Geburtsbericht von

Laura

Geburtshaus
2 Tage vor ET, Geburtsverletzung, intensiv, schnell, erstes Kind

Liebe Kristin,

ich habe mich mit deinem Kurs auf die Geburt meiner Tochter vorbereitet.
Ich bin sehr froh und dankbar, dass mir meine Hebamme deinen Kurs vorgeschlagen hat. Ab ca. der 20 SSW habe ich mich fast täglich damit beschäftigt. Es war für mich und mein Baby eine kleine Auszeit im Alltag. Ich habe die Zeit genossen, es tat mir gut und ganz nebenbei änderte es meine Einstellung zum Thema Geburt. Zuvor hätte ich mir nicht ansatzweise vorstellen können, im Geburtshaus entbinden zu können und eine so schöne Erfahrung damit zu machen.

Es war ein innerlicher Wunsch, außerklinisch zu entbinden, aber da waren die vielen Meinungen von außen: „Ist das auch sicher? Du traust dich ja was!“ Oder auch die vielen negativen Erfahrungsberichte, die Frauen einfach ungefragt einem mitteilen wollen. Durch dich und deine Methode und meine wundervolle Hebamme habe ich dann letztlich erkannt, dass ich mit meinem Baby eine ganz eigene Geschichte schreiben kann. Letztlich durfte ich eine schöne Geburt erleben von der ich kurz berichten möchte.

Es war Samstagabend (3 Tage vor ET), als die ersten Wellen losgingen. Ich legte mich auf meine Couch, machte mir Kerzen an und hörte die friedliche Geburt. Einige Zeit später ließ mir mein Mann eine Badewanne ein. Auch hier hörte ich die friedliche Geburt, während ich schon ziemlich intensive Wellen hatte. Wir informierten die Rufbereitschaftshebamme und vereinbarten, dass ich mich nochmal melde, sobald ich denke, ins Geburtshaus kommen zu wollen. Ich wollte noch im Bett ein paar Wellen veratmen und merkte, dass ich an meine Grenzen komme. Es war so weit – ich wollte ins Geburtshaus.

Ich war so überrascht, dass das alles so schnell geht, dass ich es selbst gar nicht glauben konnte. Ich stellte mir die Frage, ob ich etwa zu früh ins Geburtshaus gefahren bin. Es heißt doch immer, dass es beim ersten Kind so lange dauert! Trotzdem bin ich meinem Gefühl gefolgt.

Gegen 23.00 Uhr war ich im Geburtshaus. Es haben mich zwei tolle Hebammen in Empfang genommen. Ich durfte erstmal ankommen und die schöne Atmosphäre genießen. Gedämmtes Licht und ein schöner Raum zum Ankommen. So hatte ich es mir gewünscht. Ich kuschelte mich in das Bett und dann wurde ich noch kurz untersucht. Mit einen Lautsprecher wurde mir wieder die friedliche Geburt angemacht. Ich muss sagen, ich versuchte einfach nur, mit meinen Wellen klar zu kommen und die tiefe Bauchatmung durchzuführen. Das fühlte sich komplett anders an als in der Übung, aber alleine die Atmosphäre, die Unterstützung der Hebammen und das Gefühl, absolut sicher zu sein, gaben mir Kraft genug, diese Wellen zu meistern.

Nach ca. 2 Stunden also gegen 01:00 Uhr, bat ich die Hebammen, mir Wasser in die Wanne einzulassen. Nach einer Stunde intensiver Presswellen durften wir unsere Tochter in unseren Händen halten. Die friedliche Geburt habe ich währenddessen zwar nicht gehört, aber in meiner Wellenpause war ich gedanklich an meinem sicheren Ort und konnte Kraft schöpfen. Meine Kleine wurde mir auf die Brust gelegt und in diesem Moment war ich einfach nur zufrieden und dankbar. Das war einfach alles, was ich mir gewünscht habe: Meine Kleine gesund in meinen Armen zu halten. Wir kuschelten uns zu dritt ins Bett. Ich wurde kurz untersucht und ich hatte es fast befürchtet: Dammriss. Das hört sich so dramatisch an, dass ich in den Moment schon ein bisschen schlucken musste. Ich wusste, ich werde ins Krankenhaus verlegt. Wir durften aber ganze 4 Stunden im Geburtshaus noch bleiben. Die Hebammen brachten uns einen kleinen Kuchen mit einer Kerze. Ebenfalls ein sehr schöner Moment.

Gegen ca. 06.00 Uhr morgens wurde ich mit dem Krankenwagen in das nächste Krankenhaus verlegt. Hätte mir das jemand davor erzählt, hätte ich Angst davor gehabt. Ich habe schließlich noch nie einen Krankenwagen benötigt. Aber ich war tiefenentspannt. Ich hatte soeben ein Kind auf die Welt gebracht, ohne Schmerzmittel mit meiner eigenen Kraft. Ich war so stolz. Mein Mann ist mit der Kleinen mit dem Auto ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde ich genäht und versorgt. Danach ging es für uns nach Hause ins Wochenbett.

Das Ende klingt vielleicht nicht allzu gut, aber es war eben auch mein Weg vom Geburtsberg. Der Aufstieg war wunderschön und beim Abstieg war da ein Hindernis. Ich habe es angenommen, dass ich Hilfe benötige. Ich bin dankbar, dass es Ärzte gibt, die für einen da sind und einen versorgen, wenn es nicht anders geht. Heute habe ich keine Probleme damit.

Großen Dank geht an meine Betreuungshebamme für die Unterstützung, meinen Hebammen im Geburtshaus, Kristin für ihre tolle Arbeit der friedlichen Geburt und den Arzt/Ärztin im Krankenhaus, die für mich da waren, als ich es benötigt habe.
Die friedliche Geburt kann ich zu 100% weiterempfehlen, denn es hat gehalten was es verspricht: Es war friedlich und wunderschön. Ich blicke mit Stolz und Liebe auf diesen Tag zurück. Vielen Dank dafür!

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