Geburtsort:

Geburtshaus

Geburtsbericht von A.

Geburtsort: Geburtshaus
Vorbereitet mit: Online-Kurs

Kurz gesagt: Kristins Programm hat meine mentale Gesundheit während der Schwangerschaft gerettet.

Geburt war für mich nie ein angstbesetztes Thema. Meine Mutter hat ihre Kinder problemlos spontan und ohne Medikamente bekommen. „Geburt ist geil“ sagte mir eine 3-fach-Mama vor meiner ersten, und das blieb mir im Kopf. Dass mein Körper das kann, das wusste ich immer, die Schmerzen waren für mich Kommunikation von Körper und Baby, kein Angstfaktor. Meine 1. Entbindung 2019 dauerte 4 h von 1. Wehe bis Zeit in der Geburtsurkunde. Sie ist für mich emotional durchweg positiv besetzt, obwohl nach Plazentalösungsstörung doch noch Verlegung aus dem Geburtshaus, Vollnarkose & 1 Nacht im Krankenhaus anfielen und mein Dammschnitt etwa 4 Wochen zum Heilen brauchte. Aber „Geburt ist geil“, das konnte ich total unterschreiben. Und freute mich schon auf die nächste.

Und dann kam Corona und mittenrein die 2. Schwangerschaft. Das Virus, die Lockdowns, Familien im anderen Bundesland auf einmal unerreichbar, Freunde nur noch digital – um nicht pandemiebedingt durchzudrehen, fing ich wieder an zu meditieren. Und da erzählten mir gleich zwei Freundinnen begeistert von der Friedlichen Geburt.

Kristins Hypnosen waren mein Rückzugs-, ja, mein Kraftort. Sie erlaubten mir das Innehalten, das Aussteigen aus der Panikspirale im Kopf, das Durchschlafen ohne zu Grübeln. „Nur das Hier und Jetzt ist relevant“ hielt mich am Boden, wenn die Nachrichtenlage immer beängstigender wurde, „Letztlich bekommst du dein Baby ohnehin alleine“ beruhigte mich, wenn ich mir den Kopf darüber zerbrach, was sein würde, sollten Mann/Kleinkind/ich zur Entbindung Corona haben. Danke, danke, danke dafür.

Schnell, gesund und friedlich, so visualisierte ich die Geburt meines 2. Babys, und so wurde sie. An 40+1 merkte ich gegen 20:40 Uhr ein erstes Zuppeln. Ab 21 Uhr brachte ich mein großes Kind ins Bett, und beim Gute-Nacht-Lied um 21:30 Uhr musste ich schon sehr bewusst atmen. Den Wehentimer drückte ich vielleicht 3 x bis ich dachte, das ist Quatsch, das Baby will zeitnah raus. Ich telefonierte kurz mit Hebamme und Nachbarin und legte mir dann Kristin auf die Ohren, atmete ruhig und ließ bewusst locker, meinen Körper sich öffnen. Die Nachbarin zog ca. 22:10 Uhr im Zimmer neben dem schlafenden Kind ein, wir waren 22:45 Uhr im Geburtshaus, bei 8 cm maß man meinen Puls von 60. Tönen half mir, wie beim 1. Mal, ich war innerlich ganz ruhig und bei mir. 23:33 Uhr war das Kleine dann auch schon da, 50 cm, 3390 g, alles dran, stimmgewaltig, aber extrem entspannt (und das bis heute :)).

Und wieder kam die Plazenta … nicht. Dabei hatte ich deren Geburt so oft visualisiert. 1,5 h lang tat sich trotz aller Versuche nichts, und wieder musste ich ins KH verlegt werden. Ich atmete weiter ruhig und bewusst, und versuchte, das nicht als Niederlage zu empfinden. Kristin sagt ja immer, man soll offen bleiben für andere Entwicklungen. Die Hebamme im KH kannte mein Geburtshaus gut, wir unterhielten uns nett. Sie drückte kurz auf meinen Bauch – und die Plazenta kam vollständig heraus. Rückblickend konnte ich vielleicht erst völlig „loslassen“, als ich nicht mehr ständig dachte „sie MUSS im Geburtshaus kommen, keine Lust auf KH mit Corona und Kleinkind daheim und überhaupt“. Als mein Mann mit dem Baby ankam, war schon alles vorbei, und nach kurzer Beobachtung konnten wir dann endlich nach Hause. Und das große Geschwisterchen wurde morgens von uns mit den Worten begrüßt: „Das Baby ist da! Komm, wir schauen es mal an!“ – ein wunderbarer Familienmoment.

Auch 4,5 Monate nach der Entbindung höre ich zum Einschlafen täglich die Abendmeditation oder die Hypnose für tiefen Schlaf mit Baby. Ich habe nämlich festgestellt, dass sie auch „für einen tiefen Schlaf mit Schnarchern“ heißen könnte. Im Alltag bin ich durch das Meditieren viel ruhiger geworden und habe mich schon durch einige schwierige Situationen hindurchgeatmet.

Danke dir, liebe Kristin, für alles.