Geburtsort:

Klinik

Liebe Kristin,
gerne möchte ich die von der schönen Geburt meines Sohnes berichten.

Am 1.8.21 kam mein Sohn zur Welt. Ich habe mich schon seit dem ersten Trimester mit deinem Onlinekurs vorbereitet, die Videos angesehen und relativ regelmäßig mit den Hypnosen geübt – nicht zwanghaft sondern so, wie es sich gerade gut angefühlt hat. Nachdem meine erste Geburtserfahrung vor 4 Jahren nicht so schön verlaufen ist, wie ich mir das gewünscht hatte (Einleitung ET + 11, schlechte Herztöne und schließlich Kaiserschnitt), war es mir diesmal wichtig zu versuchen, mein Vertrauen zu stärken und anders vorbereitet in die Geburt zu gehen.
Mein Sohn ließ dann wieder etwas auf sich warten, aber 3 Tage nach ET waren nachts regelmäßige, sehr leichte Kontraktionen spürbar. Ich war aufgeregt, aber freute mich vor allem, dass es nun “von selber” losging. Am nächsten Tag wollte ich die Wohnung nicht mehr verlassen und hatte weiterhin immer wieder Kontraktionen. Wiederum ein Tag später, ET +5, besuchte mich meine Hebamme, der Muttermund war noch geschlossen, sie meinte, es könnte auch noch 2-3 Tage dauern. Am Nachmittag kamen die Wehen dann aber immer regelmäßiger, ich zog mich mit der Geburtshypnose zurück und konzentrierte mich auf meine Atmung. Als über 2 Stunden alle 5 Minuten Wehen kamen, sagte ich meinem Partner Bescheid und er sorgte dafür, dass unsere Tochter vom Opa abgeholt wurde. Danach meldete er uns in der Klinik an und wir machten uns gegen 17 Uhr auf den Weg. Es war eine seltsame Mischung aus Aufregung, dass es nun wirklich so weit war, und innerer Ruhe, ich war ganz bei mir.
Im Krankenhaus wurden wir von einer sehr netten Hebamme empfangen und in unseren Geburtsraum gebracht. Hier konnte ich nach kurzer Untersuchung gleich in die Badewanne, das Licht war gedimmt, die Stimmung sehr ruhig (wir waren gerade die Einzigen auf Station), ich hörte die Hypnose. Die Wehen wurden immer stärker, gegen 19.30 Uhr war der Muttermund 4cm geöffnet, gegen 22 Uhr dann vollständig. In der letzten Stunde bis zur vollständigen Eröffnung empfand ich die Wehen als sehr heftig und auch schmerzhaft und erkundigte mich nach Schmerzmitteln, da ich ja nicht wusste wie viel stärker es noch werden würde. Ich trank dann eine “Heiße Sieben ” und meine Hebamme begleitete mich ganz toll und beruhigte mich, dass ich momentan wahrscheinlich das Maximum an Intensität erleben würde. Bald darauf setzte dann der Pressdrang ein und ich durfte mitschieben. Die letzte Phase empfand ich als weniger schmerzhaft, aber sehr anstrengend und intensiv. Ich ging zweimal in der Wanne in die tiefe Hocke, um das Köpfchen besser herausschieben zu können und saß sonst zurückgelehnt in der Wanne, hielt mich teilweise am Tuch über mir, teilweise drückte ich die Hand meines Partners und der Ärztin, die die Endphase der Geburt ebenfalls begleitete. Alle machten mir Mut, lobten mich und feuerten mich an, was extrem wichtig war, um durchzuhalten. Endlich war dann das Köpfchen da und mit der nächsten Wehe flutschte mein Baby schon in die Wanne und wurde mir sofort auf die Brust gelegt – es war 23.55 Uhr.
Es war ein total überwältigendes Gefühl, es aus eigener Kraft geschafft zu haben. Ich hatte zwischendurch etwas Angst davor gehabt, was noch auf mich zukommen würde, habe mich aber total gut aufgehoben und unterstützt gefühlt. Das war ein großartiges Erlebnis, besonders im Vergleich zu meiner ersten Geburt.
Durch die Hypnose konnte ich gut bei mir bleiben und mich auf das Geschehen in meinem Körper konzentrieren. Auch wenn ich in meinem Bericht von Schmerzen spreche, waren diese sehr gut auszuhalten, ich kam ohne richtige Schmerzmittel aus und hatte keine größeren Verletzungen (Schürfungen, leichter Dammriss). Auch die Hebamme meldete uns zurück, wie ruhig und bei uns wir gewirkt haben und dass sie eigentlich nur “dabei sein” musste. Eine wirklich tolle, intensive Geburtserfahrung für mich und meinen Partner!

Vielen Dank, liebe Kristin, für deine Arbeit!!!
Liebe Grüße
Simone