Erfahrungsbericht
von Verena

Hier kommt mein Geburtsbericht

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Am besten fange ich mit meiner Vorerfahrung an. Vor drei Jahren hab ich unseren ersten wunderbaren Sohn auf die Welt gebracht. Damals leider mit einer sehr traumatischen Geburtserfahrung. Ich hatte mich damals schon im Vorfeld mit dem Thema Hypnobirthing beschäftigt, auch das Buch dazu gelesen und ein bisschen Meditation und Atemübungen gemacht und war damals eigentlich besten Wissens und Gewissens, ganz gut vorbereitet zu sein auf die Geburt, was mich nachher leider völlig eingeholt hat unter Geburt.

Ich konnte selber damals ohne Übung eigentlich nichts umsetzen und die Geburtsschmerzen waren schon in einem sehr frühen Stadium bei etwa 3 cm Muttermundöffnung so stark, dass mir weder die Wanne zur Entspannung geholfen hat, noch leichtere Medikamente. Ich hatte damals etwas über 30 Stunden Eröffnungsphase, die aber nach 24 Stunden stagnierte mit diesen 3-4 cm und sich einfach gar nichts mehr tat.

Die Wehen fingen an am Vorabend um 22:00 Uhr, zogen sich durch die Nacht und durch den gesamten Tag und im Nachmittagsbereich waren wir dann so auf einem Abstand von unter 10 Minuten und auch auf einem Schmerzlevel, wo ich dachte, okay jetzt geht es wirklich auch an die Geburt, dass wir damals entschieden haben, in die Klinik zu fahren.

Damals bin ich eben mit 3 cm ungefähr in der Klinik angekommen. Ich bin dann in die Wanne, wo ich auch noch mal von 18 bis 22:00 Uhr verbracht habe. In der Zeit hat sich leider gar nichts getan, außer dass die Fruchtblase geplatzt ist. Mit den 4 cm bin ich dann aus der Wanne damals ausgestiegen innerhalb eines Wehensturms, so würde ich mit meinem jetzigen Wissen sagen. Also wirklich mit Wehe - ein Bein raus aus der Wanne - nächste Wehe - nächstes Bein raus - Wehe - eine Stufe runter - Wehe zweite Stufe runter und so weiter. So dass ich dann eine PDA bekommen habe, damit die mich lagern konnten und dann in der Hoffnung eben, dass der Kopf dann mehr auf den Muttermund drückt und ich ein bisschen entspannter bin. Das hat dann auch geklappt.

Ich hab dann bis 6:00 Uhr noch die Eröffnungsphase gehabt. Morgens dann haben sie die PDA damals abgestellt und dann hab ich 2 Stunden gepresst. Das ging leider überhaupt nicht voran. Und eigentlich war dann nur die Entscheidung offen um 8:00 Uhr morgens, weil ich einfach völlig erledigt war: wird es eine Sektio oder kann der Chefarzt dann doch noch mal mit der Zange was machen und hab mich dann beraten lassen hinsichtlich der Zange. Das hat er auch hervorragend gemacht. Ich kann da an den Arzt keinerlei Vorwurf machen, der hat mich vor einem Kaiserschnitt bewahrt, was wunderbar war.

Und dennoch war die Geburt für mich sehr, sehr traumatisch. Ich hatte permanent bis zur PDA Schmerzen, die ich nicht kontrollieren konnte, die mich völlig überrannt haben. Ich hatte auch keine Walking PDA, so dass ich mich nicht mehr bewegen konnte, völlig ausgeliefert eigentlich da eben wie ein Käfer auf dem Rücken auf dem Kreißsaalbett lag, nicht selber auf Toilette gehen konnte.

Hingegen aller Visualisierung wie meine Geburt werden würde, dann eben auch diese Geburt erlebt. Diese Geburt hat dann dazu geführt, dass ich auch im Wochenbett ziemlich schwere Depressionen hatte und wirklich auch lange Schwierigkeiten hatte, diese Säuglingsphase so anzunehmen. Das Kind hat auch viel geweint, hatte glaube ich auch ein traumatisches Erlebnis mit dieser Geburt. Was sich so durch die ersten Wochen gezogen hat und uns das Leben wirklich nicht leicht gemacht hat.

Wir haben dann auch lange überlegt, ob wir es mit einem zweiten Baby noch mal versuchen wollen, wirklich aufgrund dieser echt traumatischen ersten Zeit. Aber mit der Zeit wurde es immer schöner mit dem ersten Kind, so dass wir dann gesagt haben - unsere Familie ist noch nicht komplett. Wir wollen es probieren. Für mich war aber klar, ich muss etwas finden, womit ich die zweite Geburt besser vorbereiten kann. Und hab mich mit positivem Schwangerschaftstest schon auf die Suche begeben und bin auf dein Programm gestoßen.

