Geburtsort:

Hausgeburt

Geburtsbericht einer wunderschönen und kraftvollen Hausgeburt

Ida, 21.04.2021 (ET +9), 52 cm, 3440 g, erstes Kind;

Bereits vor der Schwangerschaft wurde ich auf den Podcast „Die friedliche Geburt“ aufmerksam und habe sogleich beschlossen, dass ich den Online-Kurs machen möchte. Also begann ich schon in der 10. SSW mit dem Kurs und schaute von da an nach und nach die Videos an und übte immer wieder einmal die Hypnosen. Erst in der 30. SSW übte ich täglich. Zusätzlich machte ich bis zum Schluss Yoga und bereitete mich mit Leinsamen, Datteln, Dammmassage und Heublumendampfbädern vor.

Mein Baby saß schon in der 38. SSW tief im Becken und ich hatte immer wieder mehr oder weniger starke Senkwehen. Daher war ich überzeugt davon, dass es früher los gehen würde. Dem war allerdings nicht so. Obwohl ich unglaublich gerne schwanger war und diese Zeit sehr genoss, wollte ich desto weiter ich den ET überschritt, gar nicht mehr und wollte nur mehr mein Baby in dem Arm halten. Bis zum Schluss hatte ich, abgesehen von Senkwehen, keinerlei Geburtsanzeichen.

Am 20.4. kurz vor Mitternacht wurde ich von einem leichten Ziehen im Bauch geweckt und kurz darauf hatte ich einen Blasensprung. Ich war sehr aufgeregt, weil es endlich los ging! Ich merkte, dass die Wellen rasch intensiver und in relativ kurzen Abständen kamen. Um 00:17 Uhr rief ich unsere Hebamme an und gab ihr Bescheid, dass die Fruchtblase geplatzt war. Allerdings meinte sie, dass ich noch gut klinge und es bestimmt noch dauern würde. Wir sollten später anrufen, wenn es wirklich ernst wird.

Zu Beginn konnte ich die Wellen noch relativ gut am Gymnastikball veratmen, sie kamen ungefähr alle drei Minuten. Da ich mir sicher war, dass die Geburt noch sehr lange dauern würde, die Wellen jedoch bereits ziemlich intensiv waren, sagte ich zu meinem Mann, dass das ja noch lustig werden könnte. Um ungefähr 01:00 Uhr versuchte ich, in Hypnose zu gehen. Da die Abstände zwischen den Wellen jedoch nur sehr kurz waren, fiel mir das sehr schwer. Am Boden kniend veratmete ich weiter die Wellen. Um 01:47 Uhr wechselte ich in die Badewanne. Das warme Wasser wirkte zwar etwas entspannend, dennoch wurden die Wellen immer intensiver. Als die Wellen bereits alle zwei Minuten kamen, riefen wir um 02:26 Uhr die Hebamme an, dass es nun los geht. Etwas später wechselte ich von der Badewanne wieder ins Wohnzimmer, wo ich mich auf den Teppich kniete und mich auf der Couch aufstützte. Dort verbrachte ich die restliche Geburt. Mein Mann unterstützte mich die gesamte Zeit über so toll, richtete alles für die Geburt her und redete mir gut zu.

Um 03:10 Uhr war unsere Hebamme da und machte sich erst einmal ein Bild von der Situation. Sie begleitete mich wunderbar undercover. Die einzige Untersuchung, die sie machte, war hin und wieder das Abhören der Herztöne unseres Babys. Außerdem machte sie während der Presswehen einen Dammschutz. Bald nach ihrem Eintreffen setzten erste Presswehen ein. Das war ein unglaublich intensives und kraftvolles Gefühl. Dann war das Köpfchen zu sehen und wenige Wellen später lag dieses kleine Wesen um 4:10 Uhr vor uns am Boden und ich legte meine kleine Ida auf meine Brust. Zu dritt saßen wir am Boden und wir konnten unser Glück kaum fassen. Wir hatten ein gesundes, wunderschönes Mädchen!

Die Geburt war kurz und wirklich intensiv. Auch wenn ich währenddessen das Gefühl hatte, dass ich überhaupt nicht in Hypnose war, kann ich im Nachhinein sagen, dass ich die ganze Zeit in meinem inneren Raum bei mir und meinem Baby war. Ich würde die Geburt zwar nicht als schmerzfrei beschreiben, dennoch war es ein wirklich einzigartiges, kraftvolles und wunderschönes Erlebnis. Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können!