur Anästhesie dann doch abgenommen, aber auch darauf war ich vorbereitet. Tatsächlich vermisste ich sie dann auch gar nicht, denn es ging unglaublich schnell. Alle waren sehr freundlich und ruhig, und jeder Schritt, der passierte, war mir bekannt, weil ich ihn durch die Hypnosen bereits visualisiert hatte.
Auch als mein Kreislauf während der Spinalanästhesie kurz in den Keller fiel, konnte ich ruhig bleiben, weil ich auch darauf vorbereitet war. Nachdem mein Kreislauf wieder stabil war, wurde ich in den OP-Saal gebracht, wo der Sichtschutz angebracht wurde und mein Mann zu mir kam. Wir unterhielten uns kurz – und schon war sie geboren.
Ich war überglücklich, dass wir unsere A. nun in den Händen halten durften und das Risiko Insertio Velamentosa Geschichte war. A. hatte alles so gemacht, wie wir es in den Hypnosen „besprochen“ hatten – sofort Luft geholt, geschrien, alle Werte waren super. Ich bin überzeugt davon, dass auch sie aufgrund der Vorbereitung so gut reagiert hat. Bei der U1 wurde sie sofort gelobt.
Noch auf dem Weg zum Kreißsaal dachte ich mir: „Was für ein unglaublich tolles Erlebnis!“. Auch die Zeit nach der Geburt empfand ich als wunderschön. Das Stillen klappte sofort und A. machte alles perfekt. Da der Milcheinschuss beim Kaiserschnitt etwas später kommt, dachte ich mir, die passende Hypnose würde sicher nicht schaden. Ich hörte sie nachmittags und hatte abends den Milcheinschuss. Unfassbar!
Was ich auch bestätigen kann, ist die Tatsache, dass A. ein super zufriedenes und ruhiges Kind ist. Auch das schreibe ich zu großen Teilen den Hypnosen zu. Gemeinsam mit meiner Hebamme schauten wir uns einige Tage nach der Geburt die Plazenta genauer an. Es stellte sich heraus, dass das Risiko sogar größer gewesen war, als im Ultraschall ersichtlich. Ich hatte also die vollkommen richtige Entscheidung bezüglich des Kaiserschnitts getroffen.
Noch jetzt höre ich, wenn ich es brauche, eine der Hypnosen. Ich bin voll und ganz überzeugt von Kristins Arbeit und schreibe ihr, neben meinen Ärzten und meiner Hebamme, den Erfolg für meine eigene friedliche Geburt zu. Ich kann jeder Schwangeren den Podcast und Kurs nur ans Herz legen!
Vielen Dank für eure tolle Arbeit!

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