In Kombination mit einer Hypnosetherapeutin bei uns in Krefeld, die mit mir die alte Geburt aufgearbeitet hat und mit mir mein inneres Geburts-Team aufgestellt hat innerhalb von etwa vier oder fünf Sitzungen und parallel habe ich mich dann mit deiner App über alle vorbereitenden Hypnosen hinweg seit dem dritten Monat etwa vorbereitet auf die Geburt. Ich habe beinahe täglich irgendeine der vorbereitenden Hypnosen gemacht, hab meine Traumgeburt ganz, ganz oft visualisiert und mir genauestens vorgestellt und konnte dann auch wirklich total angstfrei in die zweite Geburt starten.

Los ging es eigentlich schon mit der Eröffnungsphase, die beim zweiten Kind ja oftmals schon mehrere Tage dauert. Da ich eine Vorderwand-Plazenta hatte, startete dann irgendwann auch die konkretere Eröffnungsphase mit einer starken Blutung, so dass ich eine Nacht ins Krankenhaus musste. Das war das erste Mal dann so ein bisschen die Probe des Ernstfalls unter Hypnose.

Ich habe dann in der Nacht auch mehrmals immer wieder versucht, mich mit Hypnose zu entspannen. Ich hatte im Vorfeld schon gute Erfahrungen gemacht, weil ich beim ersten Kind die geburtsvorbereitende Akupunktur nicht durchführen konnte. Jedes Mal mussten wir abbrechen, weil mein Kreislauf nicht mitgemacht hat, weil ich eine kleine Spritzenphobie hab und ich konnte dann aber unter Hypnose die Akkupunktur wunderbar ertragen. Meine Hebamme hat das auch klasse mitgemacht. Also meine Wochenbetthebamme ließ mich erst mal in Hypnose bringen und dann hat sie mir die Nadeln gesetzt und das war super - das war schon mal so die erste Generalprobe.

Und dann hatte ich eben im Krankenhaus dann in dieser Zeit auch noch mal die Möglichkeit, die Hypnose so ein bisschen anzuwenden. Da habe ich das erste Mal ein bisschen Sorgen bekommen, weil mir das sehr sehr schwer fiel in dieser Krankenhausumgebung, durfte dann aber noch mal nach Hause (im übrigen auch sehr interessant: Ich hatte dann am nächsten Morgen nach der Blutung im Krankenhaus dann noch mal ein Kontroll-CTG und die Hebamme, die dieses CTG durchgeführt hat, war, ich möchte mal sagen, nicht sonderlich einfühlsam und etwas „diktatorisch“ unterwegs und ich hatte bis dahin vom Abend bis zum CT regelmäßig Wehen – wenn auch in einem sehr großen Abstand. Und so wie sie mir mehr oder weniger die „Lewiten gelesen“ hat, hörten die Wehen sofort auf, und auf dem CTG war keine einzige Wehe mehr zu verzeichnen, was ich sehr, sehr interessant fand. Dann bin ich ohne Wehen nach Hause) und um 22:00 Uhr abends fingen dann meine Wehen wieder an wurden auch immer stärker.

Ab 24:00 Uhr hab ich mir dann die Eröffnungsphasenhypnose auf die Ohren gemacht. Ich hab auch so ein wunderbares Stirnband und habe mir dann Kissen vors Bett gelegt und bin dann für jede Welle, die so am Anfang im 10-12 Minuten Takt kam, auf die Knie gegangen und habe diese Welle dort dann veratmet mit deiner Atemtechnik mit deiner Hypnose auf den Ohren und in Kombination mit einem Teil meines inneren Geburtsteams, dem Körperregulator oder Schmerzregulator. Mit dem habe ich mit meinem Körper bei jeder Welle so ein bisschen verhandelt, wie ich den Schmerz wahrnehme und dass der Schmerz aushaltbar für mich bleibt und in der Eröffnungsphase hatte ich in Summe vielleicht 3-4 Wellen, bei denen ich sagen würde da musste ich schon sehr hart ins Gericht mit meinem Schmerzregulator gehen und alle anderen Wellen waren wirklich super entspannt.

