Geburtsbericht von

J.

Unsere kleine Tochter kam nun schon vor drei Monaten auf die Welt. Ich hatte den Kurs schon relativ früh in der Schwangerschaft für mich entdeckt und regelmäßig geübt. In der Mitte der Schwangerschaft hatte ich mal einen kleinen Hänger und nicht mehr so Lust, aber das hatte sich irgendwann gefangen und am Ende hatte ich wirklich täglich die Hypnosen verinnerlicht.

Nach der ersten Geburt meines Sohnes, wo alles etwas ungeplant ablief und ich die Geburt als traumatisch empfand, hatte ich dieses Mal darauf gehofft, dass alles anders läuft – ich lange zu Hause in Hypnose bleiben kann und dann ins Krankenhaus fahren könnte. Aber auch dieses Mal lief alles anders.

Ich war über ET und das CTG war nicht so 100% gut, dass ich das lieber im KS abklären lassen sollte. Ich hatte an dem Tag leichte Wehen. Ohne das CTG hätte ich sie aber noch als zu leicht empfunden, um schon ins Krankenhaus zu fahren. Dort angekommen hieß es, dass ich erst mal eine Stunde spazieren gehen solle und wir dann weiter schauen. Erst danach konnte ich mit der Hypnose starten. Die Wehen waren regelmäßig und intensiv. Mit der Lachgas-Maske auf dem Mund und den Kopfhörern auf dem Ohren ging es anfangs noch ganz gut.

Dann wurden die Schmerzen aber schon intensiv. Ich hörte die ganze Zeit die Hypnosen, die mir auch halfen. Das bemerkte ich, als ich sie mal kurz weg gelegt hatte. Der Schmerz, der davor schon ungemein schmerzhaft war, war plötzlich noch intensiver. Ich wollte mich unbedingt wieder in meinen Tunnel begeben, was ich auch schnell machte.

Nach einiger Zeit konnte ich die Schmerzen kaum noch ertragen, aber für eine PDA – mein Plan B – war es zu spät. Ich blieb die ganze Zeit in dem hypnotischen Zustand, aber die Schmerzen waren sehr stark und überrannten mich. Bei den Presswehen hatte ich dann ein Ohr frei gemacht, so dass ich die Hebamme etwas hören konnte. Allerdings muss ich sagen, dass ich weiter sehr im Tunnel war und eher intuitiv presste. Die Schmerzen waren für mich kaum noch aushaltbar. Was für eine Erleichterung, als die kleine Dame endlich da war.

Ich hatte nie daran geglaubt, dass die Geburt durch die Hypnosen schmerzfrei wird. Das soll ja auch nicht das Ziel sein. Aber dass die Geburt ein selbst bestimmtes Erlebnis war, dass die Wellen intensiv und stark, aber aushaltbar waren, kann ich wie bei so vielen Berichten hier leider nicht bestätigen. Die Schmerzen haben so die Überhand genommen, dass ich die Geburt als überhaupt nicht schön bezeichnen würde. Was ich aber sagen kann: die Hypnosen haben mich schon in einen Tunnel gebracht und ich habe gemerkt, dass es ohne sie noch viel schlimmer war.

Bei den Presswehen wollten wir noch mal die Hypnose wechseln, aber mein Mann hatte es nicht direkt gefunden und so war erst keine Hypnose mehr auf meinen Ohren. Das empfand ich als so schlimm, dass ich die andere Hypnose einfach weiter gehört habe. Also muss es mir ja doch geholfen haben, weil ich die Schmerzen ohne Hypnose noch viel unerträglicher fand. Mein Resümee: ein positives Geburtserlebnis wurde es leider nicht, aber geholfen haben mir die Hypnosen schon sehr.

Lerne meine Methode

Schritt für Schritt zu einem positiven Geburtserlebnis