Geburtsbericht von

Anika

Geburtsbericht

03.04.2023
Sonntag früh um 6 Uhr bin ich wach geworden mit periodenähnlichen Wehen. Tatsächlich schon sehr regelmäßig alle 3-8 Minuten. Dies ging so den ganzen Tag aber immer wieder mit Pausen von ein paar Stunden. Am Morgen konnte ich dann mit der Hypnose nochmal schlafen. Den ganzen Tag über konnte ich die Wehen gut veratmen und in der Wanne waren sie dann fast komplett weg.

Abends waren wir dann nochmal Spazieren und danach waren die Wehen über 1-2 Stunden sehr regelmäßig.
Um 22 Uhr sind wir ins Krankenhaus gefahren, auf der Fahrt habe ich die ganze Zeit Hypnose gehört und konnte entspannen, aber in die Tiefenentspannung bin ich leider nicht gekommen. Im Krankenhaus angekommen, war ich nochmal komplett raus, weil doch viel Kommunikation über mich gelaufen ist. Ich habe mich aber sehr wohl gefühlt. Vor Ort wurde erst mal ein CTG gemacht und nach dem Muttermund geschaut, 3 cm. Dann ist mir die Fruchtblase geplatzt während des CTG.

Die Frage war, ob wir nochmal nach Hause fahren oder bleiben. Da die Wehen dann aber ganz schön an Intensität zugenommen haben, wollte ich lieber bleiben. Wir sind dann in einen Kuschelkreißsaal und sollten uns noch etwas ausruhen, die Hebamme war der Meinung, das dauert noch lange, weil es ja mein erstes Kind ist.
Leider konnte ich gar nicht entspannen, weil ich quasi keine Wehenpause mehr hatte.

Dann hat mein Mann die Hebamme gerufen und sie meinte, wir können ja mit etwas leichtem anfangen, einem Zäpfchen und ich könnte in die Wanne gehen. Das hat mir wirklich sehr gut geholfen. Denn dort hatte ich wieder Wehenpausen. Dort hatte ich auch die Hypnose auf den Ohren, aber richtig in Trance bin ich leider nicht gekommen. Irgendwann wollte ich sie aber nicht mehr hören und hab versucht, mich auch so zu entspannen.

Dann war ich jedoch an einem Punkt, an dem ich gerne eine PDA gehabt hätte. Dafür musste ich aus der Wanne und nochmal ans CTG. Außerhalb der Wanne waren die Schmerzen noch heftiger. Die Hebamme wollte mich ermutigen, es ohne PDA zu schaffen. Mein Mann hat trotzdem alles ausgefüllt und sie meinte aber, die Ärztin sei gerade in OP, es könne etwas dauern.

Mein Mumu war da bei 7 cm und ich hatte starke Wehen.
Zwei Wehen später rief ich, ich müsse pressen. Die Hebamme meinte, das könne nicht sein, sie hätte doch erst vor ein paar Minuten geschaut. Ich bat sie, nochmal zu schauen und tatsächlich war der Mumu komplett geöffnet. Also keine PDA. Ich wollte sofort wieder in die Wanne.

Irgendwie hat es mein Mann geschafft, mich dort nochmal hin zu begleiten. Dort angekommen, ging es mir direkt wieder viel besser und ich konnte mich während den Presswehen gut entspannen.
Da war es ca. 3.30 Uhr. Nach einer Stunde presswehen waren die Pausen leider etwas lange und sie rutschte immer wieder etwas mit dem Kopf zurück. Die Ärztin und zwei Hebammen waren mittlerweile da. Die Ärztin sagte, sie gäbe mir jetzt Nasenspray, dann bekomme ich sofort eine Wehe und danach sprühe sie mir das Nasenspray in das andere Nasenloch und dann komme direkt noch eine und dann wäre sie bestimmt da und so war es auch. Sie kam dann auf einmal raus.

Danach warteten wir auf die Plazenta. Diese hat mir leider etwas Ärger gemacht. Irgendwann musste ich aus der Wanne und wir haben es auf dem Kreißbett weiter versucht. Sie gaben mir nochmal einen Wehentropf, aber ich bekam keine Wehen mehr und musste deshalb so heftig pressen. Ich war leider kurz davor, in den OP zu müssen, aber dann kam sie doch noch.

Alles in allem hatte ich gehofft, durch die Hypnose die Schmerzen etwas mehr zu hemmen. Dies ist mir leider nicht so gut gelungen, nichts desto trotz bin ich mir sicher, dass mir die Vorbeitung mit der friedlichen Geburt jegliche Angst vor der Geburt genommen hat. Ich konnte wirklich völlig entspannt da ran gehen und unsere Tochter ist auch ein sehr entspanntes Baby. Und auch die Geburt an sich war trotz der Schmerzen wunderschön und absolut komplikationsfrei. Und vom Ablauf her genau so, wie ich es immer mit der Hypnose visualisiert hatte.
Und hat mich vor allem auch alles so hinnehmen lassen, wie es gekommen ist. Ich wusste zu jeder Zeit, dass mein Körper und mein Baby das zusammen schaffen. Es war trotz allem wunderschön.

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