Dann so gegen 5:00 Uhr wurden die Abstände immer kleiner. Mein Mann hat im anderen Zimmer geschlafen. Ich habe ihm abends gesagt, er soll noch mal in Ruhe auf der Matratze schlafen gehen. Ich kann sowieso nicht schlafen mit den Wellen - Wer weiß, was auf uns zukommt und wie lang das Ganze dann geht (nach meiner letzten Erfahrung) und er soll noch mal etwas Kraft schöpfen, deswegen hat er mich alleine gelassen und ich konnte mich wunderbar entspannen und ganz bei mir sein die ganze Nacht.

Unser Dreijähriger ist dann um 0:30 Uhr noch mal bei mir gewesen und den hab ich dann noch mal ins Bett gebracht und meine 3 oder 4 Wellen, die dann kamen so in der halben Stunde bei ihm am Bett noch veratmet bis 1:00 Uhr. Dann bin ich wieder zurück in mein Bett und dann ging es noch bis 6:00 Uhr morgens.

Dann bin ich irgendwann aufgestanden. Dann waren die Wellen so auf 5 Minuten Abstand und ich habe zu ihm gesagt, wir sollten so langsam mal die Schwiegereltern anrufen und uns fertig machen. Bis dahin hab ich wirklich wunderbar die Wehen wegatmen können und mit deiner Hypnose eben wirklich gut visualisiert, wie sich der Muttermund öffnet. Dann habe ich noch etwas gefrühstückt zu Hause.

Die Wellenabstände waren immer so um die 7 Minuten. Ich hab das nicht getrackt, aber hin und wieder mal auf die Uhr geguckt. Dieses Auftauchen und wieder Abtauchen hat hervorragend funktioniert, muss ich sagen. Dann habe ich mich angezogen. Ich hatte auf der ganzen Fahrt zur Klinik, die ging ungefähr 10 Minuten, keine einzige Welle, das hatte ich mir so gewünscht. Intuitiv, weil ich dachte, im Auto eine Welle zu haben, wird sehr unangenehm, wie ich noch aus der ersten Geburt wusste. Mein Mann hat mich dann vor dem Krankenhaus rausgelassen. Ich bin durchs Foyer gelaufen, da habe ich dann wieder eine Welle gehabt. Die hab ich im Stehen mit dem Stirnband auf den Augen sehr schön wegatmen können.

Ich bin dann mit dem Aufzug nach oben gefahren und bis zum Kreißsaal gekommen. Da hatte ich dann wieder eine Welle und dann sind wir rein - da hatte mein Mann mich auch schon aufgeholt. Und dann hat er die Hebamme kurz instruiert. Ich hatte auch einen Brief geschrieben an die geburtsbegleitende Hebamme, dass ich mir wünschen würde, möglichst in Ruhe gelassen zu werden, weil ich eine Meditation auf den Ohren habe.

Ich hatte das Glück, in den Keißsaal zu kommen, in dem es auch Softbausteine gab, die man auf dem Boden verwenden konnte und eine ganz, ganz liebe Hebamme, die mich wirklich in Ruhe gelassen hat. Sie hat mich ans CTG angeschlossen, nach dem CTG dann eine Untersuchung gemacht und eine Nadel gesetzt. Alles sehr ruhig und immer in der Wellenpause. Meine Wellenpausen waren nach wie vor 5-7 Minuten. Ich durfte alles genau so machen, wie ich das machen wollte. Die hat mit mir kaum geredet, immer nur wenn es sein musste und hat mich einfach liegen lassen und ich hab jede Welle einfach für mich in Seitenlage ganz still veratmet und dazwischen immer wieder gedöst.

Ich war total entspannt. Mein Blutdruck war die ganze Zeit auf 109 / 60, also erstaunlich niedrig. Ich bin zwischendurch aufgestanden auf Toilette. Das habe ich bis auf am Ende auch alles alleine gemacht. Dann war irgendwann eine Welle so, dass die sehr stark aufs Becken ging und ich dachte, jetzt wird etwas anders da, da ist der Druck aufs Becken höher, da passiert was. Ich hab meinen Mann gebeten, die Hebamme noch mal zu rufen.

Wir waren damals um 8:00 Uhr morgens im Kreißsaal und das war dann gegen zwölf Uhr und in diesen 4 Stunden habe ich ihm glaube ich 5-6 mal gesagt, er möchte mir bitte mal was zu trinken geben. Und einmal hat er dann gefragt, er käme sich so blöd vor, er spielt die ganze Zeit nur mit dem Handy, ob er irgendwas tun kann, ob er mich anfassen soll. Das habe ich verneint, das hätte mich rausgebracht und konnte ich mir in dem Moment nicht vorstellen. Es fühlte sich für mich einfach richtig an, alleine mit mir in den Wellen zu sein. Ich hab ihm dann gesagt: „Du kannst mir Socken anziehen“. Weil ich hatte irgendwie nur dünne Socken an und dann hat er mir warme Socken angezogen. Und hat mich wirklich komplett in Ruhe gelassen, war sehr geduldig.

Ich hab alles mitbekommen trotz Hypnose – (was ich im Übrigen von der ersten Geburt nicht sagen kann), auch zwischendurch kam noch eine Putzfrau, die den Boden gewischt hat im Kreißsaal. Ich glaube ein oder zweimal war die Hebamme dann da und dann war es so gegen 12:00 Uhr, dann haben wir die Hebamme gerufen und dann hat sie gefragt, ob Sie mich noch mal untersuchen darf. Und sie hat gefühlt und hat gesagt, auf der einen Seite ist noch ein Saum von 1-2 cm, ob sie mir ein bisschen Buscopan spritzen soll, damit einfach die Muskeln sich noch mal schneller entspannen, sonst kriege ich das auch alleine hin, aber das würde mir vielleicht ein bisschen helfen und mir war wichtig, dass ich davon nicht beduselt bin. Die Angst hat sie mir genommen und dann habe ich zugestimmt.

Und dann war es wirklich eine Welle weiter schon so, dass ich gesagt hab, jetzt muss ich runter auf den Boden, sonst schaffe ich es vielleicht nicht mehr runter. Sie hatte mir vorher schon einen Soft-Baustein hingelegt und eine dicke Matratze davor hingelegt. Durch meine Blutung hatte sie mich vorher gefragt bzw. mir mitgeteilt, dass sie mich ungern in der Wanne sehen würde, weil sie dann die Blutung nicht kontrollieren kann, ob das stärker wird oder so wenig bleibt. Und das war für mich auch okay, denn mit der Wanne hatte ich bei der ersten Geburt ja keine sonderlich guten Erfahrungen gemacht. Und die hatte ich auch bei meiner Traumgeburt bei meiner Visualisierung nicht im Blick gehabt von daher war das völlig in Ordnung für mich.

Und dann bin ich auf die Knie auf die Matte gegangen und hab dann meinen Mann gebeten, die Hypnose umzuschalten. Ich weiß noch, einmal hat meine Mutter angerufen, da ging (das war noch in der Eröffnungsphase) die Hypnose weg und ich hatte „incoming call“ und ich hätte am liebsten …. Es war unter einer Welle, da habe ich mich kurz sehr geärgert. Und dann hat mein Mann aber direkt in den Flugmodus geschaltet. Das war aber dann auch gut, ich kam sehr sehr schnell direkt wieder in die Hypnose rein. Und dann hat er mir umgeschaltet auf die Austreibungsphase und dann habe ich so 10-12 Presswehen gehabt, aber der Kopf ging nicht runter.

Die letzte war dann, so dass ich dachte okay, jetzt fühlt sich das an, als wenn sich was ins Becken schiebt, aber es ging irgendwie nicht weiter und dann habe ich zur Hebamme gesagt: Irgendwie hab ich das Gefühl, es geht nicht weiter. Dann hat sie mir noch mal aufs Kreißsaalbett geholfen und hat mich noch mal untersucht und sagte, die Fruchtblase ist noch da, die puffert das Ganze. Wir können die Fruchtblase kaputt machen. In dem Moment macht es „Platsch“, also durchs Fühlen war dann schon die Fruchtblase eröffnet.

Und dann musste ich mich wirklich beeilen, wieder runterzukommen, weil dann stieg der Druck in dieser Sekunde enorm. Dann hatte ich plötzlich mit der Angst zu tun, das war das allererste und einzige Mal unter Geburt, wo ich so etwas wie Angst verspürt habe und habe gesagt: „ich glaub, ich schaff das nicht. Ich hab Angst“

Und dann hat die Hebamme zu mir gesagt: „Du musst keine Angst haben“, dann hat sie sich korrigiert und hat gesagt „Du darfst Angst haben, aber Du schaffst das.“ Dann haben wir nur schnell besprochen, wo mein Mann sitzen soll, wenn das Baby kommt und dann habe ich gesagt, „ich schaffe das nicht. Ich kann das nicht.“

Und dann hat sie mich gefragt, ob ich Lachgas haben möchte und dann habe ich gesagt: „wenn du sagst, dass das hilft, ja. Ich habe es noch nie benutzt.“ Dann hat sie mir kurz erklärt, dass mich das vielleicht so ein bisschen wie besoffen macht und einfach das Ganze erleichtert und dann habe ich dem zugestimmt. Dann hat sie den Wagen rein gefahren. Ich hab die Maske angesetzt, hab 3-4 Atemzüge genommen. Dann kam schon die erste Presswehe mit dem Kopf und dann 2 Minuten später kam die zweite Presswehe. Wo die Schultern rauskamen.

Ich hatte ihr vorher gesagt, dass ich, wenn es geht, meinen Sohn gerne selber annehmen wollen würde. Dazu war ich dann aber nicht im Stande. Ich hab im Knien, aber in einer sehr aufrechten Position entbunden und mich wirklich an mein Lachgas geklammert, und das waren auch die einzigen beiden Wellen, in denen ich laut getönt habe. Bis dahin war es eine total ruhige, friedliche Geburt, in der ich dann auch ehrlicherweise mein Stirnband weggeschmissen hab, weil das einfach dann gestört hat. Und dann sagte sie schon zu mir: Du kannst dich jetzt auf deine Hacken setzen. Dein Sohn liegt zwischen deinen Beinen – und dann war er da!

Für mich war das eine wunderbare Erfahrung nach der ersten Geburt, in der ich auch wirklich an mir gezweifelt habe, dass ich das körperlich überhaupt schaffen kann. Ich bin 40. Ich bin auch keine super sportliche Person mehr seit dem ersten Kind. Davor war ich regelmäßig laufen und im Fitnessstudio und irgendwie mit erstem Kind war ich nicht mehr so super fit. Und ich hab wirklich gedacht, dass ich das nicht schaffe und dass ich die Geburt nun einfach so verhältnismäßig unbeschadet hinbekommen hab (nur die alten Nähte sind wieder aufgerissen, was ich nicht gespürt habe), hat mich völlig fasziniert.

Wenn ich jetzt dran denke, kommen mir regelmäßig immer noch die Tränen, weil ich einfach davon so überwältigt bin, wie wunderschön die ganze Geburtserfahrung war - ein bisschen traurig darüber, dass ich beim Ersten das einfach nicht besser wusste, aber sehr sehr versöhnt durch die zweite Geburt. Dadurch war auch wirklich alles leichter, unser gesamter Start.

Ich habe diesmal keine Wochenbettdepression. Das Kind ist total ausgeglichen. Ich bin sehr ausgeglichen, ich bin ausgeruht. Ich kann nur von Herzen DANKE sagen für dieses tolle Programm! Und ich muss sagen, nachdem ich dann wirklich in meinem ersten Wochenbettbesuch von meiner Hebamme gehört habe, dass dieses Krankenhaus die Gynäkologie und die Geburtshilfe schließt, war ich wirklich zutiefst getroffen! Denn die Hebamme, die mich unterstützt hat, war einfach wunderbar. Ich war die ganze Zeit für mich. Erst bei den Presswehen ist sie wirklich dazu gekommen, sie hat mir dann auch ein mobiles CTG drangemacht, so dass mich kein Kabel gestört hat. Sie hat mir den Zugang in die Hand gelegt, so wie ich mir das gewünscht habe, und nicht in die Ellenbeuge.

Und sie war auch alleine. Die hat zwar den Arzt angerufen, aber der kam erst, als schon alles vorbei war und hat mich genäht und ansonsten waren wir wirklich im Kreißsaal ganz alleine nur mit der Hebamme. Es war so eine schöne, friedliche Situation. Ich hätte es mir auch zu Hause nicht schöner vorstellen können. Eine Hausgeburt kam für mich nicht in Frage, weil ich bei der ersten eben so angewiesen war auf diese medizinische Unterstützung, dass ich einfach Angst hatte. Wenn das jetzt so nicht funktioniert, wie ich mich vorbereitet habe, dann wäre ich aufgeschmissen gewesen zu Hause und deswegen hatte ich mich für eine Klinik entschieden, aber eben bewusst auch für eine kleine, sehr persönliche Klinik und auch die ganze Betreuung durch die Kinderkrankenschwestern waren so liebevoll, so bemüht, so abgepasst auf mich. Immer nur, wenn das Kind wach war, wurden Untersuchungen gemacht und das Kind war die ganze Zeit bei mir.

Die Stilberatung war gut, immer wenn ich das Bedürfnis hatte, irgendwas zu fragen, war jeder jederzeit freundlich und ganz, ganz schnell zur Stelle. Wirklich umso getroffener bin ich, dass die Geburtshilfe in Kempen schon bald geschlossen werden wird.

Ja, das war mein Geburtsbericht

Liebe Grüße

Verena mit F.

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Journalistin
Nora Imlau22.09.2019
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